Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564210
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1838 
dass auf Bildnissen der Buchstabe F auch allein stehe. Wir kennen 
kein Blatt dieser Art. Vielleicht findet man solche Bildnisse in fol- 
gendem Werke: Le Livre original de la portraicture pour la jeunesse. 
tirä de F. Bologna (Primaticcio) et autres bons peintres. A Paris chaz 
Mariette et fils.  
Nach Brulliot-II. N0. 747 steht der Buchstabe F. auch auf Kupfer- 
stichen, welche unter weiblichen Figuren die Tugenden vorstellen. Er 
schreibt diese Blätter dem Francesco Villamena zu. Sie bilden 
eine Folge von 12 Stichen nach verschiedenen Zeichnungen in Wasser- 
farben, ursprünglich zur Zierde des Catafalkes des Papstes Paul V. bestimmt. 
1833. Unbekannter französischer Formschnelder, welcher um die 
Mitte des 16. Jahrhunderts thätig war. Der Buchstabe F steht 
F auf der schönen Geschäftsvignette des Buchhändlers Jacques du 
Puys, welcher sie 1540 den Verlagswerken beifügte. Dieser Holzschnitt 
stellt Christus bei der Samariterin am Brunnen vor. H. 6 Z. 1 L. Br. 4 Z. 
Der Buchstabe F. könnte sich auf Franz Fradin jun. beziehen, 
welcher von 1532-1558 in Paris thätig war. Wir werden unter FF. 
über ihn handeln. 
1839. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1660 in Paris 
F thätig war. Man findet diesen Buchstaben auf seltenen Blättern, 
' welche Muster für Büchsenmacher enthalten. Eine Folge von 
16 solchen Stichen erschien unter dem Titel: Plusieurs models des plus 
nouuelles manieres qui sont an usage an l' art d' Arquebuzerie avec ses 
ornements les plus conuenables. Le tout tirä des ouurages de Thurainc e: 
le Hollandais Arquabuziers ordin-aires de Sa Majeslä, et graue par C. Jac- 
quinet.  A Paris chez N. Langlois, rue Samt-Jacques ä la cheminerie. 
Diese Blätter sind von ungleicher Grösse, theils qu. 4. Auf dem ersten 
steht unten der Buchstabe F. sie scheinen aber alle von Jacquinet ge- 
stochen zu seyn. Ein anderes mit F bezeichnetes Blatt stellt das Ma- 
gazin eines Büchsenmachers vor, in welchem ein Vater seinen Sohn 
in Begleitung des Notars zum Lehrling anbietet. Im Rande stehen 
neun Verse: Janot par am choim volontaire etc. etc. Auf den verschie- 
denen Gewehren des Magazins stehen die Namen berühmter Waifen- 
und Büchsenmacher. Höhe 4 Z. 7 L. Breite 5 Z. 3 L. Man findet 
noch einige andere Blätter dieser Art, welche in die Werkstätten von 
Büchsenmacher-n führen, aber nicht mit dem Buchstaben F bezeichnet 
sind. Eines derselben stellt den Meister vor, wie er dem Lehrling die 
Werkzeuge erklärt. Ein anderes Blatt zeigt drei Arbeiter im Atelier. 
Auf jedem Kupferstiche stehen Verse im Rande, und in Ornamenten 
und auf Waffenstücken sind die Namen berühmter Werkmeister bei- 
gefügt. Alle diese Blätter sind sehr interessant. 
1840. Teodoro Felipe de Llaiio oder Liagno, genannt E1 pe- 
F queiio Ticiano, Maler und Radirer, war Schüler des Alonso 
 Sanchez Coello, und machte dann in Italien ernste Studien nach 
den Werken Tizian's, woher er den Beinamen des kleinen Tizian erhielt. 
Starb 1626 in ziemlich hohem Alter. Bartsch, P. gr. XVII. p. 199 E, 
beschreibt 30 radirte Blätter, und darunter solche mit Thierskeletten, 
auf welchen der Buchstabe F vorkommt. Sie gehören zu einer Folge 
von wenigstens 20 Radirungen, deren Bartsch 15 kennt. Sie erschienen 
unter dem Titel: Horarum fallax mors  iibi w"! datur etc. Al' 
molto" Ill. et Ece. S. Giovaii Fabro Lyncco   Teodoro Filippo 
d' Liagno D. D. H. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 2 L. Dieser Künstler besass 
ein Naturalieni-Cabinet, und nach Skeletten desselben radirte er die 
erwähnten Blätter. Sein von Ottavio Lioni gezeichnetes Bildniss be- 
findet sich in der Sammlung des Louvre. 
        

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