Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564132
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1803 
1809. 
trolfen haben,_an Ernst und Würde steht er aber keinem nach. Dieses 
Urtheil wird Jeder unterschreiben, welcher die Werke Wächtefs auf 
der deutschen allgemeinen und historischen Kunstausstellung in München 
1858 unbefangen betrachtet hat. Der moderne Massstab passt bei einer 
historischen Würdigung der Werke desselben nicht. Vgl. auch Beilage 
N0. 1 der allgemeinen Zeitung 1854. 
Das gegebene Monogramm findet man auf Zeichnungen des Künstlers, 
und vielleicht nur sehr selten auf Gemälden. C. Rahl in Wien hat 
mehrere Compositionen gestochen und radirt, ist aber nicht in dem 
Masse in den Geist der Zeichnungen eingedrungen, dass aus diesen 
Blättern ein vollkommen günstiges Urtheil geschöpft werden kann. Das 
Monogrammsteht auf einem Blatte mit der hl. Familie, welches 1806 
erschien, qu. fol. 
1808- Wilhelm Emäle, Schlachtenmaler, geb. zu Buchen im Gross- 
 herzogthum Baden den 20. Mai 1830, erfreute sich einer 
wissenschaftlichen Bildung, und trat dann zum Jüngling 
herangereift aus besonderer Neigung in den Militärstand, 
welchen er aber nach manchen Enttäuschungen im Sommer 
 1851 wieder verliess. Jetzt widmete sich Emele mit 
allem Eifer der Malerei, in welcher er dem berühmten 
Feodor Dietz alles verdankt, was er als Anfänger und auf dem späteren 
Wege des Fortschrittes erreicht hatte. Seine Richtung war von jeher 
eine naturalistische, und daher sagte ihm die Schlachtenmalerei be- 
sonders zu. Die ersten Vorbilder waren ihm die Werke des genannten 
Künstlers, später lernte er aber in Antwerpen auch die Leistungen der 
belgischen Meister kennen, und nach kurzer Zeit üng er an, seine Kräfte 
zu versuchen. Er hatte das besondere Glück, an dem Fürsten Carl 
Egon von Fürstenberg einen Gönner zu gewinnen, welcher ihm im 
December 1854 den Auftrag ertheilte, den Tod seines Vaters in der 
Schlacht von Stock in einem grossen Gemälde darzustellen. Emele 
vollendete dieses Werk 1856 in München, und der unerwartete Erfolg 
trieb ihn zu weiterem Streben. Er begann unverweilt ein zweites noch 
grösseres Bild, welches die heldenmüthige Vertheidigung der Heidel- 
berger Brücke am 16. Oktober 1799 vorstellt. Dieses Werk vollendete 
er im Jänner 1858., und bei der Ausstellung in Wien erwarb es der 
Kaiser Franz "Joseph von Oesterreich. Eine kleinere Wiederholung 
besitzt der Graf v. Pappenheim. Inzwischen malte Emele auch kleinere 
militärische Scenen, Pferdestücke u. s. w. In letzter Zeit beschäftigte 
ihn ein grosses Gemälde, welches den Moment schildert, in welchem 
der Erzherzog Oarl von Oesterreich in der Schlacht von Aspern den 
Truppen die Fahne gegen den Feind voranträgt. Emele ist eine ächt 
deutsche Natur, und deutschen Ruhm und deutsche Ehre zu verherr- 
lichen, ist seiu höchstes Streben. Auf Zeichnungen, grösseren und 
kleineren Studien u. s. w. findet man das obige Monogramm. Auf 
grossen Gemälden ist es mit dem Namen verbunden. 
1809. Edwin Weedon, Zeichner und Maler in London, gehört zu 
den tüchtigsten Künstlern seines Faches. Er malt 
Seebilder, und ist besonders durch Holzschnitte mit 
 Schiffen bekannt, welche theils in grossem Formate 
sind. In Illustrated London News von 1857 kommen 
viele Blätter mit Schiffen vor, und darunter solche 
7 mit reicher Stalfage. Ein grosses, 1858 von F. Smyth 
geschnittenes Blatt, stellt das Schiff vor, auf welchem der Prinz von 
Preussen mit seiner Gemahlin, der Princess royal von England, an
        

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