Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564050
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EST. 
1779 
1780. 
Blättern vorkommenden Gaukler oder Equilibristen dem Bosse selbst 
zuschreiben, auf welchen aber das Monogramm nicht passt. Dieser 
Meister müsste sich demnach fremder Zeichnungen bedient haben, was 
nicht anzunehmen ist. Andere Kunstkenner verfielen auf G. Robusti 
il Tintoretto, und schrieben das Monogramm diesem Meister zu, da 
wenigstens einige Buchstaben -seines Namens darin enthalten sind. 
R. Weigel erwähnt daherf die erste Folge mit den Gruppen der Ringer 
in seinem Kunstkataloge No. -15,801 unter Tintoretto's Namen, aber 
ohne an dessen Urheberschaft vollkommen zu glauben. Er ist eher ge- 
neigt, die Zeichnungen einem Meister der Schule von Fontainebleau, 
muthmasslich dem 'Maitre Roux zuzuschreiben. Die Ausführung auf 
Kupfer könnte nach Weigel O. Fialetti, der Schüler Tintoretto's, besorgt 
haben. F. v. Bartsch (die k. k._Kupferstichsammlung in Wien N0. 2325 
bis 2329) schreibt dagegen die Folge der Ringer ziemlich entschieden 
dem Tintoretto zu, indem die Nadelführnng ganz mit dem Bildnisse 
des Cicogna übereinstimmt. Allein Tintoretto müsste den Styl seiner 
Zeichnung mit diesen sonderbaren Figuren ganz- verläugnet haben. 
Rene Boivin hat einzelne Blätter copirt, und somit wussten wenigstens 
die Schulmänner in Fontainebleau von diesen Kunstprodukten. 
1) Folge von fünf Blättern zu fünf, auch sechs langen und nackten 
männlichen Figuren, welche mit ihren ubgezerrten Gliedmassen gym- 
nastische Künste treiben, auch Ringer und Gaukler genannt. Mit dem 
Monogramme. H. 9 Z. 5'L.  10 Z. 6 L. Br. 7 Z. 7- 10  
2) Eine Folge von 12 Blättern mit akademischen Figuren.in ver- 
schiedenen bizarren Stellungen, ganz im Geschmacke der grösseren 
Gruppen gezeichnet. H. 6 Z. 10 L. Br. 3 Z.  
Alle diese Blätter gehören zu den Seltenheiten, und rühren von 
der einen und derselben Hand her. Die Folge der sogenannten aka- 
demischen Figuren ist ohne Zeichen, und scheint aus mehr als zwölf 
Blättern zu bestehen.  
1779- Emanuel Steluer, Maler und Radirer, geb. zu Winterthur 
W laog" 1778, gest. 1831. Ein Künstler von Geist und Talent, 
.1! und den bessten seines Landes gleichgerichtet, hinter- 
aft, JggÄ liess er eine bedeutende Anzahl von landschaftlichen 
Zeichnungen in Bister und Aquarell. Er malte aber 
8  auch Landschaften in Oel, besonders in seiner früheren 
Zeit. Von grosser Schönheit sind auch seine Blumenstücke, deren in 
Oel "und Aquarell vorkommen. Auf Aquarellen und radirten Blättern 
findet man das Monogramm, und auch die Initialen des Namens. Die 
geistreichen und malerisch behandelten Radirungen stammen grössten- 
theils aus der mittleren Zeit des Künstlers, für welche die Jahrzahl 
1806 stimmt. Ein späteres Datum trägt eine Folge von neun Blättern 
unter dem Titel: Vues de la Solimde romantique d' Arlesheim präs de 
Basle. Basle 1814. qu. fol. Mit E. St. f. bezeichnet ist eine Gebirgs- 
landschaft mit Vieh im Wasser, gr. fol., so wie eine Waldgegend mit 
Kühen im Vor-grunde, gr. fol. Ein ähnliche Bezeichnung haben auch 
die kleinen landschaftlichen Blätter mit Figuren und Vieh unter dem 
Titel: Pot-Pourri. Einige Blätter tragen das Monogramm, welches eben- 
falls aus EST besteht. In der Behandlung erinnern diese Schönen 
Blätter an C. Reinhart. H. 4Z. 8L. Br. 5 Z. 9 L- Das dritte Zeichen 
gibt Heller, MonogrqLexicon S. 120. Es scheint auf Blättern der Folge 
von 1814 vorzukommen.  t i z h! 
-   nennt sich An 0110 anc von Este, 
178a Bstenszs Pzclor über welchen wir im_Künstler-Lexicon 
XXII. S. 210 gehandelt haben. Der Rückweis fehlt 1n diesem Werke.
        

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