Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1564006
1763. 
661 
der grösste Theil der Zeichnung nach an. Wer diesen Punkt ins Auge 
fasst, den wird es nicht befremden wenn wir behaupteten , dass unter 
den vielen Blättern, welche jetzt dem Meister E S zugeschrieben werden, 
ein grosser Theil in Zeichnung und Behandlung des Stiches wesentliche 
Abweichungen zeige, und dass der Künstler auch nach Vorbildern 
zweiter Hand gestochen haben müsse. Man wird sich aber auch ge- 
nöthiget sehen, für andere Künstler eine Auswahl zu treffen. 
4) Das Antlitz des Herrn auf dem wSchweisstuche von St. Peter 
und St. Paul gehalten, unter einem gothischen Bogen. Unten stehen 
die Buchstaben ES vor der Jahrzahl M67, die 6 nach unten gekehrt. 
H.  Z. Br. 81], Z. 
Dieses Blatt blieb Bartsch und Frenzel unbekannt, und es ist 
vielleicht ein Unicum. Es ging aus der Sammlung des Th. Lloyd in 
jene des Herzogs von Buckingham über. 
5) [B.No.30] Die hl.Jungfrai1 stehend etwas nach rechts gewandt. 
Sie hält in der rechten Hand ein offenes Buch, und mit der anderen 
reicht sie dem zu ihren Füssen stehenden Kinde eine Birne. Letzteres 
ist nackt und scheint sich in den Mantel der Mutter hüllen zu wollen. 
Oben gegen links steht der Buchstabe E verkehrt, gegen rechts S. 
H.3Z.4L. Br.2Z.3L. 
Israel van Meckenen hat diese Vorstellung copirt. 
6) [B.No. 31] Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, und eben- 
falls mit E S. H. 3 Z. 4 L. Br. 2 Z. 3 L. 
7) Die heil. Jungfrau mit dem göttlichen Kinde auf einem reich 
verzierten gothischen Throne sitzend. Ueber ihr schwebt der hl. Geist, 
und zwei kleine Engel schlagen oben den Thronvorhang zurück. Zu 
den Seiten der Maria bemerkt man sechs andere Engel. Das Zeichen 
mit der Jahrzahl 146-7 ist oben in der Kante des Thrones. H. 5 Z. 
8L. Br. 4Z. i L. 
Bartsch beschreibt dieses köstliche, fast einzige Blatt l. c. p. 48 
nur nach Heinecke, weil er es nicht gesehen hatte. Frenzel gibt N0. 19' 
eine ausführliche Beschreibung, und sagt, es erinnere an Israel van 
Meckenen. W. Y. Ottley II. p. 602 zählt es ebenfalls auf. 
8) Maria im Begriffe, die Botschaft des Engels zu empfangen. Die 
heil. Jungfrau steht mit gefalteten Händen, und mit auf den Rücken 
und die Brust herabfallenden Haaren in ihrem Zimmer. Links im 
Hintergründe ist auf der Brüstung vor dem Fenster ein Hausaltarchen 
mit drei Figuren in Nischen, und auf dem kastenartigen Altargestühle 
bemerkt man einen Leuchter und eine Giesskanne. Auf einem Tuche 
liegt ein offenes Buch, und ein zweites geschlossenes Buch lehnt am 
Altärchen. Rechts im Grunde steht ein Wasserbecken auf dem Tische, 
und darüber bangt der Spülnapf am Hacken. Ein Büchergestell ruht 
als Aufsatz darüber. Das Bild erscheint in einer portalähnlichen Ein- 
fassung, und oben in den Ecken sind links und rechts die beiden ge- 
gebenen Wappenschildchen. In der Mitte des horizontalen Steingebälkes 
ist die Jabrzahl 1467 zwischen den Buchstaben ES. welche jenen 
in der fünften Reibe ähneln. H. 5 Z. 9 L. Br. 4 Z. 3 L. 
Bartsch kennt dieses Blatt nicht, Frenzel führt es l. c. S. 44 als 
"Heilige in einem Zimmer" mit Fragzeichen auf, da er keine andere 
Quelle hatte, als W. Y. Ottley II. p. 603 No.-3. Ausführlich beschreibt 
es F. von Bartsch, die Kupferstichsammlung der k. k. Hofbibliothek 
lll Wien S. 102. Der Verfasser sagt, das Zeichen sei stampillenartig 
aufgedruckt.  
9) Die hl. Jungfrau stehend in einem Zimmer. Mit der Bezeichnung 
  
        

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