Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1563792
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1713 
1716. 
1713. E. Peupin, Formschneider in Leipzig, lieferte Blatter für 
E folgendes Werk: "Volksmährchen der Deutschen, von J. A. Musäus. 
Herausgegeben von J. L. Klee. Mit Illustrationen den R. Jordan. 
L. Richter, G. Osterwald und A. Schrödtar. Leipzig 1811-2, gr. 8. Auf 
einigen Holzschnitten kommt das Monogramm vor, auf anderen stehen 
die Initialen E. P..  
1714. Eugene Modeste Edme Le Poittevin, Genre- und Marine- 
D maler, wurde 1806 zu Paris geboren, und von Hersent 
[i unterrichtet. Einer der ausgezeichnetsten Künstler seines 
 , 3) Landes, trat er in einer Zeit auf den Schauplatz, in 
welcher die Classiker mit den Romantikern im Streite waren. Le Poitte- 
viu's Bilder haben aber viele jener sogenannten classischen Produkte 
überlebt. Seine Werke tragen das Gepräge eines grossen Talentes, 
welches sich nach allen Richtungen bewegt. Er malte Scenen jeder 
Art, immer mit einem kühnen Griff in das Leben, in vollkommener 
Lösung der Aufgabe. Seine Genrebilder sind zahlreich, und einige 
darunter haben als Ereignisse der Zeit selbst einen historischen Cha- 
rakter, wie sein ergreifendes Gemälde des Unterganges des französischen 
Linienschitles „Le Vengeurz" Vieleandere Bilder sind von einer ge- 
müthlichen, theils auch humorischen Seite erfasst. Dazu kommen Land- 
schaften mitFigurenstaffage. Jagdstücke und besonders Marinen, welche 
zu den Hauptwerken des Künstlers gehören. Auf mehreren-Gemälden 
aus der früheren Zeit desselben kommt das erste Monogramm vor, 
doch theils auch kleiner und weniger regclmässig gezeichnet. Das 
zweite Zeichen findet man auf Aquarellen und Skizzen, doch wahr- 
scheinlich auch mit Variationen hinsichtlich der Lage. Auch der Cur- 
siven EP. bediente er sich zur Bezeichnung. Holzschnitte nach seinen 
Zeichnungen sind in: Contes de Boccacc. Traduction nouvelle par A. Barbier. 
Paris 164-5, roy. 8. Andere Holzschnitte nach seinen Zeichnungen 
findet man in: La noucelle fläloise, par .1. J. Rousseau. Paris 1846, 
gr. 8. Eine schöne Radirilng von H. Berthoud: Le Bon Papa, findet 
man in der Zeitschrift L'Artiste von 1842, qu fol. Ein zweites Blatt 
derselben Zeitschrift: Garde-Gutes, ist von Le Poittevin selbst radirt, 
und von I-I. Berthoud in Aquatinta vollendet, fol. Von zwei sehr 
grossen Schwarzkunstblattern, welche Gegenstücke bilden, ist das eine: 
l-Iivernnge dans les glaces, das andere: Naufrages attaquäs par des ours 
betitelt. Der Künstler befasste sich in seiner früheren Zeit auch mit 
der Lithographie. Wir haben folgendes Werk von ihm: Le parc de 
Versailles. Six Vues pittoresques, dessirtäes d' aprtäsitaturc et lithographiäes 
par E. Lepoittevin. Paris chez Rittner etc., fol. Auf einigen Blättern 
kommen die Oursiven E P. vor. 
 1715-. E. P. Leidecker oder Leidhccker, Zeichner und hilaler in 
Stuttgart, lieferte viele Zeichnungen zum Holzschnitte. Blätter 
a. dieser Art sind im deutschen Pitgcridurch die Welt. Kalender und 
Yolksbuch für alle Länder deutscher Zunge auf das Jahr 1843. Auf den 
meisten Holzschnitten steht der Name, nur auf der Titelvignettc obiges 
Zeichen. Es hat Aehnlichkeit mit jenem des Eugene Le Poittevin. 
1716. Unbekannter Meister, welcher der alten holländischen Schule 
angehört. Wir sahen eine Zeichnung mit diesen Initialen, 
8 p welche einen Ritter mit der Dame auf dem Spaziergange vor- 
stellt. Diese schöne Zeichnung-ist mit der Feder auf Naturpapier aus- 
geführt, gr. 8. In der Auffassung erinnert_s1c an die Richtung des 
Qnintin Messys, und wir werden uns wohl nicht sehr täuschen, wenn 
wir sie einem Schüler desselben zuschreiben, allenfalls dem Edwaert
        

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