Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1563668
1664 
1667. 
627 
1564- Ercole Lelli, Maler, Wachsbossirer, Kupferstecher und Me- 
E L dailleur, geb. zu Bologna 1702, gest. 1766. Zum Büchsen- 
' ' macher bestimmt, machte er im Zeichnen und Graviren 
E. L.  l solche Fortschritte, dass man ihm bald eine streng künst- 
lerische Richtung gab. Sein Hauptfach war aber die Anatomie. Er 
fertigte Wachspräparate zum Unterrichte, und für das Institut in Bo- 
logna eine anatomische Figur zu gleichem Zwecke. Eine zweite Statue 
dieser Art wurde selbst in auswärtigen Kunstschulen als Canon ange- 
nommen. Malpe II. p. 22 sagt, dass Lelli in Kupfer gestochene ana- 
tomische Abbildungen mit E. L. bezeichnet habe. Diess müssten nun 
die fünf radirten Kupfertafeln folgenden Werkes seyn: Anatomia estema 
del Corpo umano per uso de' Piltori e Scultori , delineata ed incisa da 
Ercole Lelli con la denomzione delle Parti tratta da" Manoscritti del me- 
desimo. S. l. et a., fol. E. Lelli stach auch Bildnisse, darunter jenes 
des Gio. Pietro Cavazzoni Zanotti, für dessen Storia delP Academia 
Clemenciha di Bologna 1739, 4. Auch einige historische Blätter, Thesen, 
Wappen, Cartouchen dzc. hatte er in Kupfer gestochen. Auf solchen 
Blättern sollen ebenfalls die Initialen des Namens vorkommen. Auch 
auf Medaillen findet man sie, wie Schlickeysen, Abkürzungen auf 
Münzen 8m. S. 98 behauptet. 
J665- E. Lens, Maler und Kupferstecher, fand oben unter dem 
E L fem-t Monogramme EL. N0. 1656 eine Stelle, und mit Bezug- 
   nahme auf dieselbe bemerken wir hier nur, dass man 
ihm ein Schabblatt mit dem Bildnisse der Herzogin de la Valliere zu- 
schreibe. Es soll EL. fecit bezeichnet seyn.  
1666. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge E L. zeichneten. 
E L Edward 1.06, Erzbischof von York, war unter König Heinrich 
  VIII. Aufseher derMünze. Auf Münzen dieses Königs deuten 
die Buchstaben E L. auf ihn, wie Schlickeysen S. 98 angibt. 
Girolamo Luoenti, Bildhauer und Medailleur in Rom um 1670 bis 
1677. Papst Clemens X. erhob ihn in den Ritterstand, und daher be- 
deuten die Buchstaben EL. auf Medaillen Eques Lucenti. Schön ist die 
Medaille mit dem Bildnisse dieses Papstes auf die Eröffnung der heil. 
Pforte 1675. Auf der Rückseite einer anderen Portraitmedaille des- 
selben ist die Fusswaschung des Herrn vorgestellt.  
Ercole Lelli, Wachsbossirer, Kupferstecher und Medailleur, geboren 
zu Bologna 1702, gest. 1766. Er soll nach Schlickeysen Münzen oder 
Medaillen mit E. L. bezeichnet haben. Wir haben ihm oben N0. 1664 
eine ausführliche Stelle eingeräumt. 
1667. Louis Elläöne Lami, Genre- und Schlachtenmaler, geb. zu 
E L Paris um 18 l, begann seine Studien unter Leitung des Baron 
E  Gros, und fand dann an Horace Vernet einen weiteren Lehrer, 
L welcher seine Vorliebe für die Schlachtenmalerei nährte. Man 
8  ündet bedeutende Bilder dieser Art, und zu den früheren ge- 
hört die Schlacht von Puerto Miravete in Spanien. In der Gallerie zu 
Versailles sind ebenfalls zwei seiner früheren Werke, die Schlacht von 
Hondschoote, und jene von Watignies 1793, gest. von Thomas und 
Aubem 1m Auftrage des Kaisers Napoleon III. malte er die Schlacht 
an der Alma, welche 1855" die Eposition universelle zierte. Viele kleine 
Schlachtbilder, Vorstellungen aus dem Mittelalter, Pferde und Jagd- 
stücke dm, sowie Aquarellen verschiedener Art gingen in den Privat- 
besitz über. Auf Zeichnungen und Holzschnitten nach solchen kommen 
die Initialen des Namens vor. Man muss aber einiigäw auf Rechnung
        

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