Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1563552
616 
EIR 
EIV. 
1638 
1641. 
1638. Jakob van Erdenborg, Maler und Zeichner, war um 1640 
bis 1650 thätig. Er malte historische Vorstellungen und Land- 
schaften mit mythologischer Staffage. Dann hinterliess der 
Künstler auch historische Zeichnungen, auf welchen das 
Monogramm vorkommt. Seinen Namen fanden wir auf einer 
Zeichnung in Kreide und Tusch, Welche den Satyr vorstellt, wie er 
einer Nymphe den Fuss verbindet. Diese Composition ist in der Weise 
des C. Poelenburg behandelt. 
1639. Unbekannter Zeichner, welcher gegen Ende des 17. Jahr- 
gyou hunderts in Leipzig thätig war. Er fertigte die Zeichnungen zu 
den Kupferstichen in Meier's von Perleberg Römerin Lesbia. 
Leipzig 1690. 8. Das Blatt mit obigem Zeichen stellt Oatullus und 
äunifishvor, vvlie sie  Walde einer; bäymphel der Dianahbegegnen. Uni 
eut ic ist ieses ono ramm au em B atte welc es Valeria au 
dem Scheiterhaufen vorstegllt. , 
1640. Veit Stoss, auch m, Fyt oder m Stvos, Stvosz und Stwosz, 
Bildhauer und Kupferstecher von Kra- 
kau  behauptet im Künstler-Lexicon 
XVII. S. 423 n. eine ausführliche 
r1-1 Stelle, und weitere urkundliche Be- 
E I T 8 A  8 lege brachten wir im Kunstblatt 1847 
N0. 30 bei, so dass in diesen beiden 
Artikeln alles gesagt ist, was man 
jetzt nach dem Stande der neueren 
Quellenforschung über diesen Künstler weiss. Die von dem Historien- 
maler Alexander Lesser in Warschau uns mitgetheilte Inschrift findet 
man an dem aus röthlichem Marmor gefertigten Monumente des Königs 
Kasimir Jagelon in der Cathedrale zu Krakau. Wir hatten indessen 
schon früher Kunde davon, die Lesart EIT erregte uns aber ein Be- 
denken, indem eher FIT oder VEIT zu vermuthen war. Dem ist nicht 
so, und somit möge man dem Artikel im Künstler-Lexicon eine Cor- 
rektur gehen. Das darüber stehende Handzeichen, dessen sich der 
Künstler auch einzeln bediente, woran Brulliot I. N0. 3270 zweifelte, 
kommt auch auf alten Kupferstichen zwischen den Buchstaben {S vor, 
und es spricht um so mehr für Veit Stoss, als man jetzt urkundlich 
weiss, dass der Künstler sich auch Fit und Fyt statt Veit genannt 
habe. Zur Zeit des A. v. Bartsch wurden diese Blätter einem Franz 
Stoss, dann auch einem Stolzius und Stoltzhirs zugeschrieben. Alle 
diese Namen sind aber aus der Luft gegrilfen. Unter f S werden wir 
darauf zurückkommen.  
1541. Engen Joseph Varboeckhoven, Landschafts- und Thiermaler, 
m, geb. zu Warneton in West-Flandern den 8. Juni 1799, gehort 
97'  zu den berühmtesten Künstlern seines Faches, und man kann 
ihn mit Recht den modernen P. Potter nennen. Wir haben ihm im 
Künstler-Lexicon XX. S. 80 einen ausführlichen Artikel gewidmet, und 
daher müssen wir uns hier kürzer fassen. Auch ein grosser Theil der 
von ihm radirten Blätter ist verzeichnet, so wie der von und nach 
Verboeckhoven lithographirten Vorstellungen. Ein Zart radirtes Blatt 
mit obigen Buchstaben stellt einen nach rechts gekehrten Rehbock in 
einer öden Gegend vor. Rechts unten: EJ V 1828. _Höhe_ 2 Z. 3 L. 
Breite 2 Z. 10 L. Auf einigen anderen Radirungen sind die Initialen 
des Namens verkehrt gekommen, und SOIäIIt ringt 1131er {Künstlefr imäef 
VJE eine zweite Stelle. Grösser sind iesß llß Sa 611 all it o- 
ra hirten Blättern unter dem Titel: Etudes de Paysages par E. Ver- 
äoegkltoven. 15 Blätter, theils mit EJY 1831, qu- fol.
        

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