Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1563489
1610 
1612. 
609 
Ehrenreich llannibal, geb. 1678, war in Hannover und in Claus- 
thal beschäftiget, und starb 1741. Wir kennen eine Medaille mit dem 
Bildnisse des Ohurfürsten Georg Ludwig von Hannover als Ober-Com- 
mandanten der Reichstruppen 1710. 
Engel Hartmann producirte von 1740- 1760 in Stockholm. 
1610- Elias lleinzelmann, Kupferstecher, geb. zu Augsburg 1640, 
gest. 1693. Schüler von Fr. Poilly in Paris, hinterliess er eine 
Eli-ß bedeutende Anzahl von Blättern, auf welchen aber meistens 
der Name vorkommt. Nur auf kleinen allegorischen Vorstellungen, 
dann auf Andachtsbildern stehen die Initialen. Darunter ist die halbe 
Fi r des hl. Hieronymus nach Andreas W011i, die sterbende hl. Barbara, 
Stggloseph mit der Lilie u. s. w. Letzteres Blatt steht vor dem Titel 
der Vita S. Josephs". Monachii 1678, 12. 
1611- Ernest Harzen, Zeichner, Radirer und Kunstforscher, geb. zu 
EI-Ifacggo Altona 1790, widmete sich in seiner Jugend der Kauf- 
(Öe  mannschaft, und war mehrere Jahre in Hamburg Courtier. 
-90 Ein Mann von umfassender Bildung, und von warmer 
Liebe zur Kunst beseelt, machte er aber auch Studien auf dem Ge- 
biete der letzteren, und wer seine Zeichnungen und radirten Blätter 
zur Ansicht bekommt, wird sie für Erzeugnisse eines geistreichen Künst- 
lers, nicht für Arbeiten eines jungen Mannes im heterogenen Geschäfts- 
drange hinnehmen. Ihm wurde aber später eine glückliche Musse zu 
Theil, welche ausgedehnte Reisen gestattete, auf welchen die Kunst 
und ihre Geschichte seine volle Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. 
Harzen ist seit Jahren zu den ausgezeichnetsten deutschen Kunstkennern 
zu zählen, und sein Urtheil wird allgemein als competent anerkannt. 
Auch als Kunstforscher kam er zu glücklichen Resultaten. Seine Ab- 
handlung über Andrea Meldolla genannt Schiavone, im deutschen Kunst- 
blatte 1853 N0. 37 H1, überhGerhard Horebout von Gent in Dr. Nnumanms 
und R. WeigePs Archiv für die zeichnenden Künste IV. S. 3 ff., über 
Pietro degli Franceschi in demselben Archiv II. S. 2311i u. s. w. liefern 
Beweise, wie viel auf dem Gebiete der Kunstgeschichte noch zu er- 
forschen ist. Wir verdanken diesem gelehrten Kenner ebenfalls zahl- 
reiche und interessante Beiträge, womit er nicht allein uns, sondern 
auch die Kunstfreunde zum Danke verpflichtet. Die geistreich radirten 
Blätter unsers Kunstfreurides erinnern theils an R. Roghman. 
1) Das Pastoralgebäude in Ottensen bei Altona von der Nordseite. 
Es steht links hinter Bäumen, und ein alter Geistlicher geht mit einem 
Frauenzimmer durch das Thor der Umzäunung nach demselben zu. 
Rechts sind andere Gebäude und Bäume. Im Rande: Vnd ich wandele 
frölich denn ich suche deine Befehle. Ps. CI.XX., 4. Hierauf folgt das 
erste Zeichen mit der Jahrzahl 4817. qu. 8. 
2) Kleine Landschaft mit einem Wasserfall in der. Mitte, links 
Felsen, und rechts Gebüsch bei Felsen. Links unten das zweite Zeichen, 12. 
3) Ansicht des Dorfes Moorkoten an der Elbe, Altona gegenüber. 
Es ist unter hohen Bäumen versteckt. Im ersten Drucke fehlt die 
Schrift, im zweiten steht oben in der Luft: Moorkoten, nach rechts: 
E. Harzen f., kl. qu. 4.  
1612. E. Eüuteu, Maler in Düsseldorf, ist seit etlichen Jahren 
8M durch lebensvolle Soldaten- und Reiterscenen bekannt. Er malte, 
 deren in Oel und Aquarell, und lieferte auch andere Zeichnungen 
zur Illustration. Auf solchen Blattern findet man die Initialen des 
Namens. Ein grösserer Holzschnitt, welcher Christian Ewald Kleist 
nach der Schlacht von Kunersdorf von Kosaken aufgefunden vorstellt, 
Mouogi-ammisten Bd. II. 39
        

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