Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1563454
606 
1602 
1604. 
1602. Unbekannter Knpferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
E14 des 16. Jahrhunderts lebte. Heller nennt ihn auch Formsehneider, 
.  und somit müsste er jener E. H. seyn, welcher den Holzschnitt 
von A. Dürer B. No. 56 copirt hat. Das gegebene Zeichen kommt 
nach Heller (Leben A. Dürefs II. S. 425; ebenfalls auf einer Copie 
nach A. Dürer vor, nämlich nach dem Kupfersticbe mit der hl. Jung- 
frau auf der Rasenbank, zu deren Füssen ein Ade sitzt, B. N0. 42. 
Heller scheint diese Copie nicht gesehen zu haben , da er kein Mass 
angibt, und auch die Seite nicht bemerkt. Das Original ist 7 Z. 1 L. 
hoch, und 4 Z. 6 L. breit. Nach Heller's Angabe im Monogrammen- 
Lexicon lebte der deutsche Kupferstecher und Formschneider E. H. 
um 1578. 
l6Ü3. Erasmus llornick, Zeichner und Kupferstecher, war um 
E_1' 1560 in Nürnberg thätig. Von seiner Existenz sprechen 
EI  nur Blätter mit Vasen und Schmucksachen, welche radirt 
und mit dem Stichcl vollendet sindi Auf mehreren Blättern findet man 
nach Bartsch das erste der gegebenen Zeichen, auf anderen stehen die 
Initialen E. II. Das zweite Mouogramm fügen wir nach Brulliot I. 
No. 1733 bei, welcher das erste übergeht. Auch ein aus EHF be- 
stehendes Monogramm kommt vor, welches ebenfalls auf Hornick ge- 
deutet wird. 
1) Eine Folge von 18 Blättern mit Vasen, jedes mit dem Mono- 
gramme oder den Initialen E II. Auf einem steht: Erasmus Homick F. 
Cum gra. Et Pri. 1565. Nurmberg. Das letztere Wort ist unter der 
Kreuzsehraffirung bedeckt. Auch die Buchstaben L. l). stehen auf 
diesem Blatte. H. 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 1 L. Auf diese Folge macht 
Bartsch IX. 11.499 aufmerksam, der Künstler hat aber noch mehr gestochen. 
2) Eine Folge von Blättern mit Ohrengehängen und anderen 
Schmucksachen. Dazu gehört ein Blatt mit einem reich verzierten 
Cartouehe, in welchem steht: QIDQID AGIS PRV  DENTER AGIS 
ET QVOD l TIBI FIERI NON VIS AL [ TRI NE FECERIS. j ANNO 
MDLXII. Alurmberge] Erasmus Homick F. Die Zahl der Blätter dieser 
Folge kennen wir nicht. Im Catalog Derschau ist ein Blatt mit zwei 
grossen Ohrengehängen angegeben , welches, wie der Cartouche, mit 
dem Monogramme bezeichnet ist. Es hat die Inschrift: Vigilate Horam. 
H. 4 Z. 4 L. Br. 5 Z. 1 L. 
3) Frenzel erwähnt im Catalog Sternberg 8 Blätter mit Mustern 
zu Nadeln, Agraffen und ähnlichen Dingen, welche von Goldschmieden 
gefertiget wurden. Nach seiner Angabe sind diese Blätter gut radirt, 
und mit einem dem ersten ähnlichen Zeichen versehen. Frenzel scheint 
sie aber nicht für Hornick in Anspruch nehmen zu wollen, da er in 
der Nadelarbeit einen Unterschied bemerkte. Er verglich damit wohl 
die Blätter der Folge mit Vasen, welche aber mit dem Stichel vollendet 
sind. Die Grösse der Radirungen mit Goldschmiedsmustern gibt er 
nicht genau an, sondern bestimmt nur qu. 8. Es frägt sich also, ob 
diese Blätter mit den oben erwähnten Musterblättern eine Folge bilden, 
oder ob sie eine dritte Suite ausmachen. 
Unter den Initialen E H. kommen wir auf diesen Meister zurück. 
1604. Emst Hasse, Zeichner und Maler, geb. zu Erfurt um 1819, 
86 lernte als Porzellanmaler von 1834-1835 bei einem Winkel- 
,ÜÖ maler, und erhielt in einer Concurrenz eine Anstellung 
an der. k. Porzellan-Fabrik in Stockholm. ging aber, darauf verzichtend, 
nach Dresden , wo er von 1837  1839 die Akademie besuchte, und 
zugleich den Privatunterricht des berühmten Ludwig Richter genoss.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.