Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1563217
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1529 
1531. 
1529- Ellgäne Delacroix, Historien- und Genremaler, geboren zu 
Ü Charenton-Saint-Maurice (Seine) 1798, gest. zu Paris 1856. 
g Schüler von Guerin, und einer der begabtesten Meister der 
romantischen Richtung der neueren französischen Schule, wurde er 
viele Jahre ebenso sehr bewundert, als herabgewürdiget. Die allgemeine 
Kunstausstellung von 1855 versöhnte endlich die Gemüther. Die damals 
vereinigten Bilder des Künstlers waren von 1822 an der Gegenstand 
leidenschaftlicher Angriffe. Bei der späten Revue von 1855 fand man 
sie alle schön, und der so oft geschmähte Meister erndtete jetzt ein- 
stimmiges Lob. Mit dieser allgemeinen Acclamation empfingen ihn aber 
nur die modernen Pariser; strengere, namentlich ausländische Kunst- 
richter, nahmen nicht alles für Gold, aber auch diese erkannten in 
Delacroix ein ungewöhnliches Talent. Wir haben 1836 im Künstler- 
Lexicon III. S. 314 einige streitende Partheien ins Verhör genommen, 
und um den Umschlag kennen zu lernen, welcher in neuester Zeit in 
Frankreich stattfand, verweisen wir auf Th. Gautier: Les Beaux-Arts 
en Europe 1055 I. p. 166. In diesem Werke sind die Gemälde der 
Exposition universelle beurtheilt, d. h. vom französischen Standpunkte 
aus. Noch geistreicher ist die Critik von Gustave Planche: Etudes sur 
les Arte. Paris 1055, 8. Auch folgendes Werk ist von Interesse: La 
peimure contemporaine en Fmnce. Par Anatole de la Forge. Paris 1856, 8. 
In diesem Buche behauptet Delacroix einen ausführlichen Abschnitt, 
so wie in folgendem: Histoire des Artistes vivants. Etudes d' apres natura 
par Theophile Silvestre. Paris 1856. Mit dem Portraite. 
Das gegebene Zeichen, welches uns von zweiter Hand mitgetheilt 
wurde, wird auf Gemälden des Künstlers nicht vorkommen. Man findet 
es wohl auf Radirungen und Lithographien desselben. Unter letzteren 
erwähnen wir jene zu: Faust, Trugädie de Goethe. Tradduit par A. Stapfer 
et omee d' un portrait de l' auteur et de 17 Daseins eazecutös sur pierre 
par E. Delacroizo. Paris 1828, fol. In Deutschland hatte sich der 
Künstler mit diesen Compositionen nicht empfohlen, und auch Goethe 
konnte sie nur als Compliment hinnehmen. Original-Lithographien sind 
auch in: Galerie Durand-Ruel. Spoicimens les plus brilliants de l' ecole 
moderne. 2 Tomes. Paris 1811-5, fol. Eigenhändige Lithographien und 
Radirungen findet man ferner in: Les Arlistes contemporains. Paris 1843, 
gr. fol., und in: Les Peintres vioants. Texte par Th. Gauiier, A Ilous- 
saye et P. Mantz. 2 Series, d 50 Planclies. Paris 1852, gr. fol. C. Saint- 
Marcel radirte 1843 nach seiner Zeichnung den das Pferd überfallenden 
Tiger, qu. fol. Radirt und in Aquatinta behandelt ist ein schönes 
Blattvon A. Masson, welches einen ruhenden Löwen vorstellt, wie er 
die Schlange erdrückt, 1846, qu. fol.  
1530- Edme Oharpy. Kupferstecher, war um 1600-1620 in Paris 
E C thätig. Man findet mehrere Blätter von seiner Hand, welche 
' in der Weise der Wierx behandelt sind. Ein solches stellt die 
Madonna mit dem Kinde in einer Engelglorie vor. T. de Leu eweudu 8. 
Für denselben Verlag stach er mit Elias van den Bosche eine Folge 
von sechs Blättern, welche die Schöpfungstage zum Gegenstande haben. 
M. de Vos inv. Thomas de Ley eaea, kl. qu. 4. Den Namen des Künstlers, 
oder die Initialen EC. findet man nach Brulliot II. lNlo. 681 auf radirten 
Blättern nach J. Stradanus, welche die zwölf römischen Kaiser vor- 
stellen, dann auf einer Folge von sieben Radirungen mit Engeln, unter 
dem Titel: Remede contre les vices. Le Clerc exa, 3- 
1531. Der unbekannte Meister, welcher durch diese Buchstaben 
seinen Namen andeutete, scheint zur Zunft der alten deutschen 
3 3.13311 Goldschmiede zu gehören, und er ist wahrscheinlich mit
        

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