Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1563079
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1496. 
dass sie nicht-alle von E. AltdorEeNs eigener Hand herrühren können. 
Das Hauptwerk des Künstlers bilden die Holzschnitte der Lübecker 
Prachtbibel: De Biblie- uth der uthlegginge Doctoris Martini Luthers yn 
dylh düdesche vl-itich ulhgesletlet.  Inn der- Keyserliken Stadt Lübeck by 
Ludowich Dielz gedruckct 1533. Am Schlusse: Dyt lölflylte werk, ys 
also, Godt Almechtig tho love und eeren, Na Christi unses Heren gebort, 
ym Dusend vyfhundert unde veer unde dörtigcstcn yare (1,534) by Ludo- 
wich Dyetz, dorch den druck vullendct. am, fol. 
Nur auf zwei Blättern kommt das erste Zeichen vor , die 
übrigen Holzschnitte sind unbezeichnet. Jene des alten Testaments 
sind von verschiedener Grösse. H. 4 Z. 8 L. bis 5 Z. 4 L. Br. 5Z. 
7  9 L. Andere sind 5 Z. 8 L. hoch und 4 Z. 10 L. breit. Die 
Holzschnitte des neuen Testaments haben eine Höhe von 5 Z., und 
eine Breite von 4 Z. 4 L. Die Stöcke waren Eigenthum des Buch- 
drnckers Ludwig Dietz. Er benutzte sie auch für das neue Testament 
von 1539-1540, und für die dänische Bibel von 1550. Vgl. Wiech- 
mann-Kadow S. 19 No. 8. 
Das erste Zeichen findet man auch auf einem Formschnittwerke 
in drei Blättern, welches ein grosses Turnier vorstellt. Das Mono- 
gramm steht in der Mitte auf einer kleinen Tafel, und rechts auf dem 
äussersten Blatte die Jahrzahl 1513. Jedes Blatt ist 8 Z. 5 L. hoch, 
und 11 Z. 3 L. breit.  S. 17 N0. 1. 
Wiechmann-Kadow beschreibt noch mehrere andere Holzschnitte, 
deren in Rostocker und Lübecker Druckwerken vorkommen. Auf 
keinem derselben iindet man aber das Monogramm des Meisters. Das 
ersteder gegebenen Zeichen kommt bereits im Anhange zu den Mono- 
grammisten No. 2523 vor, da nicht Jeder EA lesen wird. Ohne 
Kenntniss des Namens wird man A vermuthen, und wir haben dess- 
wegen im Anhange das Zeichen unter A eingeschaltet. Vgl. auch den 
Artikel Bd. I. No. 2523. Das zweite Zeichen kann man auch für BA 
nehmen, und daher haben wir es Bd. I. No. 1652 bereits gebracht. 
Ein dem ersten ähnliches , nur feiner gehaltenes Zeichen haben 
wir im ersten Bande No. 46 gegeben. Es steht auf einer radirten 
Landschaft im Style des Albrecht Altdorfer, welche auch diesem Meister 
zugeschrieben wird. Das Blatt weicht aber von den übrigen Stichen 
"des Letzteren doch wieder wesentlich ab, und somit könnte es von 
Erhard Altdorffer herrühren, da sich Albrecht Altdorfer eines anderen 
Zeichens bediente, und nur dieses einzige Blatt ein abweichendes Mono- 
gramm hat. Ueber ein anderes Blatt, welches ihm muthmasslich zu- 
geschrieben werden kann, siehe unten EA mit der Jahrzahl 1506 
No. 1498.   
1496- EneaVico soll nach Christ, Monogr. -Erkl. S. 86, durch 
 dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Der ge- 
nannte Schriftsteller behauptet, dass man es auf Kupfer. 
stichen nach Rafael finde, nennt aber kein Blatt dem In- 
halte nach. Das gewöhnliche Monogramm desjE. Vieo 
haben wir Bd. I. N0. 509 gegeben, das obige Zeichen weicht aber 
gänzlich davon ab. "Wenn es daher auf Kupferstichenjorkommen 
sollte, so muss ein anderer Meister dafür eintreten. Brul11otI.No.285 
ist geneigt, das Monogramm als Erfindung zu betrachten. Auch- wir 
haben keinen Grund, die Angabe des Professors Christ für ein Evan- 
gelium zu halten. Ein genaues Facsi-mile ist nicht zu vermuthen, und 
sokönnte vielleicht ein ungewöhnliches, aus E TF bestehendes" Mono- 
gramm des Antonio Tempesta verstümmelt gegeben seyn.
        

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