Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562865
DVH-DVL. 
1438 
1440. 
547 
Die vier Blinden, welche inAdie "Grube fallen. B. No.._15. Höhe 
    v. 
 Die Mahlzeit der Bettler in der Scheune. _B. N0. 16. H.'2 Z. 
4L.Br.3Z.5L.  
Die Bettler im Streite. B. N0. 17. H." 2 Z. 4 L. Br. 3_Z. 5 L. 
Diese drei Blätter bilden in der Folge des D V H. N0. "2, 6 u. 7. 
1438. Daniel van Heil und D. van Heeck, beide Landschaftsmaler, 
 zeichneten zuweilen D. v. H., es muss aber dem Kenner 
  überlassen bleiben, dem einen oder dem anderen dieser 
9' fvjc Künstler seinen Antheil zu sichern. Daniel Vvan Heil 
   wurde 1604 zu Brüssel geboren, und malte nur in 
seiner früheren Zeit Landschaften. Brulliot II. N0. 659 sagt, dass in 
der Gallerie zu Brüssel eine mit D. V. H. bezeichnete" Winterlandschaft 
ihm zugeschrieben werde. Die ersten der gegebenenlnitialen stehen 
nach der Mittheilung eines unserer Kunstfreunde auf einer Landschaft, 
in welcher eine Brücke vorkommt. Der Meister gehört der hollän- 
dischen Schule des 17. Jahrhunderts an, und daher mag das Bild von 
D. van Heil herrühren. Dieser Künstler entwickelte aber noch grössere 
Meisterschaft in Darstellung nächtlicher Feuersbrünste , worin er den 
Egbert van der Poel noch übertriiit, welcher bekanntlich Meister in 
solchen tumultuösen Brandgeschichten ist. D. v. Heil starb 1662, und 
nicht viel jünger ist der ausserdem unbekannte D. van Heeck. Dieser 
Künstler malte Landschaften mit Figuren, Ansichten von Städten und 
"anderen Ortschaften, meist mit zahlreicher Staffage. 
_D. van Heeck hatte sich in Italien umgesehen, aber nur sehr 
selten findet man ein Gemälde mit D. v. H., oder dem Namen des 
Künstlers. 
1439. Unbekamliltir Ifiupferstegher, hvgelelheirbin derdersteln Iäälfte 
des 16. Ja r un erts in eutsc an e te, un wa rsc ein- 
D V 1' lieh zur Classe der Goldschmiede gehört. Man findet einen 
Metallschnitt, welcher in einer Rundung von 2 Zoll Durchmesser dle 
Dürefsche Madonna mit dem Affen B. N0. 42 vorstellt. Sie sitzt auf 
einer Rasenbank am Ufer eines Flusses, legt die rechte Hand auf das 
Buch, und unterstützt mit der anderen Hand das Kind , welches mit 
einem Vogel spielt. Rechts vorn zu den Füsseu der hl. Maria bemerkt 
man den Affen, und in der Mitte unten stehen die Buchstaben D VI. 
"Im lllachwerk erinnert dieses Blatt an die Copie des Wenzel von 
Olmütz nach A. Dürer, B. N0. 21. Ob unter den Initialen D VI. der 
Kupferstecher zu verstehen sei, wagen wir nicht zu bestimmen. Man 
könnte allenfalls auch Diva Virgo oder M D VI lesen. Da Wenzel von 
Olmütz Dürer's Blatt copirt hat, so muss es jedenfalls aus der Zeit 
vor 1506 stammen. 
I44Ü. Leonardo da Vinci soll nach Brulliot I. N0. 1640" der 
Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es auf einem Ge- 
mälde mit der hl. Familie, welches im Hause Salvatori zu 
Mori bei Roveredo aufbewahrt wird-. Ueber die Zeit der 
Entstehung dieses Bildes schweigt Brulliot, und bemerkt 
nur im Allgemeinen, dass ihm nie ein Gemälde des Leonardo mit diesem 
Zeichen vorgekommen sei. Auch Herr Direktor Passavant versichert 
uns, dass er nie ein Gemälde des genannten Meisters mit einem solchen 
Monogrgmme gefunden habe. Es steht aber auf einer Zeichnung des 
Malers L o u i s D a v i d" v o n L u g a n o. Dieses Blatt stellt einen 
 3541
        

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