Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562858
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DVH. 
1437. 
i) Die Anbetung der Hirten. Maria, in halber Figuxgbefindet sich 
rechts bei der Krippe, in welcher das Kind schläft. Die Mutterhat 
die rechte Hand als Stütze unter dessen Kopf gelegt, und einen Theil 
des Gewandes über den Neugebornen geworfen. Zu Häupten kniet ein 
Hirt, und ein anderer mit dem Stabe tritt zur Krippe heran, Hinter 
Maria sieht man Joseph, und in dessen-Nähe wird ein Theil des 
Ochsenkopfes sichtbar; Unten an der Krippeist das erste Zeichen. 
Rund, Durchmesser 3 Z. 10 L.  
2) Der leidende Heiland von Soldaten umgeben, in halben Figuren. 
Unten steht: Idjuro vos filiae Jerusalem etc. Mit dem zweiten Zeichen, 
qu. 8. Dieses Blatt erwähnt Brulliot I. N0. 1597 als Holzschnitt eines 
italienischen Meisters gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Es handelt 
sich aber um eine Radirung, welche wohl von" derselben.Hand herrührt, 
welche die Anbetung der Hirten gestochen hat. Im Catalog Blücher 
III. N0. 1513 wird ebenfalls ein Blatt mit dem leidenden Heilende 
(Ecce homo) genannt, hinter welchem ein Jude mit einer spitzigen 
Haube steht. Die Figuren sind nur im halben Leibe gegeben, und 
oben rechts sollen die Buchstaben D. v. H. stehen, qu. 8. Diess ist 
wahrscheinlich das oben erwähnte radirte Blatt. Der Verfasser des 
Blücherlschen Cataloges schreibt es dem Lnkas Dameetz zu, dem 
Sohne der Tochter des Lukas van Leyden. C. van Mander nennt ihn 
Lukas Damissen oder Dammasz, den Bruder des Malers Jan van Hoey 
oder 'Ho0y, und somit könnte man aus dem Monogramme Dammasz 
van Hoey herauslesen. Wir bemerken indessen nur, dass dieser 
Künstler 1604 im 71. Jahre gestorben ist.  
3) Loth mit seinen Töchtern in einer Höhle. Mit dem zwei- 
ten Zeichen, und in der Manier des obigen Blattes mit dem 
Ecce homo , 4.  
1437- Dirk van lloogstraaten, oder ein unbekannter Kupfer- 
D V H stecher, welcher um 1613 in Holland thätig war, und 
 durch Copien nach Blättern jenes Meisters bekannt ist, 
H VCLÜ welcher con. MET. zeichnete. Man identificirt jetzt 
diesen Künstler mit Cornelis Matsys, was wir unter der Abbreviatur 
Cor. Met. N0. 498 in Zweifel gezogen haben. Der Copist D VH. ist 
wahrscheinlich Eine Person mit Dirk van Hoogstraaten, welcher gegen 
1594 in Dortrecht geboren wurde. Dieser Künstler war Maler und 
Goldschmied, und befasste sich als solcher schon früh mit der Gravir- 
kunst. Seine in Kupfer gestochenen Blätter gehören zn den Selten- 
heiten. Wir kennen das Bildniss des Predigers J. Pecius von 
Dortrecht, fol.   
 Die Blätter des Meisters OOR. MET. beschreibt Bartsch IX. 
p. 90 H. Unter diesen ist eine Folge von 12 Blättern, welche hin- 
kende und verkrüppelte Tänzer als Bettler vorstellen, je zwei auf 
einem Blatte, Mann und Weib. Bartsch beschreibt die Originalstiche 
von N0. 3  14. Die mit D VH. bezeichneten Copien sind von der 
Gegenseite, und es kommen zwei Vorstellungen auf einem Blatte vor, 
so dass die tanzenden Bettler in den Copien eine Folge von sechs 
nummerirten Blättern bilden. Es wurde ein Titel dazu gegeben mit 
der Schrift in einem von mehreren Bettlern umgebenen Cartonche: 
Anno 1613,  Den Bedel Sao   Bedelaers vlage. Höhe 2 Z. 3 L. 
Breite 3 Z. 4 L. Die übrigen Vorstellungen sind inder Grösse der 
Originale. H. 1 Z. 7 L. Br. 2 Z. 1  2 L.  
An diese Folge reihen sich drei andere Copien nach Cqr. Mein, 
welche ebenfalls Bettler vorstellen, und mit D VH. bezeichnet sind.
        

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