Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562806
DVB. 
1417-1421. 
541 
sich die Zahl derselben auf 22 belaufe. Wir kennen nur zwei ächte 
Blätter, welche mit dem Monogramme bezeichnet sind. Auf Stichen 
nach diesem Meister stehen die Initialen I) VB. 
 1) Eine Bettlerin mit zwei Kindern. Sie steht rechts mit einem 
Korbc, und ein Kind auf dem rechten Arme tragend. Links läuft ein 
Knabe neben her, indem er sich an dem Bande hält, welches das 
Weib um den Leib befestiget hat. Links erhebt sich auch ein Baum, 
dessen Aeste bis an den Rand, und nach rechts hineinreichen. Im 
Hintcrgrunde bemerkt man ein Dorf, und einen Mann mit dem Stocke 
auf der Achsel, welcher mit dein Weibe in der Thüröffnung spricht. 
Unten rechts ist das Zeichen, und am Steine gegen links steht die 
Jahrzahl 1604. H. 4 Z. 5 L. B1". 2 Z. 9 L. 
2) Der Knabe, welcher auf dem Baume ein Vogelnest ausnimmt. 
Zwei Bauern beobachten ihn aufmerksam, während ein anderer Knabe 
dem einen der Männer die Tasche leert. Rechts sitzt am Fusse des 
Baumes ein Weib mit dem Säugling an der Brust, und daneben spielt 
ein Knabe mit dem Hunde. Unten links auf einem Bande: Die den 
nest weet die weihen, maer die hem roofz die heeften. Dann folgt das 
Zeichen des Künstlers, und rechts daneben steht 1606; H. 9 Z. 7 L. 
Br. 12 Z. 10 L. 
1417. llendrick van der Boreht, welcher im ersten Bande N0. 412 
m eine Stelle behauptet, soll Kupferstiche mit diesem Monogramine 
bezeichnet haben. Es lebten zwei Künstler dieses Namens. 
1418. Unbekannter Knpferstecher oder Goldschmied; welcher in 
Deutschland thätig war. Sein Zeichen findet man rechts 
Dxäß  oben auf einem mittelmässigen Blatte, welches die Fortuna 
vorstellt, in Copie nachZH. S. IBeham, dessen Monogramm links oben 
steht. H. 3 Z. Br.1 .10  
Auf dieses Blatt macht Brulliot I. N0. 878 aufmerksam. 
1419. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte 
w des 16. Jahrhunderts in Holland lebte, und vielleicht einem 
D geistlichen Institute angehörte. Auf der Bibliothek in Lüttich 
ist eine ganze Reihe von Handschriften, welche aus dem Kloster 
St. Trudo stammen, und in vielen sind Kupferstiche eingeklebt, deren 
ausserdem nur höchst selten, oder gar nicht vorkommen. Ueber ein 
Blatt mit dem obigen Zeichen haben wir durch Herrn Direktor Passa- 
vant Kunde. Es stellt die heil. Cathariiia vor, und einen zu ihren 
Füssen liegenden König. Oben in der Architektur ist ein Medaillen, 
in welchem die Enthauptung der Heiligen vorgestellt ist. Unten rechts 
bemerkt man das Monogramm. 
1420. D. van Banhoorst, auch Bonhoort und Banhoorst, 
gehört zu denjenigen holländischen Malern, deren Namen 
D;Xß die Kunstgeschichte nicht eingetragen hat. Er malte um 
1630-1640 Portraite und Genrebilder. Das Monogramin 
g ß allein kommt selten vor, doch sind auch die Gemälde mit 
' dem damit verbundenen Namen leicht gezählt. 
1421. Daniel van Bremden, Zeichner und Kupferstecher, war um 
 1630-50 in Haag tliätig. Er lieferte mehrere Blätter zur 
(ä Illustration der Werke des Malers Adrian van der Venne, 
m? g deren wir im Künstler-Lexicon erwähnt haben. Dann findet 
 man auch gildnisse nach Zleichnungien Äon hollläntäirschen 
Meistern. arniiter is auc Jenes es  van er enne. 
Auf einigen Blättern dieses Meisters kommen die gegebenen Mono- 
gramme vor.
        

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