Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562731
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DTF. 
1401. 
Die getrennten Buchstaben ündet man auf dem Bildnisse des 
Papstes Gregor XIII. nach Passarotti, B. No. 7 , auf dem Blatte mit 
der büssenden Magdalena nach Tizian , B. N0. 5, auf jenem mit der 
allegorischen Gestalt des Friedens und einem gefesselten Krieger, 
B. N0. 6, und auf einem solchen mit -der Ruhe der hl. Familie im 
Palmenhaine, B. N0. 1. Bartsch behauptet, dass letzteres Blatt nur 
im zweiten, retouchirten Abdrucke das Künstlerzeichen trage, er über- 
sah aber, dass unten rechts der Name Augus. Car. stehe. Es ist also 
Agostino Carracci mit im Spiele, welcher wahrscheinlich die Platte 
vollendete. Wenn daher ein Exemplar ohne Monogramm, und ohne 
Namen vorkommt, so handelt es sich wohl nur um einen Probedruck. 
Die Abdrücke mit dem Monogramme und der Abbreviatur des Namens 
haben nicht das Gepräge einer späteren Retouche, sondern zeigen an 
verschiedenen Stellen die geistreiche und kühne Nachhülfe des A. Car- 
racci. Alle genannten Blätter sind in Folioformat. 
Die grosse Ansicht des herzoglichen Palastes in Ferrara, welche 
nach Bartsch No. 9 auf z'wei Platten gestochen seyn soll, besteht aus 
drei Bogen. Die rechts hin gehörige Abtheilung kannte der erwähnte 
Schriftsteller nicht. Die Grösse des Ganzen: Höhe 19 Z. 6 L. 
Br. 38 Z. 10 L. 
1401. David Teniers und 171'081 van Terlee sind oben unter dem 
Monogramm DT N0. 1392 bereits eingeführt, und unter 
 Bezugnahme auf jenen Artikel bemerken wir daher nur, 
F dass Brulliot und andere Schriftsteller das erste der ge- 
E   gebenen Zeichen auf Gemälden des D. Teniers vorgefunden 
haben wollen. Es ist diess wenigstens von einem Gemälde im Museum 
zu Amsterdam zu vermuthen, nach welchem das unter N0. 5 beschrie- 
bene Blatt radirt ist. Wir kennen indessen kein Bild mit diesem, 
oder einem ähnlichen Monogramme, sondern nur radirte Blätter, welche 
fast alle dem D. Teniers jun. zugeschrieben werden, was wohl nicht 
der Fall ist. Die Richtung der genannten Meister haben wir unter 
dem Monogramm D T. l. c. bezeichnet, wie nämlich die beiden Teniers 
mehr jener des A. Brouwer und P. P. Rubens huldigten, und Drost 
van Terlee dem Rembrandt nachahmte. Auf diesen Grund hin schrei- 
ben wir das erste Blatt dem D. van Terlee zu, da. sich darin die 
Rembrandüsche Manier entschieden kund gibt. 
i) Halbe Figur eines Mannes mit langem und breitem Barte, wie 
er die beiden Hände in die Aermel seines mit Pelz ausgeschlagenen 
Rockes steckt. Er trägt ein schwarzes Barret, und an seiner Brust 
hängt eine Medaillean der Kette. In der Mauer des Grundes ist 
rechts eine Nische, in welcher die Sanduhr neben einem runden Ge- 
fässe steht. An der Brüstung unter der Nische bemerkt man das 
untere Zeichen. H. 6 Z. 3 L. Br. 4 Z.   
Dieses schöne und seltene Blatt ist in Rembrandts Weise be- 
handelt, oder stimmt vielleicht noch mehr mit den reinen Radirungen 
des J. Lievens, welcher derselben Richtung huldigte. Es wird ge- 
wöhnlich dem D. Teniers jun. zugeschrieben. 
2) Der Angler, nach rechts gehend. Unten das aus DT bestehende 
Monogramm mit F., schmal 12. 
Dieses seltene Blättchen weicht von dem obigen ab, 11m1 ist von 
keinem Nachahmer Rembrandtls. Man schreibt es dem D. Teniers zu, 
ohne Angabe, 0b es von dem _älteren, oder dem jüngeren Meister 
dieses Namens herrühre. 
3) Brustbild eines alten bärtigen Bauers mit der Mütze, in Proiil 
gegen rechts. Oben links das Monogramm D T. F., 8. 
        

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