Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562626
welcher 1655 als Bischof von Breslau starb. Die Blüthezeit des Portrait: 
malers D. Schulze fällt demnach um 11630-1665, und es fragt sich, 
ob er noch gegen 1686 gelebt hat. Um 1680, oder auch etwas früher, 
scheint aber D. Schültz seine Blätter radirt zu haben. Wir halten 
uns nämlich an diesen Namen, welcher auf dem schönen und seltenen 
Blatte steht, in welchem der Künstler die Fabel von dem entfiederten 
Pfau behandelte. Die Beschreibung gaben wir im Künstler-Lexicon 
XVI. S. 59 N0. 1. Links unten im Rande steht: D. Schünz f. Höhe 
10 Z. 9d L. und 3 L. Rand, Breite 7 Z. 8 L. Wir haben in dem be- 
zeichneten Werke auch auf die schöne originalseitige Oopie aufmerksam 
gemacht, doch sind die Kennzeichen nicht genau angegeben. In der 
Copie sind die Berge und Wolken starker angedeutet, indem alle 
Schatten von schwärzerem Tone sind, als im Original. In letzterem 
erscheinen sie heller und durchsichtiger, indem die Nadelarbeit leichter 
gehalten ist. Im Original reichen die zwei Blätter der links unten 
stehenden Pflanzen in den Plattenrand hinein, in der Oopie erreichen 
sie ihn nicht, Auch ist letztere nur 7 Z. 5 L. breit. 
Das Blatt mit dem gegebenen Zeichen zeigt eine Gruppe von drei 
Hühnern auf einem Erdhaufen neben der im Mittelgrunde bis-an das 
Dach sichtbaren Hütte. Links sind zwei Enten im Wasser und rechts 
steht eine Truthenne. Weiter zurück bemerkt man einen Hahn mit 
drei Hühnern. Das Monogramm zeigt sich an einem Balken der Hütte. 
H. 4 Z. 5 L. Br. 8 Z. 1 L. Heinecke schreibt dieses Blatt dem 
B. Castiglione zu, und betitelt es: La Menagerie de poules de coqs 
d' Inde et de canards. 
Ein drittes Blatt dieses Meisters, das grösste von allen, führt in 
einen Hühnerhof, wo der lauernde Kater die geflügelten Bewohner in 
Allarm versetzt. Dieses Blatt ist im Künstler-Lexicon No. 3 beschrieben. 
Es ist ohne Zeichen und Namen. H. 7 Z. 5 L. Br. 12 Z. 4 L. 
1357. Unbekannter Knpfersteoher, welcher zu Anfang des 17. Jahr- 
 hunderts in Holland thätig war. Brulliot, App. I. N0. 202, 
 kennt ein Blatt mit diesem Zeichen , welches nach Matthaeus 
Cap. 22 den König vorstellt, wie er den Mann ohne hochzeitliches 
Kleid ergreifen lässt. Wie das Monogramm, so ist auch die Inschrift 
verkehrt: Wien: pom mit is bestcet etc. Rund, Durchmesser 3 Z. 2 L., 
mit der Umfassungslinie.  
Die Platte scheint ursprünglich nicht zum Abdrucke bestimmt ge- 
wesen zu seyn, da die Schrift nicht verkehrt eingestochen ist. 
1358. Unbekannter Metallschneider, welcher zu Anfang des 
16. Jahrhunderts, oder noch früher thätig war, ist oben 
D S unter dem Monogramme DS. No. 1355 bereits eingeführt, 
l und daher bemerken wir hier nur, dass sich die gegebenen 
Initialen auf einem Blatte finden, welches den leidenden Heiland in 
einer Nische stehend vdrstellt. Mit der Dornenkrone auf dem von 
einer strahlenden Am-eole umgebenen Haupte, ist er fast von vorn ge- 
sehen. Aus der Herzwunde fliesst Blut, und darnach deutet er mit 
den beiden erhobenen Händen. Links oben über der Nische kniet 
Maria mit der Krone auf dem Haupte, und gegenüber segnet Gott 
Vater den Akt der Empfängniss, während der hl. Geist über der heil. 
Jungfrau schwebt. Rechts in der Nische hängt ein Wappenschild, in 
welchem die Passionswerkzeuge angebracht sind. Rechts unten an der 
Basis der Mauer bemerkt man die Initialen DS. Höhe 12 Z. 5 L. 
Breite 4 z_ 11 1„ Das Gegenstück zu diesem sehr seltenen Blatte 
haben wir unter dem Monogramme 1D S. 1. c. erwähnt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.