Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562619
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1362 
1366. 
Der Zeichner deutete durch ein aus H11 bestehendes Monogramm 
seinen Namen an. Wir erkennen darunter den Maler H. Raidel, wel- 
cher sich längere Zeit in Italien aufhielt, und um 1650 in Augsburg 
Ruf genoss. Wenn dieses der Fall ist, dann kann D. Savoye die er- 
wähnten Blätter nicht gestochen haben, da er erst 1644 geboren wurde. 
Sie stimmen auch nicht mit den anerkannten Arbeiten desselben. Die 
erwähnten Stiche bilden eine Folge von 12 Blättern mit militärischen 
Figuren, welche wahrscheinlich von einem deutschen Meister herrühren. 
1362- Daniel Stumpfoi, Münzmeister, stand von 1573  1579 in 
Diensten des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt, und auf Ge- 
w prägen desselben kommt das Monogramni vor. Von 1579-1585 
lebte Stumpfel als Münzmeister in Halle. 
1361i Dominicus Dassier, der Vater des berühmten Jean Dassier, 
151 zeichnete auf solche Weise einige Müiizgeprägc. Man findet 
 neben anderen das Monogramm auf einem Genfer Thaler 
von 1641. 
1364. Daniel Seghers, Blumenmaler, geb. zu Antwerpen 1590, 
gest. den 2. November 1660. Schüler von Jan 
 Breughel, und 1611 bereits Mitglied der Con- 
Ä frateriiität des hl. Lukas zu Antwerpen, trat er 
 [I3- 1614 zu Mecheln in den Jesuiten-Orden, hörte 
aber nie auf, durch seine lieblichen Kinder der Flora die Aussenwelt 
zu bezaubern. Der Jesuit von Antwerpen war der Freund des be- 
rühmten Rubens und des Cornel Schut, welche öfter die figürlichen 
Bilder malten, welche er mit Blumenkränzen umgab. Auf einigen Ge- 
mälden steht das Monogramni des Meisters, auf anderen zeichnete er 
D. S. In der k. Gallerie zu Dresden ist ein meisterhaftes Blumen- 
stück mit der obigen Bezeichnung. 
1365. Unbekannter Kupferstechcr, welcher um 1570 thätig war. 
Sein Zeichen gibt Heller im Moiiogin-Lexicon S. 111, aber ohne 
E. irgend ein Blatt namhaft zu machen. Briilliot kennt ihn nicht, 
und auch wir haben nie einen Kupferstich mit diesem Monogramme 
gesehen. Es dürfte indessen nicht erfunden seyn.  
1356. Daniel Schültz oder Schultz, Maler und Radirer von Danzig, 
wurde zuerst von Füssly sen. nach einer ihm mitgetheilten 
Elf handschriftlichen Notiz eingeführt, und nach dieser malte der 
Künstler Bildnisse, historische Vorstellungen und Thiere , Alles mit 
grosser Vollkommenheit. Gewiss ist, dass ein Daniel oderGeorg Daniel 
Schultz oder Schulze Bildnisse polnischer Könige und Fürsten , dann 
solche von Breslauer Rathsherren u. s. w. gemalt habe. J. Falk, 
Ph. Kilian, P. Lombard und W. Hondius haben solche Portraite ge- 
stochen, es steht aber noch immerhin in Frage, ob die Vorbilder von 
dem Träger des gegebenen Monogramms herrühren. Man _weiss nur, 
dass er D. Schültz heisse, da dieser Name auf einem radirten Blatte 
steht, welches von demselben Meister herrührt, der ein anderes Blatt 
mit dem obigen Zeichen versah. Dieser D. Schültz nimmt als Thier- 
zeichner eine hohe Stelle ein, und besonders war es das Federvieh, 
welchem er die vollste Aufmerksamkeit widmete. Man kennt jetzt 
drei radirte Blätter von seiner Hand, von denen aber keines eine Jahr- 
zahl trägt. Der Bildniss- und Historienmaler D. Schultz oder Schulze 
soll nach Füssly 1686 gestorben seyn. W. Hondllls Süß-Ch nach ihm 
1637 das Bildniss des Königs Ladislaus IV- VOII Polen, und jenes 
seines Nachfolgers Johann II. Casimir, welcher 1668 dem Thron entsagte.
        

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