Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562599
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1354 
1356. 
hebt es rechts am Rande am Füsschen empor, und erwartet mit dem 
Schwerte in der Linken den Befehl. Links sieht man unter dem Bogen 
zwei Soldaten, und oben ist das Zeichen mit der Jahrzahl 1559 dar- 
über. H. 3 Z. 3 L. Br. 4 Z. 8 L. 
2) Der reiche Prasser an der Tafel unter einem Pavillon, wie er 
einen armen Krüppel zurückweisen lässt. Im Grunde links liegt La- 
zarus bei den Hunden. Unten nach rechts an den Stufen ist das 
Täfelchen mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1559. Höhe 3 Z. 
Br. 4 Z. 6 L.  
3) Die Hirschjagd. Der Hirsch wird von mehreren Hunden ange- 
fallen, und der eine erfasst ihn am Laufe. Zwei Jäger zu Pferd, und 
drei zu Fuss kommen von beiden Seiten heran. Rechts oben ist das 
kleine Zeichen. H. 1 Z. 7 L. Br. 6 Z. 6 L. 
4) Die Schweinsjagd. Von einigen Hunden angefallen, geht der 
Eber links auf einen Jäger los, welchem aber zwei andere zu Pferd 
zu Hülfe kommen. Rechts laufen drei Jäger mit Spiessen herbei. 
Oben nach rechts bemerkt man das kleine Zeichen. Höhe 1 Z. 7 L. 
Br. 6 Z. 6 L.  
1354. Unbekannter Knpferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
. des 16. Jahrhunderts lebte. Man findet von seiner Hand eine 
Copie nach dem Stiche von H. S. Beham, B.N0. 193, die Bauern 
auf dem Markte betitelt. Links ist ein Weib, welches mit dem 
stehenden Bauer zu sprechen scheint. Zu ihren Füssen steht ein Korb 
mit Eiern und ein Topf. Links unten im Täfelchen ist das von Bartsch 
und Brulliot nicht genau gegebene Zeichen mit der Jahrzahl 1584. 
H.2Z. Br.iZ.5L. 
Bartsch P. gr. IX. p. 573 beschreibt nur dieses einzige Blatt, und 
hatte wahrscheinlich einen ersten Druck vor der N0. In. Diese Nummer 
steht rechts unten neben dem Topfe, und beweist, dass das Blatt zu 
einer Folge gehöre. Wir haben aber nie ein zweites Blatt gesehen. 
1355. Unbekannter Metallschneider, welcher zu Anfang des 
16. Jahrhunderts, oder noch früher, am Rhein oder im Elsass 
ß gelebt zu haben scheint. Man findet zwei grosse Blätter von 
seiner Hand, welche Gegenstücke bilden, und zu den ausge- 
zeichnetsten Arbeiten ihrer Art gehören. Sie könnten für Holzschnitte 
genommen werden , bei näherer Betrachtung wird es aber klar, dass 
eine Metallplatte benutzt wurde. Eines dieser Blätter ist mit obigem 
Zeichen versehen, das andere trägt die Initialen DS. Der Metall- 
schnitt mit dem Monogramme stellt die hl. Jungfrau mit dem Kinde 
in einer Nische stehend vor. Sie trägt die Krone auf dem etwas nach 
rechts geneigten Haupte, umgeben von einer Strahlenglorie, welche an 
den Schultern beginnt, und unter den Knieen endet. Ueber der Nische 
ist links ebenfalls die hl. Jungfrau vorgestellt, wie sie im Buche liest, 
und rechts erscheint der verkündende Engel. In der Mitte oben ist 
eine Bandrolle mit dem englischen Grusse in alten Charakteren: Ave 
Maria Gratia plena. Rechts unten in der Ecke bemerkt man das 
Zeichen. H. 12 Z. 5 L. Br. 4 Z. 11 L. Das Gegenstück stellt den 
leidenden Heiland vor, und ist mit den Initialen DS bezeichnet. Wir 
kommen unten darauf zurück.   
1356. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts in Strassbnrg gelebt haben dürfte. Brulliot 
ß I. N0. 1691 gibt dieses Zeichen nach dem Bildnisse des Martin 
Butzer, welcher in halber Figur mit einem oifenen Buche vor- 
gestellt ist. Unten im Cartouche steht: Ich weyss nichts dann Chrislum
        

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