Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562573
den Worten: Paris Opus. Die Einfassung besteht aus Muscheln, Füll- 
hörnern, Früchten, Blumen und Bändern. Im Schildchen oben ist das 
aus PM F bestehende Zeichen FrambottPs. Diese Vignette ist auf 
dem Titel von F. ForestPs Selectarum juris enarrationum Opus. Pntavii 
1696, 4., eingedruckt. Blätter mit D. B. F. kennen wir nicht, sie 
kommen aber in venezianischen Druckwerken um 1670 vor. 
1347- David Ryckaort, welcher unter dem Monogramm D R 
D R A N0. 1325 eingeführt ist, soll nach Brulliot II. N0. 638 
' '   Gemälde mit diesen Buchstaben bezeichnet haben. Er 
malte bekanntlich Genrebilder in der Weise des A. Brouwer und 
D. Teniers, wir kennen aber keines mit den Initialen des Namens. 
Auf mehreren Gemälden zeichnete er: David Ryckaerz Fecit Anwerpiae, 
und daraus würden sich die Buchstaben D. R. A. f. erklären. 
1343- Rogier van der Weyden soll nach Brulliot I. No. 1524 
durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. 
A Nach der Angabe dieses Schriftstellers findet man es 
auf historischen Gemälden im Style der Schule des 
Jan van Eyck, er sagt aber nicht, wo sich Werke 
dieser Art finden. Wir können daher nicht weiter 
eingehen, da uns die Anhaltspunkte fehlen. Das 
Monogramm könnte allerdings auf Rogier van der 
Weyden gedeutet werden, da die Buchstaben R. De W. 
oder R. V. De W. darin enthalten sind. Die Kunst- 
geschichte kennt aber zwei R. van der Weyden, wie 
wir im Künstler-Lexicon XXI. S. 347 ff. nachgewiesen haben. Es müsste 
demnach ermittelt werden, welchem von beiden das Monogramm ange- 
höre. Brulliot glaubt aber, es sei darunter eher der Besteller, als der 
Maler angedeutet. Wenn nur ein einziges, oder allenfalls Pendants 
mit diesem Monogramme vorkommen, könnte es sich wohl um den 
Donator, oder um den Besteller des Werkes handeln, zumal das Zeichen 
viel grösser ist, als oben gegeben, wie Brulliot bemerkt. 
1349- Jean Droz, Stempelschneider, geb. zu La-Chaux-de-Fonds 
D B F 1746. gest. 1823. Dieser trefiliche Künstler hinterliess viel 
  Medaillen und Mitnzgepräge, sowohl zur Zeit des ersten 
Kaiserreichs in Frankreich, als in England. Die Buchstaben DR. F. 
kommen aber selten auf seinen Werken vor, da. er gewöhnlich den 
Namen eingravirte. 
1350- 110111611100 Binaldo, Zeichner und Maler von Rom, war _in 
jk R J der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. 
70W- Brulljot II. N0. 639 bringt ihn mit Rinaldo, 
dem Schüler des Giulio Romano, in Verbindung, welcher aber um 
100 Jahre früher lebte. Die gegebenen Initialen, und dann auch den 
Namen des Künstlers: Domenico Rinaldo Bonwml-ß lnvmit. findet man 
nach der Angabe des genannten Schriftstellers auf Kupferstichen mit 
Bildnissen von Kreuzbrüdern, welche von Joseph Patigny gestochen 
wurden. Sie bilden eine Folge von circa G0 Blättern, fol. 
1351. D111 Saxoniae bedeutend, findet man dieses Zeichen auf 
einem Holzschnitte von dem unbekannten sächsischen 
 Meister V. T., welcher der Schule des jüngeren L. Cranach 
I 7 0 angehört. Das fragliche Blatt enthält das Bilduiss des
        

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