Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562477
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1314; 
1315. 
1314- alühalln Daniel Ther-Portlteu,lKupferstecher, war? um 1610 
D1   insDeutsohland-thätigiviMan findet. eine Folge: von Blättern 
  mit biblischenzVorstellungenl inallegorischer-Auffassung. 
Das ersteBlatt mit D. rP; stellt-denheil. Johannes vor „,wie ihm, im 
jjchreiben begriifen, die hl. Jungfrau erseheint.._. In dem vor ihm auf- 
gesehlagenen Buche steht: Exercitiajif) , d. h. Spiritualia. Die frag- 
lichen Kupferstiche gehören also in ein Buch, welchessehr selten zu 
seyn scheint. Der Verfasser desselben muss dem Jesuiten-Orden an- 
gehören, denn ein zweites Blatt stellt einenJesuiten vor, wie er das 
Buch dem Bischofs überreicht. Auf diesem Kupferstiche steht der ab- 
gekürzte Namedes Zeichners: Thom. Sohn del. Auf zwei Blättern ist 
der Name der Künstler ausgeschrieben: Johann Daniel Ther Poruen 
sculpsit Tirnauiae. Thom. Schnaps del. Damit sind zwei Künstler ein- 
geführt, welche man lßher in Wörterbüchern vergebenssucht. Die 
Buchstaben D. P. kommen nur auf einem Blatte vor, dessen Gegen- 
stand aus Psalm 102 V. 2 genommen ist. Der aufgestochene Text 
lautet; Renovab-ilur Vt Aqvilae Jvventvs Tva. Auf einigen Blättern 
steht ein aus PI. gebildetes Monogramm, auf anderen IDTP. fe Tyr. 
oder IDPortt. scul. . fol. Diese Kupferstiche sind in der Zeichnung 
manierirt, verdienen aber ihrer Seltenheit wegen immerhin Beachtung. 
1315. Domenico di Polo und Domenico Poggini, zwei iiorentinische 
D_ P_ I Künstler, welche im Fache der Miniaturplastik Vorzüg- 
liches leisteten. Der erstere, auch Domenico de' Camei 
D- P- i genannt, war Schüler und Nebenbuhler des berühmten 
Edelsteinschneiders Giovanni delle Corniole oder Oorgnivole. Er schnitt 
Bildnisse in Edelsteine, darunter jenes des Herzogs Alessandro de' 
Medici, welches Girolamo da Prato zum Vorbilde einer Medaille ge- 
nommen haben soll. Damit gewinnen wir für Dom. di Polo einen An- 
haltspunkt der Zeit, da Vasari nur sagt, der Künstler habe um 1536 
geblüht, und sei in einem Alter von 65 Jahren gestorben. Alessandro 
de' Medici wurde 1531 zum Herzog ernannt, aber 1537 von seinem 
Vetter Lorenzo ermordet. D. di Polo wird daher im Juli des Jahres 
1531 den Schnitt des Bildnisses begonnen, und vielleicht mehr als 
30 Jahre gezahlt haben, so dass der Künstler um 1560 starb. Vasari 
wusste auch, dass Polo Stempel zu Münzen und Medaillen geschnitten 
habe, der Künstler ist aber der Falsiiication verdächtig. Er ahmte 
antike Gepräge nach, und die Händler gaben sie für acht aus. Eine 
mit D. P. bezeichnete, und dem D. di Polo zugeschriebene Medaille 
gibt das Bildniss des Herzogs Cosmo I. von Florenz, mit dem Steinbock 
auf dem Revers. Dieser Medicaer gelangte 1537 zur herzoglichen 
Würde, wurde 1569 Grossherzog, und starb 1574. Sollte eine D. P. 
oder D. P. F. gezeichnete Medaille aus der Zeit seiner zweiten Er- 
hebung vorhanden seyn, so kann sie nicht von Polo herrühren. 
Für diesen Fall muss Domenico Poggini eintreten. Dieser Meister 
war Former, Goldschmied, Edelsteinschneider und Medailleur. Er ar- 
beitete für den Grossherzog Cosmus I. von Florenz, neben anderen 
die Stempel zu den schönen Scudi von 1565 u. dergl. Mit D. P. be- 
zeichnet ist der Avers einer Medaille mit dem Bildnisse des jungen 
Grossherzogs Francesco de Medici. Auf der Rückseite ist eine Frau 
mit Füll-horn und Merkurstab vorgestellt, zu deren Füssen zwei trau- 
ernde Personen sitzen. Im Abschnitt steht die Jahrzahl M.D.LXIV. 
Die Legende besagt: DII NOSTRA INCOEPTA SECVNDANT. Dann 
fertigteer auch die schöne Medaille mit den Bildnissen dieses Fürsten 
und seiner Gemahlin Johanns. von Oesterreich , bei Gelegenheit ihrer 
Vermählung im Jahre 1565. In der letzteren Zeit stand Poggini in
        

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