Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562358
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DNL 
1273 
1278. 
1273- Nicoles de Larmessin, Zgichner und Kupferstecher, wurde 
m. 1640 zu Paris geboren, und steht als Künstler seinem 
MM-J gleichnamigen Sohne nach. Er stach Bildnisse, und einige 
Blätter für den Buchhandel. In Isaac Bullart's Academie de Soiences 
et des ArlsUParis 1682, fol. sind viele Portraite von ihm, welche mit 
den gegebenen Monogrammen, und auch mit den Initialen D. L. und 
N. D. L. bezeichnet sind. 
1274- E. Donop, Zeichner und Maler, scheint in der ersten Hälfte 
KZ des 18. Jahrhunderts in Hessen gelebt zu haben. Nach 
"i Brulliot I. N0. 1669 findet man das gegebene Zeichen und 
den Namen E. Donop auf sehr schönen Zeichnungen, welche 
IQ) Früchte, vierfüssige Thiere und Vögel vorstellen. In Eber- 
 lein's Beschreibung der Gallerie von Salzdahlum wird einem 
Donop ein Gemälde mit zahmem Geflügel zugeschrieben, und Brulliot 
spricht von einer Landschaft mit Kühen und Schafen, welche in der- 
selben Gallerie einem von Donop beigelegt werde. Ausserdem macht 
Brulliot auf eine Folge von sechs radirten Blättern mit Ruinen und 
Baufragmenten aufmerksam. Auf diesen Blättern steht: D. DONOP 
EQUES WEST, qu. fol. Dem Exemplare, welches der genannte Schrift- 
steller vor sich hatte, ist die handschriftliche Bemerkung beigefügt: 
rGrave par JVIr. le baron de Donnoip collonel au Service de Hesse-Cassel. 
Somit hätten wir also einen Obersten Baron von Donop, oder vielleicht 
Donnoip, da im Monogramme Ol gezeichnet ist. Wenn auf Zeichnungen 
E. Donop steht, so bedeutet dieses wahrscheinlich Eques Donop, und 
auf einen Adeligen lässt auch die Krone über den Buchstaben des 
Monogramms schliessen. Unter D0. f. kommen wir auf Donop zurück. 
1275. Martin Heinrich Omeis und Ernst Gaspar Dürr standen in 
D  der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Stempelschneider 
 in Diensten des sächsischen Hofes, und bei gemeinschaftlicher 
Arbeit deuteten sie durch die Initialen D. 0. ihre Namen an. Man 
findet sie auf einer grossen Klippe, welche bei Gelegenheit eines den 
23. Juli 1676 in Dresden gehaltenen Vogelschiessens geprägt wurde. Damals 
that die Herzogin Magdalena Sibylla den Meisterschuss, und sie wurde 
daher Vogelkönigin. Tentzel gibt Tab. 58 N0. 2 diese Klippe in Ab- 
bildung. Die Buchstaben I). 0. stehen auch auf einer Medaille von 
1690. Sie stellt auf der einen Seite den Schacht bei St. Anna im Erz- 
gebirge, und auf der anderen Seite die Umgegend vor. Tentzel Ta- 
fel 68. N0. 1.  
1275. Zeichen der Münze in Orvieto. Man findet diese Buch- 
D 0 staben auf päbstlichen Münzen von 1503  1513, und sie be- 
  denten: De Orviezo. 
1277. D. Oechslin, Kupferstecher, arbeitete gegen Ende des 
D  18. Jahrhunderts in Maria Eindsiedeln. Er stach 
   Sc' Emehrere Blätter mit Darstellungen aus dem neuen 
in Emäwdlm- Testamente, und Heiligenbilder, welche gewöhnlich 
in verzierten Einfassungen vorkommen. Diese Blätter sind von ge- 
ringem Werthe, 8 und fol. 
1278. E. Donop ist oben unter dem Monogramme N0. 1274 ein- 
geführt, und wir haben hier nur beizufügen, dass 
diese Buchstaben auf schönen Zeichnungen mit 
 O7? Früchten, vierfüssigen Thieren und Geflügel vor- 
kommen. Sie sind auf graues Papier und in 
Wasserfarben ausgeführt. Was man ausserdem über diesen Künstler 
weiss, ist bereits gesagt.
        

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