Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557752
103 
105. 
Kinderspiele nach ihm. Auf einigen Stichen steht nur C. Holstein deL, 
in. oder invmtor. Andere Blätter sind radirt, es ist aber nicht aus- 
gemacht, 0b von Holstein selbst. Wahrscheinlich von seiner eigenen 
Hand sind aber sechs Blätter mit Kinderspielen beim Feste des 
Bacchus. Sie bilden einen Fries, mit dem Titel: Friese van en Bachus 
Fest etc. Clement de Jonghe exc. Im zweiten Drucke mit der Adresse 
von de Widt. Von ihm selbst radirt scheint auch ein Blatt zu seyn, 
welches zwei Kinder vorstellt, wie sie einen Schmetterling verfolgen, 
mit der Schrift: Corn. Holstein m, kl. fol. Malerisch radirt, und 
wohl von Holstein selbst, ist ferner eine Vorstellung des Bacchus, 
welcher die Traurigkeit vertreibt: Bacho venienze tollitur tristitia. kl. fol. 
Das Blatt mit einer reichgekleideten und mit Perlen geschmückten 
sitzenden Dame, angeblich Isabella d'Este von Mantua nach Correggio, 
oder Giulio Romano, wird ebenfalls dem C. Holstein selbst zuge- 
schrieben, da es seinen Namen trägt: Comelius Holstin sc., gr. fol. 
Diese schöne Radirung bildet einen Bestancltheil des Cabinet Reynst. 
Eben so schön ist ein grosses radirtes Blatt mit einem Bacchanale, 
wo ein Weib einen Jüngling liebkoset: Bacche meum decus etc. C. Hol- 
stein invemor. P. Schlmk eme, gr. fol. Es steht indessen sehr in 
Zweifel, ob alle diese Blätter von Holstein selbst radirt sind.  
Dieser Meister starb 1697. Das vbrhergehende Monogramm kann ihm 
wohl nicht angehören, da er 1633 noch ein Knabe war. 
103. G. Hoekgeest soll der Träger dieses Zeichens seyn, wel- 
ches Brulliot I. N0. 1283 gibt. Wir möchten aber fast 
glauben, dass es nicht getreu nachgebildet ist, indem der 
Künstler anderweitig im Monogramm das G deutlich aus- 
drückt, während hier C zu lesen ist. Wir kommen dem- 
nach unter dem Monogramm GH auf Hoekgeest zurück, und bemerken 
hier nur noch, dass dieser Meister ein vorzüglicher Architekturmaler 
war. Er blühte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 
104. Gerhard l-Ionthorst ist nach Brulliot 1. No. 1284 der Träger 
dieses Zeichens. Die Quelle, aus welcher ihm die Notiz 
floss, ist eine handschriftliche Aufzeichnung des berühmten 
Kunstfreundes Chev. Hazard, wir enthalten uns aber hier 
jeder Bemerkung, da sich unter dem Monogramm GH. ein 
festerer Anhaltspunkt bietet. Brulliot fand das gegebene 
Zeichen nie vor, und somit ist es vielleicht nicht ganz getreu, nament- 
lich das G nicht scharf hervorgehoben. S0 wie das Monogramm hier 
sich zeigt, müsste man eher CH lesen. Unter G H werden wir auch 
zwei radirte Blätter beschreiben, das Banket des Neptun, und eine 
Landschaft. Wir glauben nicht, dass das Monogramm auf letzterem 
Blatte dem obigen ähneln werde. 
105- Meindert llobbema soll nach Brulliot I. N0. 1285 durch 
dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Der be- 
kannte Kunstfrctind Chev. Hazard hinterliess darüber eine 
handschriftliche Bemerkung, und will das Monogramm auf 
etlichen landschaftlichen Gemälden gefunden haben. Ob die 
Bilder dieser Art von Hobbema herrühren, müssen die Kenner ent- 
scheiden. Die sicheren Werke dieses Meisters lassen einen aus- 
gezeichneten Schüler des J. Ruysdael erkennen. Sein Hauptfach ist 
die Landschaft, in welcher die Bäume, das Wasser, die Vegetation 
niit vollkommener Naturtretie, und meisterhaft behandelt sind. Die 
einfallenden Lichter, die durch die Wolken brechenden Sonnen-
        

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