Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562231
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DMA. 
1240. 
die Angabe des genannten Schriftstellers genau ist, so haben wir keine 
Deutung für das obige Wort. Die Jahrzahl scheint undeutlich zu seyn. 
Auf Dominique Barriere von Marseille ist nicht zu rathen, da. dieser 
Künstler um 1622 geboren wurde, und daher die Jahrzahl 160. nicht 
für ihn stimmt. Auf einer Folge von sechs Blättern mit Gebirgsland- 
schaften und Figuren nennt er sich D. Barriere Mars, d. i. Marsiliensis. 
Die obige Inschrift auf einen Künstler aus Marseille zu deuten, ist 
gewagt.  
steht nach Heller (Mono r.-Lex. S. 107) 
124a D'  V' auf Kupferstichen desidgan Andrea, der 
genannte Schriftsteller nennt aber nach seiner Weise kein Blatt mit 
dieser Abbreviatur. Brulliot III. N0. 290 konnte sich daher von der 
Richtigkeit der Angabe Helleris nicht überzeugen, indem ihm ebenfalls 
kein Blatt dieser Art vorgekommen war. Brulliot glaubt aber, den 
Schlüssel auf Blättern des Nicoletto da Modena gefunden zu haben, 
auf welchen diese Abbreviatur DIVVS MARS bedeuten soll. Wir 
kennen allerdings ein Blatt des Nicoletto, welches einen römischen 
Krieger mit Schild und Lanze vorstellt, d. h. den Kriegsgott Mars. 
Am Piedestal links steht aber nicht die fragliche Abbreviatur, sondern 
die volle Schrift: DIVO MARTI, ohne V, welches Brulliot unerklärt 
lässt. Die Inschrift D. MAR. V. findet man wirklich auf einem dem 
Zoan Andrea zugeschriebenen Blatte, auf jenem, welches Bartsch 
N0. 22 beschreibt. Es ist diess ein Zierfeld mit einer Syrene zwischen 
zwei Kindern, wovon jenes zur Linken die Schalmey, das zur Rechten 
die Clarinette bläst. Ueber diesen Figuren halten zwei andere Kinder 
eine Tafel mit der Schrift: D.  MAR.  V. Auf dem Piedestal stehen 
drei Vasen übereinander in Verschlingung mit Laubwerk, Füllhörnern, 
Emblemen 8m. Oben sind zwei geflügelte Genien mit Schilden, und 
auf dem Stocke, welchen sie halten, ist ein leeres Täfelchen. H. 9 Z. 
7 L. Br. 2 Z. 10 L. Dieses Zierblatt ist sehr schön, und correct ge- 
zeichnet und gestochen. Die gegebene Abbreviatur kann aber nicht 
Divas Mars bedeuten. Wir stimmen dem A. Zanetti (Cabinet Cicognara 
p. 152 N0. 198) bei, wenn er die Zeichnung zu einem verzierten Pi- 
laster des Dogenpalastes in Venedig vermuthet, und Divi Marci Vene- 
tiarum liest, oder eine Dedication an den hl. Marcus in Venedig: Divo 
Marco Venetiis vermuthet. Auf einer von Bartsch N0. 56 dem Nicoletto 
da Modena zugeschriebenen Arabeske stehen ebenfalls räthselhafte 
Buchstaben. Dieses Blatt zeigt oben zwei mit den Händen an einen 
Baumstamm gebundene Männer. Rechts schreibt ein Genius die Buch- 
staben D. M. -A. -N. auf die Tafel. Auf zwei kleinen Täfelchen 
wiederholen sich die Buchstaben N0 zu den Seiten einer Vase. Höhe 
9 Z. 9 L. Breite 4 Z. 9 L. Ob die Buchstaben. D. M. wieder Divo 
Marco. und A. N. Aurifex Nicoletus zu lesen seien, lassen wir dahin 
gestellt, gewiss ist aber, dass D. M. keinen Künstler andeute. Die 
Dedication an den Kriegsgqtt Mars enthält aber die Buchstaben D. M. 
auf einem Zierstreifen des Blattes N0. 55 bei Bartsch. Oben in der 
Mitte der Arabeske trägt Mars Helme und Schilde auf einem Stecke, 
und unten sind zwei Sklaven mit gebundenen Händen. Auf der Tafel 
über dem Kriegsgotte steht: M. PRELIORVM DEVS. Die eine der 
beiden Famen schreibt D. M.. die andere S. C. auf die Tafel. Unten 
auf einem Schildchen stehen die Buchstaben N R zu den Seiten der 
Vase. H. 9 Z. 7 L. Br. .4 Z. 8 L. Die Buchstaben N R werden auf 
Nicole Rosex, d. i. Nicoletto da Modena gedeutet. Die Buchstaben 
D. M. beziehen sich daher auf keinen Künstler, sondern sind wahr- 
scheinlich DIVO MARTI zu lesen.
        

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