Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562119
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DL 
 DLA. 
1207 
als Lorimier, da er vor 1780 wenig bekannt war. Unser Künstler 
hatte aber damals schon Reisen in die Schweiz unternommen. Er 
lieferte Zeichnungen für die Tableaum topographiques, pittoresques. histo- 
riques, moraua: etc. de la Suisse. A Paris, Clousier 1780, gr. fol. Wie 
oben bezeichnet ist neben anderen die Ansicht von Morat und der 
Umgebung. Der Kupferstechernennt sich Nee. Chev. de Lorimier 
war noch zu Anfang unsers Jahrhunderts thätig. Auf der Pariser 
Ausstellung von 1802 sah man drei italienische Ansichten von ihm. 
Weiter konnten wir- seine Spur nicht verfolgen. 
1207- Daniel Lindmeier von Schaffhausen begegnet uns in diesem 
15);  Werke zu wiederholten Malen, da er mit der Be- 
zeichnung wechselte. Desswegen ist er oben unter 
ß den römischen BuchstabenDL bereits eingeführt, 
y ilqa unser Eyisteiä dieise grennung erfordert. Den 
 auptarti e ü er  in meier bringen wir aber 
U T] unter dem Monogramm DLM N0. 1214, da nicht 
w.iylfnk allein die grössere Anzahl seiner Zeichnungen, 
CL" sondern auch Holzschnitte und Radirungen auf 
solche Weise bezeichnet sind. Die gegebenen Buchstaben kommen 
ebenfalls auf Zeichnungen vor. Die ersten mit der Jahrzahl 1595 
fügte Brulliot seinem Dictionnaire des monogrammes II. N0. 610 mit 
der Bemerkung bei, dass historische, mit der Feder und in Tusch be- 
handelte Zeichnungen auf solche Weise signirt seien. Wir kennen 
ebenfalls Zeichnungen, auf welchen die übrigen Cursiven vorkommen, 
sowohl auf solchen mit historischen Compositionen, als auf kleinen 
Cartons mit reich decorirten Wappen für Glasmaler. Die Zeichnungen 
dieses Meisters sind noch sehr zahlreich, und durchgehends werthvoll. 
Zur weiteren Instruktion verweisen wir auf das Monogramm DLM. 
1208. Unbekannter Kulilforsteoher , welcher gegen Ende des 
 17. Jahrhunderts t atig war. Die ersten Initialen ündet 
ßJ-a man auf einem Blatte, welches ein Reitergefecht vorstellt, 
mit der Flucht der bereits geschlagenen Feinde. Oben ist 
der Schlachtplan abgebildet, und die Aufschrift lautet: Die Bataille in 
Irrlandt. Es ist diess die im Jahre 1692 bei Agrim vorgefallene 
Schlacht, in welcher König William III. den König Jakob ILbesiegte, 
und Irland unter seine Botmässigkeit" brachte. H. 5 Z. 6 L. Br. 7 Z. 9 L. 
Die zweiten Initialen findet man auf Blättern mit kriegerischen 
Vorfällen nach Skizzen von A. Tempesta. 
1209. Unbekannter Formschnolder, welcher in der frühen Zeit 
des 16. Jahrhunderts gelebt hat. "Das Blatt mit 
 diesen Buchstaben stellt den bösen Griffen, einen 
französischen Ritter, vor. Die gegebenen Initialen 
sind am Saume seines Mantelkragens eingeschnitten, und können sich 
nicht auf ihn beziehen. Es frägt sich aber auch noch, ob diese Buch- 
staben den Formschneider andeuten, da der Mantelkragen für einen 
solchen nicht die geeignetste Stelle bietet. Jedenfalls handelt essich 
aber um Holzschnitte in folgendem Werke: Hierjä : auf das kürtzest : 
ist angezaigt: der dreien glauben: das ist: der hayden? juden: und 
cristen: die frümstä und pöfjisten: mannen w? frawm: der höchsten 
geschlächt. S. l. et a. , kl. fol. Die Blätter dieses Werkes sind sehr 
zu" beachtenf Sie verrathen in Zeichnung und Schnitt einen tüch- 
tigen Meister.   
        

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