Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562099
470 
1199 
1200. 
inventäs et graues par D L. A Paris chez Buldet rue de Gesvres au 
grand coeur. H. 4 Z. 10 L. Br. 6 Z. 1 L.  Diese schönen und 
geistreichen Blätter erschienen nur im zweiten Drucke bei Buldet. 
Der Titel ist uns nie vorgekommen. Nach Brulliot II. N0. 608 steht 
auf demselben:   invemäs" et graues par DL, und nach FrenzePs 
Angabe im Catalog Sternberg IV. No. 1395: inv. et grav. par BLR. 
Der Buchstabe B ist jedenfalls irrig statt D gesetzt, und er gab dem 
genannten Catalogmacher die Veranlassung, den Badirer J. B. de la Rue 
zu nennen. Ein Künstler dieses Namens ist nicht bekannt, wir müssen 
es aber dahingestellt seyn lassen, ob auf dem Titel DLR. stehe. 
Uebrigens zeichnete de la Rue einige Blätter des genannten Werkes 
DLR, und auf anderen steht LR. Die obigen Buchstaben, theils mit 
der Jahrzahl 1754, kommen ebenfalls auf Radirungen vor, und der 
Rest ist mit dem Namen bezeichnet. 
1199. Leo Daven soll nach Heller, Monogn-Lex. S. 106, Kupfer- 
D L stiche mit diesen Initialen bezeichnet haben. Dieser soge- 
 ' nannte L. Dave11 ist Leonard Diery oder Thiry von Daventer, 
über welchen wir unter L. D. handeln werden. Ein Originalblatt mit 
D. L. kennen wir nicht; es könnte aber irgend eine gegenseitige Copie 
oder, wie Brulliot II. N0. 607 meint, ein Contradruck auf solche Weise 
bezeichnet seyn. Gegenseitige Oopien haben wir im Künstlcr-Lexicon 
XVIII. unter L. Thiry N0. 55 u. 63 erwähnt. Die eine stellt Herkules 
und Omphale, die andere zwei Männer mit einem Kameel vor. Contra- 
drücke haben wir nie gesehen, und sind solche vorhanden, so müssen 
die Initialen verkehrt darauf vorkommen. 
IZÜÜ. David Loggen, Zeichner und Kupferstecher von Danzig, 
D L War Schüler von Grispin de Passe jun., nahm aber auch den 
' ' Heinrich Hondius zum Vorbilde. Sein Wirkungskreis ist in 
England zu suchen, WO der Künstler eine grosse Anzahl von Bild- 
nissen u. s. w. stach. Sie sind zierlich behandelt, aber nicht ohne 
Trockenheit. Uebrigens kommt Loggan den Meistern seiner Schule 
vollkommen gleich. Ein Verzeichniss seiner Blätter gibt W. Seidel 
in den preussischen Provinzialblättern 1847, III. S. 175 ff. Mit den 
Initialen des Namens sind nur einige Bildnisse und architektonische 
Blätter bezeichnet. Er war Universitäts-Kupferstecher in Oxford, als 
welcher er sich eines Schutzbriefes des Königs Carl II. erfreute, 
welcher in der Owonia illustrata 1675 vollständig abgedruckt ist. Für 
dieses Werk stach Loggan 44 Blätter mit architektonichen Ansichten. 
Dann stach er auch die Costüme der Professoren der Universität und 
der Diener derselben: Habitus Academicorum Owoniae a Doctore usque 
ad Seroientem 1672, fol. Auch auf etlichen Blättern dieses Werkes 
stehen die Initialen. Auf dem Titel nennt er sich Gedanensis (Danziger) 
Universilatis Oaconiae Chalcographus. Loggan hatte es auch auf die 
akademischen Bauten in Cambridge abgesehen, deren Stiche unter dem 
Titel Cambridgia illustrata vereiniget sind. Zu seinen Hauptwerken 
gehören aber die Bildnisse englischer Notabilitäten, welche jetzt theilg 
zu den Seltenheiten gehören, wesswegen sie in hohen Preisen stehen. 
Das sehr seltene Bildniss des George Duke of Albemarle von 1661 
galt in der Auktion Sykes 16 5., jenes des Sir Grev1lVerney9 .5. 5 Sh., 
und das des Bischofs Gilbert Sheldon von London 13 5 2 Sh. Fast 
eben so selten ist das kleine Bildniss des John Goodham Holt of 
Christlehurst, Ob. 1659 Aet. 12. Bei Sykes 5 ß 15 Sh. Das Portrait 
des Robert Staiford de Brodiield wurde bei Sykes im Abdrucke vor 
Loggams Namen mit 10 i bezahlt. Ein besonderes Interesse findet 
man auch an dem Bildnisse des Königs Oarl II., welchen der Künstler
        

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