Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562082
1197 
1198. 
469 
4) Eine Landschaft mit einem alten Baumstamme im Vorgrunde. 
Mit dem Namen, qu. fol. j 
5) Eine Landschaft mit hohen Bäumen. Mit dem Namen, fol. 
6) Ein an der Planke stehendes Bauernweib mit dem Korbe. Mit 
dem Namen. und der Jahrzahl 18.28, kl. fol. 
7) Ein Weib "mit dem Lichte, in Kniestück. Mit dem Namen und 
1839. 8.  
1197- Daniel Lindmeier oder Lindemeier, Zeichner, Maler, Radirer 
D  L und Formschneider von Schaffhausen, dessen 
. Blüthezeit von 1560  1600 fallt. Dieser 
Meister wechselte mit der Bezeichnung, so 
D Ar L 6, dass er" uns öfters begegnet. Er bediente 
sg- l I, sich auch der Cursivhuchstaben DL, welche 
unten N0. 1207 in Facsimile gegeben sind. 
Der Hauptartikel über Lindmeier ist aber unter dem MonogrammDLM 
N0. 1214 zu suchen. Die hier beigefügten Buchstaben findet man auf 
Zeichnungen historischen und allegorischen Inhalts, welche mit der 
Feder und in Tusch behandelt sind. Nach Zeichnungen, oder kleinen 
Cartons dieser Art wurden Glasgemälde ausgeführt, deren aber wenige 
der Zeit widerstanden haben. Sehr zahlreich sind noch die Zeich- 
nungen unsers Meisters. Auf einer solchen in der öHentlichen Samm- 
lung zu Basel, die Wahl des. Kaisers Heinrich vorstellend, steht das 
dritte D in Currentschrift, und an dieses fügt sich noch ein zweitesD 
in Antiqua mit L und der Jahrzahl 1578., In einem Schilde steht: 
Anno Dusent drü hunderrt Acht i War Heinrich zum Keyser gmacht etc. 
Ausser den Initialen des Zeichners ist auch das aus H 1 W bestehende 
Monogramm des Glasmalers beigefügt , nämlich jenes des Hans Jörg 
Waunenwetsch. Laux Rudi, der Glasmaler von Basel, bediente sich 
ebenfalls der Zeichnungen dieses Lindmeier.  
1198- F. B. de 1a Rue oder de Lerne, Maler und Radirer von. 
D Link Paris, Schüler von Charles Parrocel, hatte als Künstler 
D1, J.  grosseu Ruf. Er malte Schlachten, auch einige Laud- 
9  schaften und Genrehilder, sowie Portraite. Seine Thätig- 
 keit fallt um 1750- 1770, gleichzeitig jener des Louis 
Felix de la Rue , welcher als Zeichner und Bildhauer sich rühmlich 
bekannt machte. Beide Künstler haben auch in Kupfer radirt, und oft 
ohne Andeutung des Vornamens geradeweg de la Rue gezeichnet. 
Desswegen hat zuweilen eine Verwechslung stattgefunden, welcher wir 
ebenfalls nicht vollkommen vorbeugen können , da die Lebensverhält- 
nisse dieser Meister nicht genau bekannt sind, und ein sicheres Ver- 
zeichniss der Blätter derselben nicht vorliegt. L. F. de 1a Rue com- 
ponirte mit Vorliebe mythologische Vorstellungen, besonders aus dem 
Bacchisehen Kreise, Amoretten und Kinderspiele, antike Opferseenen 
u. s. w. Blätter dieser Art hat er auch in Kupfer radirt, eine noch 
grössere Anzahl seiner Zeichnungen ist aber von Ph. Parizeau ge- 
stochen, welcher Blätter zu Folgen vereinigte, und damit auch Com- 
positionen des F. R. de la Rue in Nachbildung gab. Parizeau stach 
nach letzterem mehr als'24 Blätter. De la Rue radirte anfangs Land- 
schaften mit Staifage, Marinen, kleine Blätter mit Ansichten von Rom, 
und auch Oopien nach Ostade kommen vor. Noch grösser ist aber die 
Anzahl der militärischen Scenen. Darunter ist eine Folge von sechs 
Blättern mit Cavalleriegefeehten, fol. Später erschien sein Radir- 
werk" in 24 Blättern unter einem Titelblatte mit einer Foutaine, an 
welcher mehrere Reiter die Pferde tranken: Divers sujets militaires
        

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