Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1562020
1181. 
463 
2) Jakob Sturm , Bürgermeister von Strassbnrg, auf dessen Rath 
1538 die Universität daselbst gegründet wurde, und als deren Rector 
er 1553 starb. Sturm ist als bejahrter Mann in ganzer Figur vorge- 
stellt, in einem mit Pelz gefütterten Gewande und mit platter Mütze 
auf dem Haupte. Oben links ist dessen Wappen und die Schrift: 
Cedize Pictores: Hinc Blandi Cedite Vates: [ Oratorq. Tvo Flumine 
Constiteris. l Sturmius Vt Fverat etc. 
Links unten am Boden stehen die zweiten Initialen, und rechts 
F 0 mit dem Schneidemesser. Damit ist der Formschneider angedeutet, 
und somit wird Kandel das Bildniss des H. Tragus nicht selbst in 
Holz geschnitten haben. Ohne Einfassung; Höhe der Figur 18 Z. 
9 L. Breite des Fussbodens 7 Z. 3 L. 
3) Loth und seine Töchter in der Grotte. Er sitzt rechts, und 
reicht der stehenden Tochter den Becher, während die andere einen 
Krug hält. Im Grunde links steht Sodoma in Flammen. Unten links 
bemerkt man die grossen Initialen mit Doppellinieil, rechts das Mono- 
gramm des Formschneiders F0. H. 4 Z. Br. 5 Z. 4 L. , 
4) Das Opfer des Abraham. Isaak kniet auf einem Büschel Reisig, 
und links oben in der Luft ergreift der Engel das Schwert, welches 
Abraham nach dem Sohne führen will. An einem Steine des Altares 
D. K. rechts unten das Monogramm F0. H. 4 Z. Br. 5 Z. 4 L. 
Diese beiden Blätter sind wahrscheinlich Bestandtheile ,einer 
deutschen Ausgabe der Bibel, und wohl nicht die einzigen historischen 
Arbeiten des Künstlers. Bartsch kennt die vier genannten Holz- 
schnitte nicht.  
Die Blätter No. 5-8 sind bei Bartsch beschrieben, angeblich 
nach der Cosmographie von S. Münster 1550. Der genannte Schrift- 
steller spricht aber immer nur von einer Marque, nie von den Ini- 
tialen D. K. , und somit könnten im Verzeichnisse unter dem Mono- 
gramme D. K. auch Blätter mit den Anfangsbuchstaben des Namens 
vorkommen. In den späteren Ausgaben der Cosmographie wurde nur 
mehr ein Theil der Platten benutzt. 
5) [B. No. 11] Berthold Schwarz, wie ihm der Teufel die Wirkung 
des durch ihn erfundenen Pulvers zeigt. Er führt ihn zu den Canonen, 
welche geladen und abgefeuert werden. Vorn bemerkt man andere 
Mordinstrumente. Links unten DK. H. 2 Z. 8 L. Br. 3 Z. 8 L. 
Dieses Blatt kommt auch in der Chronik des Lykosthenes vor. 
In den späteren Ausgaben der Cosmographie fehlt es. 
6) [B. No. 12] Ein Neger, stehend mit erhobener linken Hand. 
Links unten DK. H. 2 Z. 9 L. Br. 2 Z. 
Diese Vorstellung kommt auch bei Lykosthenes vor. 
7) [B. No. 15] Ein Auerochs mit langen Hörnern nach rechts. 
Unten in der Mitte am Steine DK. H. 2 Z. 8 L. Br. 3 Z. 8 L. 
Diese Vorstellung kommt auch inl-Ieroldts Heydenwelt, und bei 
Lykosthenes vor. 
 8) [B. No. 4] Die Ansicht von Constantinopel. Rechts unten DK., 
llnks C. S. mit Messerchen und Grabstichel. I-I. 7 Z. 5 L. Br. 14 Z. 
Der Stock wurde nicht allein für die Cosmographie von S. Münster, 
sondern auch für N. Hönigeüs Haushaltung der Türken 1578 benutzt. 
9) Die Blätter in H. Beck's Kräuterbnch. Die vielen Holzschnitte 
sind theils unbezeichnet, theils mit D. K. signirt. Die Initialen, welche 
{larauf vorkommen, sind die kleineren, und jene auf dem Bande und 
1m Täfelchen. Die kleinen Buchstaben der ersten Reihe stehen auf 
dem Blatte mit dem Nadelbaume, an dessen Fuss Schwämme wachsen.
        

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