Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561962
1173. 
457 
N0. 1181 beschrieben haben  auch das Zeichen eines Formschneiders 
tragen. Wir halten hier alle xylographischen Produkte mit  und 
dem obigen Monogramme für D. Kandel fest, und schliessen jetzt-den 
Davids Kargen aus, da. seine Existenz noch nicht erwiesen ist. Bai-tsch 
P. gr. IX. p. 392 konnte das Monogramm nicht deuten, oder wollte 
vielleicht David Kargeirs Namen nicht weiter-anführen, da Stetten 
selbst nur, eine unsichere Tradition für ihn geltend machte. Bartsch 
vermischt "die Blätter mit dem Monogramme mit jenen, welche D. K. 
gezeichnet sind, und er spricht immer nur von einer lklarque; worunter 
wir das Zeichen mit den verschlungenen Buchstaben verstehen. Wir 
versuchen es daher, die Blätter mit demselben auszuscheitlen. Das 
eine oder das andere könnte aber dennoch mit den Initialen D. K. be- 
zeichnet seyn, da wir nur einen Theil derselben gesehen haben. 
1) Die Tafel des Cebes, oder der Gang des menschlichen Lebens, 
in drei durch-Maaiern begrenzten, mit Thoren versehenen Räumen mit 
Figurengruppen bestehend. Im ersten halt Fortuna einen Pokal, im 
zweiten singen und musiciren lNIänner und Frauen, und im dritten 
wird ein König von zwei Frauen geführt. Oben steht: TABVLA 
CEBETIS, unten rechts an der Saule des Portals das dritte Zeichen. 
H. 12 Z. 2 L. Br. 15 Z. 2 L. 
Diese Vorstellung ist in der Weise des Hans Holbein componirt, 
und vielleicht nach einer Zeichnung desselben geschnitten. Bartsch 
kennt das Blatt nicht. 
2) [B. N0. 13] Zwei geharnischte Ritter, welche mit eingelegter 
Lanze gegen einander reiten, auf landschaftlichem Grunde. Unten 
gegen rechts das Zeichen , kleiner als obige Monogramme, und nach 
rechts geneigt. H. 2 Z. 9 L. Br. 6 Z. 9 L. 
Dieses schöne Blatt kommt ursprünglich in I-lerold's Heydenwelt 
vor, und dann auch noch in der späteren Ausgabe der Cosmographie 
von Sebastian Münster. 
3) [B. No. 20] Die Statue des Herkules. Unten in der Mitte das 
Zeichen. H. 8 Z. Br. 4 Z. 3 L. l 
 Im ersten Drucke ist dieses Blatt in Herold's Heydenwelt, und 
erst 1628 wurde der Stock zur deutschen Ausgabe derCosmographie 
benutzt. 
4) [B. N0. 14] Janus, stehend mit einem grossen Schlüssel in der 
Linken, und einem Zweige des Weinstocks in der Rechten. Links 
unten das Monograrnm. H. 2 Z. 9 L. Br. 3 Z. 4 L. 
Die Platte wurde zur Ausgabe der Cosmographie von 1550, und 
zum Chronicon Prodigiorum 8m. von Lykosthenes 1557 benutzt, In 
den späteren Ausgaben der Cosmographie ist es durch eine Copie 
ersetzt. 
5) [B. N0. 17] Das Rhinoceros, in Profil nach rechts. Unter dem 
Bauche des Thieres das zweite Zeichen. H. 3 Z. 10 L. Br. 5 Z. 6 L. 
Dieses Thier ist nach A. Dürer's Blatt copirt, und kommt auch 
in Gessnefs Thierbuch ohne Zeichen vor. Nach Bartsch macht es 
einen Bestandtheil der Cosmographie von 1550 aus. Die Copie scheint 
aber ursprünglich für Herold's Heydcnwelt gefertigt zu seyn. Dann 
kommt sie im Chronicon des Lykosthenes 1557 vor. In den Ausgaben 
der Cosmographie von 1558 u. 1598 kommt das Thier ebenfalls vor. 
6) [B. N0. '16] Der Hirsch und die Hirschknh. Links unten das 
Zeichen. H. 3 Z. 10 L. Br. 5 Z. 3 L.  
In der früheren Ausgabe der Cosmographie, und im Chronicon des 
Lykosthenes von 1557. 
        

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