Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561934
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DIT. 
1172. 
14) Die alte Sängerin, Composition von 8 Figuren beim Kamin. 
Unten links: JDaäeonuille in. f. H. 3 Z. 3 L; Br. 3 Z. 10 L. 
15) Der zärtliche Greis, Composition vonl3 Figuren, rechts ein 
Dudelsackpfei-fer. Unten links: J Dassonuille in. f. H. .3 Z. 3 L. 
Br.-3' Z. 10 L.   '  
 Dieses, und dasivorhergehende Blatt finden wir in R. WeigePs 
Catalog der nachgelassenen Sammlung eines der grössten Kunstsammler 
Deutschland's III. N0. 1842 als dem Robert-Dumesnil unbekannte 
Gegenstücke erwähnt. Wir finden nichtvheraus, ob das eine oder das 
andere oben beschrieben ist.  
16) Interieur mit 8 Figuren; in der Mitte ein lesendes altes Weib, 
kl. qu. 4.  R. WeigePs KunstkatalogNo. 10,647. 
17) Bauern vor dem Wirthshause, Composition von 9 Figuren, 
und ein Hauptblatt, 4.  WeigePs Kunstkatalog N0. 4263. 
18) Zwei bettelnde Krüppel, 8.  Weigel, 1. c. N0. 4261. 
Die letzteren Blätter finden wir nirgends genau beschrieben, und 
wir müssen uns daher mit einer einfachen Anzeige begnügen. 
1112. Jobst de Negker, auch de Necker, Denecker und Dienecker 
genannt, ist oben unter dem Cursivbuchstaben D N0. 901 
 nach seinen Verhältnissen und Verdiensten gewürdigt, und 
11 . daher beschränken wir uns hier zunächst nur auf die 
b? n Blätter mit den gegebenen Zeichen, welche sicher diesem 
 Meister angehören. Bartsch P. gr. VII. p. 243 sagt, Jost 
de Negker, angeblich von Nördlingen, habe nur ein einziges Blatt mit 
seinem Zeichen versehen, nämlich mit dem ersten. Es ist diess der 
Holzschnitt nach Hans Burgkmair, welcher den hl. Sebastian an der 
Säule unter einer Arkade vorstellt. Rechts unten steht: H. BURGMAIR, 
und links 1512. H. 5 Z. 10 L. Br. 2 Z. 8 L. Höhe mit der Ein- 
fassung 7 Z. 10 L. Br. 5 Z. 8 L. Bartsch beschreibt dieses Blatt 
N0. 25, er ist aber im Irrthum, wenn er keinen zweiten Holzschnitt 
mit J. de Negker's Zeichen annimmt. Wie in zweiter Reihe gegeben, 
kommt es auf den frühesten Abdrücken des 70sten Blattes im Theurdank 
(Tewrdank), Augsburg 1517, vor, und zwar mit dem Monogramme des 
Hans Schäuffelin in einer Linie. Auf dem Blatte N0. 100 desselben 
Meisters gibt Bartsch selbst diese Signatur an, aber in folgender Weise: 
U: S! n. Dieser Holzschnitt stellt einen nach rechts schreitenden 
Fähndrich, und im Grunde Landschaft vor. Unten gegen rechts steht 
Schäufelims Monogramm. auf einem Täfelchen, und links de Negkcfs 
Zeichen. H. 7 Z. 8 L. Br. 5Z. Bartsch sagt auch, dass J. de Negker 
einige der vielen nach Zeichnungen von Hans Burgkmair geschnittenen 
Blätter mit seinem Namen bezeichnet habe, er unterlässt es aber zu- 
weilen, denselben im Verzeichnisse der Holzschnitte Burgkmair's anzu- 
geben. Diess ist mit dem grossen Formschnitte N0. 19 der Fall, 
welcher Christus am Kreuze zwischen den Mördern, und am Fusse 
desselben die Getreuen des Heilandes vorstellt. Bartsch spricht nur 
von den Buchstaben H. B. unten in der Mitte, das Blatt hat aber auch 
die eingeschnittene Adresse: IOBST DE NEGKER FORMSCHNEIDER 
ZW AUGSPURGH. Unten im Rande steht: Herr Jesu Christa, der du- 
und in einem Cartouche: MDXXVI. Dieses Formschnittwerk besteht 
aus acht Blättern. H. 32 Z. und 3 Z. Rand. Br. 24 Z. Auf dem 
Blatt N0. 40 von H. Burgkmair, welches eine Todtentanzscene enthält, 
gibt es sogar Abdrücke mit verschiedenen Adressen des J. de Negker. 
Einmal ist sie am Rande eingeschnitten, wie folgt: JOST DE NEGKER 
ZU AUGSPURG. Auf anderen Abdrücken ist die Adresse ohne Orts-
        

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