Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561909
DIK 
DIS. 
1169 
1171. 
451 
gegenüber sind Künstlerutensilien. Unten rechts ist das Monogramm, 
und links die Jahrzahl 1692. Dieses Blatt beschreibt R. Weigel, 
Kunstkatalog N0. 7445. Oval, H. 6 Z. 4 L. Br. 5 Z. 6 L. 
Ein Bildhauer und Eisenschneider Nicolaus Resch lebte in Nürn- 
berg, aber angeblich im 16. Jahrhundert. Wenn diess der Fall ist, 
so müssen wir auch einen späteren Künstler des Namens N. Resch 
annehmen, da im 16. Jahrhundert keine Perücken getragen wurden. 
1169. Dr. Johannes Gayler von Kaysersperg soll durch diese 
Buchstaben seinen Namen angedeutet haben, wie Christ 
E) I K S. 165, und nach ihm Brulliot II. N0. 602 bemerken. 
Diese Schriftsteller geben aber die Initialen in moderner Form. Man 
findet sie auf dem Titel eines Buches des Dr. J. Gayler: Das Buch 
d' sünden des munds. Stmssburg. Joh. Grieninger 1518, fol. Ferner in 
dem_Werke: Schimpf und Ernst. Strassburg 1533 etc. Ein anderer 
Holzschnitt mit DIK. stellt das Innere einer Kirche mit dem Prediger 
auf der Kanzel vor. H. 4 Z. 6 L. Br. 4 Z. 11 L. Dieses Blatt gehört 
wohl ebenfalls in eines der vielen Werke des Predigers Gayler von 
Kaysersperg. Wir finden es wahrscheinlich, dass der Verleger durch 
die Buchstaben D I K auf denselben hingedeutet habe. 
117Ü. Dioscurides, der berühmte Edelsteinschneider des Kaisers 
JIO Augustus, soll ein paar Gemmen mit dem abgekürzten 
JIObK E Namen bezeichnet haben. Man kennt im Ganzen dreizehn 
 geschnittene Steine von seiner Hand, oder sie werden ihm 
wenigstens zugeschrieben, da der Name (AIOCKOYPIAOY) einge- 
graben ist, welcher aber nicht immer für die Originalität entscheidet. 
Sicher nicht von Dioscurides ist der Stein mit den Buchstaben 410, 
welche Zanetti (Dactyliotheca Tab. XXXIII.) auf diesen Künstler 
deutet. Die Gemme stellt einen der Titanen vor, und stimmt nach 
Winckelmann (Descript. des pierres grav. p. 339) mit den übrigen 
Werken des Dioscurides nicht im geringsten. Letzterer Schriftsteller 
macht auch auf einen Stein mit dem Perseus aufmerksam, auf welchem 
die Abbreviatur- JIOUK. eingegraben ist. Sie deutet ebenfalls auf 
Dioscurides, Winckelmann spricht sich aber über die Aechtheit nicht 
entschieden aus. 
1171. Jacques Dassonville, auch Dassoneville und da So n- 
y ville, Maler und Radirer, wurde um 1619 zu Port-Saint- 
D 45V Ouen geboren, nicht 1719, wie Basan angibt. Die auf seinen 
Blättern vorkommenden Jahrzahlen weisen die Blüthezeit von 1653 
bis 1656 nach, der Künstler war aber noch 1666 tbätig. In diesem 
Jahre erschien D. Marloifs Metropolis Ramensis Historia. lnsulis, ex 
efficina Nicolai Rache, fol., in welcher drei Vignetten von Dassonville 
vorkommen. Robert-Dumesnil, Peintre-graveur francais I. p. 177 E, 
beschreibt 37 radirte Blätter von ihm, das Verzeichniss ist aber nicht 
Complet, wie aus unsern Supplementen zu ersehen ist. Die meisten 
Blätter sind mit dem Namen bezeichnet, und nur ein einziges enthält 
die Initialen D JS. Robert-Dumesnil beschreibt es N0. 33 unter dem 
Titel: La famille et le Berceau. Die Scene spielt im Innern einer 
Bauernstube in der Weise des A. van Ostade, welchem Dassonville 
überhaupt nachahmte. In der Mitte sitzt ein Weib auf dem Stuble 
mit dem Kinde an der Brust, und wendet sich lächelnd gegen den rechts 
hinter ihr stehenden Raucher. Neben dem Weibe steht ein weinender 
Knabe, und links vor der Wiege des Säuglings trinkt ein sitzender 
Knabe aus der Schüssel. Im Grunde der "Stube sind vier Männer am 
Kamine versammelt, und rechts blickt durch das Fggxister ein altes
        

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