Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561896
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DIH. 
1166 
1168. 
No. 69 zeigt. Auf den radirten Blättern dieses Meisters stehen obige 
Initialen, welche Brulliot II. No. 601 auf einen Maler Don Jose Garzia 
Gonzalez deutet. Der Künstler ätzte die Platten tief, und daher haben 
die Abdrücke ein rauhes Ansehen. In der Zeichnung sind sie aber 
tadellos. Andere Blätter des Zeichnungswerkes sind mit den Initialen 
J G11 versehen.  
1) Der Tod des Abel. Cain, nach links gerichtet, setzt dem nieder- 
geworfenen Bruder die Hand auf die Brust. Im Grunde rechts und 
links knieen beide beim Opfer. Links oben in der Ecke ist die No. 64, 
und rechts unten die Signatur des Künstlers, DJÄ Gß f., der erste 
Buchstabe ohne Schnörkel nach oben gezogen. H. 5 Z. 9 L. Br. 7 Z. 10 L. 
2) Der leidende Heiland mit der Dornenkrone in einer Nische auf 
dem Steine sitzend, fast von vorn gesehen. Seine gekreuzten Hände 
stützt er auf den linken Schenkel, und auch die Füsse sind über- 
einander gelegt. Rechts unten auf dem Boden ist das zweite Zeichen, 
und oben No. 69. H. 8 Z. 6 L. Br. 6 Z. 
3) Ein Malersaal, in welchem viele Künstler bei Lampenschein 
nach dem Modelle zeichnen. Letzteres steht mit der rechten Hand auf 
einen Stock gestützt auf einem Sockel, und hebt die Linke mit einem 
Gefässe in die Höhe. Im Hintergrunde öffnet sich ein zweites Zimmer, 
in welchem ebenfalls nach dem Modelle gezeichnet wird. Ueber diesem 
Akt liest man auf der Baudrolle: Nulle die seine linie. Auf der Schrift- 
rolle über dem Modelle auf dem Sockel steht: Sum dm: lua; Recta m'a 
stultos ame pello doctos yn me provo eeritas Sum. Am Piedestale be- 
merkt man die Signatur des Künstlers. H. 9 Z, 9 L. Br. 6 Z. 8 L. 
4) Ein nackter Mann, welcher das Violoncel spielt. Mit der 
Signatur DJhGßf, der erste Buchstabe ohne Schnörkel nach oben, 
kl. fol. 
1156. Unbekannter Töpfer oder Modellirer, welcher im 16. Jahr- 
D I H hundert in Deutschland thatig war. Aus seiner Fabrik 
'   gingen verschiedene Geschirre hervor, meistens solche, 
welche in den Häusern der besseren Stände gebraucht wurden, und 
jetzt zu rlen seltenen Antiquitäten gehören. Man findet zuweilen Krüge, 
sogenannte Humpen, mit den Initialen D. I. H. Sie sind spindelförmig, 
und am Bauche mit Masken, Medaillons und Schilden verziert, ge- 
wöhnlich in weisser Masse. Der Verfertiger heisst vielleicht Dirglauf. 
Dieser Name, und die Jahrzahl 1591 steht nämlich auf einem cylin- 
derischen Humpen mit drei halben Figuren in Basrelief. Wenn nun 
der Modellirer oder der Fabrikbesitzer Dirglauf geheissen hat, so 
müsste unter I. H. der Ort angedeutet seyn. Die Geschichte dieser 
Anstalten ist noch höchst mangelhaft. 
1157. Uominique Vivant Denen, der berühmte, und auch als 
Q Radirer bekannte General-Intendant der französischen Museen 
" unter Napoleon L, bediente sich zur Bezeichnung der Kupferstiche 
und Handzeichnungen seiner reichen Sammlung eines Stempels, welchen 
wir hier in Facsimile geben. Diese Kunstsammlung wurde 1826 ver- 
äussert. Ein gedruckter, ziemlich dickleibiger Catalog verzeichnet die 
Schätze derselben. Unter D N. kommen wir auf Denen zurück. 
1168. Unbekannter Kupfers-tauber, welcher wahrscheinlich in 
E; Nürnberg thätig war. Sein Zeichen findet man auf einem sehr 
seltenen Schwarzkunstblatte, welches das Bildniss eines Mannes 
mit Perücke und langem gewundenen Zopf vorstellt. Oben auf einen: 
Bande steht: Nicolaus Resch Bilthaer und Eisen Schneider. Rechts
        

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