Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561814
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1150 
1153. 
durch den Umdruck auf Stein und Kupfer verändert wurde. Diess ist 
besonders mit demersten und zweiten Zeichen der Fall, welche auch 
zwischen der Jahrzahl vorkommen. Das dritte Zeichen, welches unter 
Strichlagen undeutlich erscheint, findet man auf einer radirten Land- 
schaft. Rechts vorn sind zwei alte Bäume und ein Felsenstück, und 
im Mittelgrunde sitzt eine Frau auf dem beladenen Maulthiere. Im 
Wasser links vorn liegt ein Stein, auf welchem das Monogramm mit 
der Jahrzahl 1794 schief einradixt ist. Im späteren Drucke bemerkt 
man links die N0. 1 . so dass dieses Blatt für eine Folge bestimmt 
war. Von drei weiteren, grösseren radirten Landschaften zeigt die eine 
einen Wasserfall, und die beiden anderen Jäger und ländliche Figuren, 
gr. 4 und qu. fol. 
1150- Servaas de Jong, Historien- und Portraitmaler, geb. zu 
- Leeuwarden 1808, musste sich als der Sohn eines Kaufmanns 
D' der Handelschaft widmen, und konnte daher der Zeichenkunst 
nur in Mussestunden obliegen. W. B. van der Kooi gab ihm 
hierin, sowie im Malen Anweisung, und endlich gelangte er so weit, 
dass seine Bilder weit über Dilettantenarbeiten erhaben waren. S. de 
Jong unternahm auch Reisen in Frankreich, der Schweiz, Italien und 
Deutschland, und richtete überall ein besonderes Augenmerk auf die 
vorhandenen älteren und neueren Kunstwerke. Auch Schriften über 
Kunst gab er heraus: Wenkenter handleiding in de Schilderkunst; Brieven 
uit Belgiä; Verhandeling over de tegenwoordige Schilderkunst in Europa etc. 
Seine Gemälde und Zeichnungen sind historischen Inhalts. Auch schöne 
Bildnisse findet man von seiner Hand. Um 1842 gründete er in 
Utrecht eine Anstalt zu permanenten Kunstausstellungen. Immerzeel 
gibt ausser dem Nachweis über das Leben des Künstlers auch obiges 
Monogramm.  
1151. Jean Daullä, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Abbeville 
1703, gest. zu Paris 1763. Schüler von Hecquet, hinterliess er 
Ü eine bedeutende Anzahl von schönen Blättern nach Correggio, 
F. Albani, Rubens, N. Poussin, J. Ribera, Dietrich, Jean Andre, Jou- 
venet, Ch. Coypel, J. Raoux, F. Boucher, H. Rigaud, Mignard, L. van 
Loo, Meytens, A. Pesne, R. Tourniere, H. Drouais, David, Silvestre, 
J. Aved, C. Hutin u. s. w. Das Monogramm findet man auf Blättern 
nach Joseph Vernet, welche Landschaften mit Staffage, und Marinen 
vorstellen. Auch die Initialen J. D. kommen auf Blättern dieses 
Meisters vor. 
"1152- Jobst de Negker, auch Denecker und Dienecker ge- 
Q a nannt, ist oben unter dem Initial D N0. 901 eingeführt, de. 
, derjenige, welcher dieses Zeichen nicht aus Erfahrung kennt, 
darunter nicht D J. sondern eher ein D mit einer zufälligen Durch- 
schnittslinie oder Df vermuthen wird. Der Holzschnitt, auf welchem 
das Monogramm vorkommt, ist an der betreffenden Stelle beschrieben. 
Dasselbe hat die Form des zweiten Zeichens. Das erste gibt 
Brulliot I. N0. 1601, aber nicht genau, weil eS dem zweiten gleichen 
muss. Dass das Blatt mit diesem Zeichen vielleicht von David de Negker 
herrühre, haben wir bereits bemerkt. Unter Uhu kommen wir auf 
Jobst de Negker zurück. 
1153. Pierre Dupin, Kupferstecher, wurde 1718 zu Paris geboren, 
CD und hinterliess eine bedeutende Anznhl von Blättern, besonders 
Bildnisse, welche im ersten Drucke dle Adresse des J. Odieuvre 
tragen. Sie kommen in der bekannten Europa illustre vor. Hier handelt
        

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