Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561779
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1132. 
Declamationes diutne de humane vtte mtserta D. Jean. Fabro in spiritu- 
alibus Utcarto Constantien. authore S. t. et 0., kl. fol. H. 9 Z. 1 L. 
Br. 6 Z. 2 L. 
6) Titeleinfassung mit Laubwerk und Figuren. Oben in der Mitte 
ist ein Mascaron, von welchem zwei Füllhörner ausgehen, auf denen 
zwei Kinder sitzen. Unten zu beiden Seiten eines Engelchens mit der 
Posaune sind zwei geflügelte Meerjungfern, die in Verzierungen aus- 
gehen. Mit den Initialen D H., welche jenen in den gegebenen Ver- 
zierungen gleichen. H. 5_Z. 6 L. Br. 3 Z. 7- 8 L. 
Diese Bordüre, in gutem Drucke mit reliefartig hervortretenden 
Arabesken, besass Sylvan Otmar, und benützte sie zu veschiedenen 
Schriften, wie zu: Hortulus Elegantiarum Magistri Laurentii Coruini  
Impressum Auguste in aedibus Sylvant Otmar. Anno MDXVL, 4, zu: 
Complurium. eruditor vatum carminafad -D. Blasium Hölceliuna. Aug. 
Vind. M. D. XVIIL, 4, dann zu: Doetor Martini Luther Augustiners 
vnderricht auf)" etliche Artikel die jm von seine missgünem auffgelegt und 
zugemessen werden. Augsburg MDXIX. , 4, und zu anderen Schriften 
Dr. Luther's. 
7) Titeleinfassung mit Genien, bärtigen Karyatiden mit Obstkörben. 
Harpyen und Füllhörnern auf schwarzem Grunde. Die Buchstaben 
D H. stehen auf den Leibern zweier Harpyen oder Meerjungfern unter- 
halb der Titelschrift, wie wir sie oben in der ersten Reihe gegeben 
haben. Diese Bordure dient zu Mathäus Alber: Vom Rechten brauch 
Ewiger fürsehung Gottes wider die hochfahrenden Geister. Augsburg 1525, 4. 
8) Die mit phantastischen Figuren, Thieren und Arabesken reich 
verzierte Titeleinfassung der Schrift: In Ecclesiastem Salomonis meta- 
phrasü divi Gregorii Neocaesariensis. Interprete Oecolampadio. Aug. Wnd. 
in officina Sig. Grimm ac Marei Vuirsung 1520. 4. 
Diese schöne Bordure ist ohne Zeichen. Wir haben sie nicht ge- 
sehen, und daher könnte die folgende dieselbe seyn. 
9) Die Titeleinfassung mit zwei an Ketten gefesselten Satyrn in 
der unteren Leiste. Links steht auf einem Untersatze mit Blumen ein 
blasender Satyr, und rechts erhebt sich eine Säule mit einem Blumen- 
korb auf dem Knaufe. Oben links bemerkt man ein Meerfräulein, und 
rechts den Wassermann, beide mit Flügeln versehen. Ohne Zeichen. 
    
Heller (Albrecht Dürer N0. 2117) zählt nach der Angabe des 
Professors M. v. Beider diese Titelbordure zu den zweifelhaften Holz- 
schnitten des A. Dürer, sie stimmt aber mit den Blättern des D. Hopfer. 
Sie kommt auch nur in Augsburger Druckwerken vor. M. von Beider 
macht auf drei Schriften aufmerksam, nämlich den Sendbrief des 
Erasmus an den Bischof von Mainz in Betreff Luther's, das Büchlein 
des hl. Augustin von den zehn Saiten, durch Georg Spalatin 1522, und 
die lateinische Rede des J. Oecolampadius De gaudio resurrecttonis etc. 
10) Die grosse Titeleinfassung zu: Geiler Keiserspergtt sermones et 
rar. tractatus. Ed. P. Wiekgram. Argentorati, J. Grüninger 1521. fol. 
Auf diese Bordure macht Wiechmann- Kadow in Naumanms und 
WeigePs Archiv II. S. 183 aufmerksam. Die ganze Einfassung ist ein 
Gewebe von phantastischen Arabesken und eigenthümliehen Pflanzen- 
gebilden, aus deren Blättern menschliche Köpfe und Thiergestalten 
hervorschauen, Alles auf schwarzem Grunde. Die Initialen D H. fehlen, 
und somit handelt es sich nicht um die oben erwähnte grosse Titel- 
einfassung zur Bibel.
        

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