Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561762
1132. 
437 
2).Der hl. Rochus im Pilgerkleide mit dem Nimbus um das Haupt 
auf einem Throne sitzend." Rechts zur Seite kniet ein Engel in langem 
Gewande, und berührt mit beiden Händen die Schenkelwunde des Hei- 
ligen, Letzterer hält in der Rechten den Hut, undzu seinen Füssen 
liegt Stock und Tasche. Im" weissen Grunde hinter ihm ist eine Guir- 
lande von Früchten und Blätternmit fliegenden Bändern im Halb- 
kreise. Die Buchstaben DH stehen in der Mitte unter dem Heiligen, 
und im Rande sind acht Zeilen eines Gebetes eingeschnitten: O heiliger 
beuchtiger Rachy dir hat got gross geriad erzaigt von wegent auf das er 
dir genad gegeben hat krarmcken gesamt zumucherietc. Amen. Höhe 
8Z.3L. Br.5Z.6L. 
In W. Y. Ottley's Collection of Fac- Similes of scarce und curious 
prints.  London 1828, fol., ist eine Nachbildung dieses seltenen Blattes. 
3) Titeleinfassung mit Figuren, phantastischen Thieren, Zweigen, 
Blättern und Gewächsen das. Oben in der Mitte ist eine männliche 
Maske, deren Haare "lange Blätter bilden. Rechts von diesem Kopfe 
schiesst ein Knabe den Pfeil ab ,'und links ergreift ein den rechten 
Arm erhebender Knabe mit der linken Hand eine Maske. Unter den 
Knaben bemerkt man zwei in Schwcifung ausgehende nackte Seejung- 
fern, tiefer je einen phantastischen Vogel, weiter unten wieder Knaben 
auf Thieren u. s. w. Oben auf der Stirn der Maske in der Mitte 
stehen die Buchstaben D H. H. 9 Z. 2 L. Br. 6 Z. 2 L. 
.Diese auf einem grossen Stecke vertieft geschnittene Einfassung 
besass der Buchdrucker Silvan Otmar {in Augsburg. Er benutzte sie 
zu Bibel teuisch der erst tail. Augsburg 1516, fol., zum oberdeutschen 
Sachsenspiegel mit vil newen Addicien. sampt Landrechts etc. Augsburg 
1517, fol., und zum niederdeutschen Sassenspegel mit velen nyen Addi- 
cien san dem Leenrecltte.  Aufsburg 1516 , fol.  Ein Theil dieser 
seltenen Einfassung ist im achten Hefte des Werkes von R. Weigel: 
Original-Formschriittu berühmter Meister etc. von Flegel in Leipzig 
copirt, fol. sDas in der Bibel vorkommende Initial-Alphabet dürfte 
ebenfalls von D. Hopfcr seyn, wenn es sich nicht um Copien nach 
den Initialen der Schönspergerischen Bibel handelt, auf welche wir 
unter dem Monogramm H b zurückkommen.  
4) Die prächtige Titelverzierung mit reichen Arabesken auf schwar- 
zem Grunde, danmmit den Portraitfiguren des Ninus und des Kaisers 
Friedrich II. Diese Bordure gehört zur. ersten, von O. Peutinger be- 
sorgten Ausgabe der Chronik des Abtes von Urberg: Chronicon Abbat-is 
Vrspergen. a Nino Rege Assyrriorum Magno: usquc ad Fridericum VI 
Romanorum Imperatorem. August. Wndcl. , J. Miller 1515. fol.  
Am, Schlusse dieses sehr seltenen Buches ist auch das Millefsche 
Wappen, sehr schön mit Figuren und Ärabesken verziert, welches 
jedenfalls von Hopfer herrührt. Die Titelverzierung wurde vor der 
Verwendung zum Buche einzeln abgedruckt, Exemplare dieser Art 
Sind aber noch seltener. Die Priorität geht aus dem Umstände her- 
vor, dass die Namen von Ninus und Friedrich II. fehlen. Auf der 
zum Werke des C. Peutiuger verwendeten Platte kommen sie vor. 
Vgl. WeigePs Kunstkatalog N0. 19,442.  
 5) Titeleinfassung mit Arabesken und Figuren auf schwarzem 
Grunde. Oben in der Mitte sieh-t man einen Menschenkopf, dessen 
Haare Pflanzen bilden. Er ist zwischen zwei Delphinen angebracht. 
Unten in der Mitte steht ein Korb auf drei Köpfen. Auf der Stirne 
der männlichen Maske oben zwischenDelphinen stehen die zweiten 
Buchstaben, welche von" jenen der Bordure zur Otmaüschen Bibel 
N0. 3 abweichen. Sie dient zur [Fitelverzierung folgenden Werkes:
        

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