Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561689
1115 --1116; 
429 
nur durch wenige Blätter vonBedeutnng bekannt. Jlamnter gehören 
die Ansichtenvon Charmettes, dexjEremitage des J, J. Rousseap, und 
des Pene-la-Chaise inParis. fol. Das Blatt mit delyobigen Bezeichnung 
hat, den Titelzßa garde imperiale mewjt et neßse rend pas. Auf? anderen 
Blättefn steht der Familienname, als jener Edes Zeichners, "undyder 
Name Desire als der des Stechers.__      
1115. Jakob de Gheyn (de Jonge) von Haarlem behauptet oben 
D G 7-" elfte unter dem Monogramme D G N0. 111.2 bereitsceinetStelle, 
   wo die nöthige Einleitung gegeben ist. Desswegen müssen 
wir uns hier auf jene geistreichen, in Oastiglionys Manier behandelten 
Blätter beschränken, welche unten mit den ganz kleinen Buchstaben 
D. G. in. et fec. bezeichnet sind. Diese sehr seltenen, radirten Blätter 
stellen Masken und phantastische Köpfe vor, theils in Carrikatur, 
theils in Thierphysiognomien, alle auf dunklem Grunde, 8 und qu. 8. 
Drei dieser Radirungen sind im Catalog Sternberg III. N0. 1097 be- 
schrieben, wie folgt: 
1) Acht Köpfe, jener rechts unten einer Eule gleiehend. 
2) Vier Hauptbüsten, aus welchen über dreizehn andere hervorblicken. 
3) Eine Unzahl über einander stehender Büsten aller Art, unten 
links eine einem Hunde gleiehend. 
Diess sind wahrscheinlich jene Blätter, welche Bartsch IV. p. 177 
N0. 26 "28 summarisch dem Bartolomäus Breenberg zuschreibt. In 
diesem Falle handelt es sich aber um erste Drücke mit D. G. statt 
D. Gheyn 1638. Der Name ist links unten sehr klein einradirt, und 
auf jenem mit den verschiedenen Büsten, welche aus Tropfstein ge- 
formt zu seyn scheinen, sind die Buchstaben I) G so nahe an einander 
gestellt, dass sie wie verbunden sussehen. Dieses Blatt ist 372 Z. 
hoch, und 4 Z. 31A I2. breit. Im Catalog Rigal p. 70 in der An- 
merkung, wird die bei Bartsch fehlende Beschreibung wie folgt ergänzt? 
N0. 26-27. Studien von männlichen und weiblichen Köpfen, 
sowie von phantastischen Thieren. 
N0. 28. Studien von Köpfen alter Männer, und von anderen Büsten. 
Der Name des B. Breenberg kommt auf diesen Blättern nicht vor, 
sondern wie der Verfasser des RigaPschen Cataloges angibt: D. Gheyn, 
1638. H. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. Dieses Maass stimmt mit dem er- 
wähnten, tropfsteinartige Büsten vorstellenden Blatte nicht. Frenzel 
bemerkt im Catalog Sternberg auch nichts von der Jahrzahl 1638, 
und somit handelt es sich entweder um erste Abdrücke ohne Namen, 
oder um zweierlei Blätter dieser Art. Es fehlt uns leider die An- 
schauung, und somit müssen wir die weitere Bestimmung der Autopsie 
überlassen.  
1116- Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten Hälfte 
b G des 16. Jahrhunderts thätig war, vielleicht in Verbindung mit 
("g Jakob Lucius Oorona Transylvanus, welcher um 1565-1580 in 
Rostock arbeitete. Blätter mit den Initialen seines Namens 
findet man in Dr. M. Luthez-"s niedersächsischer Haus-Postille, Barth 
1859 , kl. fol. Auf anderen Blättern dieses Werkes ist ein Kleeblatt 
als Künstlerzeiehen, welches ebenfalls unserm Meister angehören 
könnte. Das Kleeblatt findet man auch auf Blättern der von J. Lucius 
1580 gedruckten niedersächsischen Bibel, und schon in der Lufftlschen 
Bibel von 1560, in welcher aber die obigen Buchstaben nicht vor- 
kommen. Die Mittheilung über die niedersächsische Hauspostille, und 
den Meistere d. G. verdanken wir dem Herrn Wiechmann-Kadow.
        

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