Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557696
76. Gonrad Grahl oder Grahlein, Formschneider und Kupfer- 
C G stecher von Leipzig, war um 1616- 1630 daselbst thätig. 
 Er ist jener Meister CG, welchem Bartsch P. gr. IX. p. 399 
einen Holzschnitt zuschreibt, welcher den Teufelstanz in Planen 
zwischen Neuendorf und Zoswitz vorstellt. Die sächsischen Chronisten 
setzen diesen Vorfall in das Jahr 1478, und auch der Zeichner hat 
die Scene so aufgefasst, als wenn er in demselben Jahre sein Phantasie- 
bild entworfen hätte. Man würde daher den Holzschnitt für älter 
halten, wenn er nicht zuerst in S. Münster's Cosmographey. Basel 
1628, S. 1160 vorkaine. H. 1 Z. 9 L. Br. 2 Z. 4 L. 
Grahl schnitt noch etliche andere Blätter in Holz. Auf in 
Kupfer gestochenen Bildnissen zeichnete der Künstler mit einem 
Monogramme und auch mit den Initialen C. G. f., wie im folgenden 
Artikel zu ersehen ist.  
77. Gonrad Grahl, der oben erwähnte sächsische Meister, ist 
0G fe auch durch gestochene Bildnisse bekannt, deren mit C. G. und 
CGJ," dem aus diesen Buchstaben bestehenden Monogramme N0. 60 
  bezeichnet sind. Hier fügen wir zwei Blätter bei, und be- 
merken noch, dass die Kupferstiche mit diesen Initialen nicht mit 
jenen des Conrad Goltzins verwechselt werden dürfen. Auch dieser 
Meister zeichnete C G, wie im folgenden Artikel zu ersehen ist. 
1) Henricus Borbonius D. G. Franviae et Navarrae Bex Dum Ven- 
domac etc. 1589. Brust in Oval, rechts unten C. G. fe., 16. 
2) Ludovicus Hungariae et Bohewniae Rew in preho contra Turcos 
caesus MDXXXVI. Büste in Oval, rechts unten C. G. f., 16. 
78- Oonrad Goltzius fand oben unter dem Monogramme QGNo. 64 
u; eine ausführliche Stelle, und wir haben auch schon auf d1e Blätter 
C9 hingewiesen, welche mit den Initialen des Namens versehen sind. 
Sie bilden N0. 6 u. 7 einer Folge von sieben Vorstellungen aus der 
Geschichte der Susanne. N0. 6 stellt die beiden Alten vor, wie sic 
zum Tode geführt werden. Die ersten Initialen, mit der Jahrzahl 
1587 , deuten den Stecher an. Das Blatt N0. 7 mit den zweiten Ini- 
tialen schildert die Steinigung der beiden Alten. Sie sind an den 
Baum gebunden, und zwei Männer werfen Steine nach ihnen. Näheres 
übexgdiese Folge, und noch andere Blätter dieses Meisters s. unter 
dem Monogramme. 
79. Gonrad Geyer, Knpferstechcr, war zu Nürnberg Schüler von 
A. Reindel und arbeitete auch einige Zeit in jener Stadt. Im 
G; Jahre 185d begab sich der Künstler nach München, wo er 
noch 1857 thätig war. Die Initialen seines Namens, leicht mit der 
Nadel eingeritzt, findet man auf einem Blatte, welches Dr. Martin 
Luther im Brnstbilde vorstellt. Das Gemälde ist von Lucas Crauach, 
und links im Grunde mit der Schlange und der Jahrzahl 1533 be- 
zeichnet. H. 5 Z. 3 L. Br. 4 Z. 3 L. 
Die Abdrücke mit den gegebenen Initialen gehören zu den s. g. 
Epreuves tfartiste, und wohl nur diese werden mit CG bezeichnet seyn. 
80. Graf Christian Glam-Gallas scheint jene Blätter radirt zu 
haben, welche mit den gegebenen Initialen be- 
C9 Jel 1800. zeichnet sind. Er bediente sich nämlich auch 
G g , eines aus diesen Cursiven gebildeten Monogramms. 
'  Jo- Mm Die fraglichen Blätter deuten auf die Bekannt- 
schaft mit Joseph Bergler, welcher dem Grafen Olam-Gallas freund- 
schaftlich zur Hand ging. Vgl. N0. 63.
        

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