Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561512
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1053. 
Diese Gemälde zeugen von dem ernstesten Streben, und athmen innige 
Frömmigkeit. Sein tiefes deutsches Gemütli erkaltete aber auch in 
Italien nicht, wo der Künstler längere Zeit verweilte, und nach römi- 
schen Studien mehrere Gemälde ausführte, welche bei allen früheren 
Vorzügen nur eine höhere Reife beurkunden. Seine Staffeleibilder 
gingen in verschiedenen Besitz über, und wer ihn als Frescomaler 
bewundern will, besuche die von dem Grafen von Fürstenberg-Stamm- 
heim erbaute St. Apollinariskirche bei Remagen. R. Wiegmann gibt 
im (leutsclleu Kunstblatt 1850 N0. 43 eine Beschreibung derselben. 
Im Jahre 1851, damals zum Professor an der k. Akademie ernannt, 
ging er in Düsseldorf an die Vorarbeiten zu den Fresken in der Ca- 
pelle von Burg Stolzenfels, welche ihn in den Sommermonaten der 
folgenden Jahre beschäftigten, und zu den emiuentesten Leistungen 
der deutschen Kunst gehören. .Andere Hauptwerke des Künstlers 
zählen wir unten nach den Abbildungen auf, da diess im Künstler- 
Lexicon nicht geschehen konnte. 
Professor Dcger soll sich selten eines Honogramms bedient haben, 
nur ausnahmsweise auf kleinen Bildern, Skizzen und Zeichnungen. 
Die Anzahl der kleinen Andachtsbilder, der Votivtafeln, der Haus- 
altarchen u. s. w. ist ziemlich gross. Ausser den Gartens zu Gemäl- 
den sind von Deger wenig ausgeführte Zeichnungen vorhanden, die 
als für sich bestehend bei vielen andern Künstlern sich finden, und 
theils in den Handel kommen. Die vielen Entwürfe und Studien, die 
in flüchtigen oder wilden Kohlen-, Feder- oder Pinselstrichen zumeist 
nur dem Eingeweihten verständlich sind, bei Deger aber einen Aus- 
druck der Schönheit und des Lebens erhalten, wie er selten vorkommt, 
überlässt er nur ausnahmsweise fremden Händen. Das erste Zeichen 
findet man auf einer schön radirten Randverzierung in Robert Reinick's 
Liedern eines Malers mit Randzeichnuugen seiner Freunde. Düssel- 
dorf 1838, gr. 4. Deger illustrirte das "Sonntags frühe" betitelte Ge- 
dicht. Das zweite hlonogramm soll auf kleinen Bildern und Skizzen 
vorkommen, wir müssen es aber unter ED einreihen. 
Folgende Blätter sind nach Gemälden oder Gartens ausgeführt: 
Die Verkündigung Maria. Gestochen von A. G. Glaser für den 
rheinisch-west-phälischen Kunstverein 1844, gr. fol. 
Die Madonna mit dem Jesuskiude. Nach dem Frescobilde in der 
Kirche des hl. Apollinaris zu Remagen gest. von J. Keller, fol. 
Die Madonna als Himmelskönigin mit dem Kinde. Unten: Komme 
zu mir alle, die ihr mühseliy und beladen scyd. ich will euch erquicken. 
Nach dem Garton von C. Müller gestochen, 8. s 
Maria mit dem Kiude an der Hand in einer Landschaft gehend. 
Nach dem Gemälde bei Professor Hühner in Dresden gestochen von 
O. Müller, fol. 
Die hl. Jungfrau in Verehrung des Kindes. Gest. von J. Caspar 
für den rheinisch-westphälischen Kunstverein 1838f39, gr. fol. 
Die Madonna als Himmelskönigin mit dem Kinde. In Stahl gest. 
von J. Keller für denselben Kunstverein 184O[4i, roy. fol. 
Regina Coeli. Gest. von Franz Keller, kl. fol. 
La Reine des Oieux. Lithogr. von L. Noel, gr. fol. 
Die Madonna mit dem eingewickelten Kinde. Gest. von Jansen 
für den Düsseldorfer Verein zur Verbreitung religiöser Bilder, gr. 8. 
Die Mutter der schönen Liebe. Gestochen von F. Ludy für den 
Düsseldorfer Verein zur Verbreitung religiöser Bilder, gr- 3. 
Maria mit dem Jesuskinde. Gestochen von A- Rohrdorf für den- 
selben Verein.
        

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