Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557669
66. Garl Guttenberg, Kupferstecher von Nürnberg, bezeichnete 
auf solche Weise ein satyrisches Blatt, welches sich 
auf die durch den Impost auf den Thee veranlassten 
Unruhen in Nord-Amerika bezieht. Im Rande liest 
man: Tlw Tea-Taw-Tempest.Hlievolution. Orage causä 
 Ameriquc. Auf einem Waarenballeu links stehen 
Q obige Initialen, und auf einem zweiten Ballen, der 
bx dem Amerikaner zum Sitze dient, bemerkt man den 
Buchstaben N. Rechts unter der Vorstellung ist die 
Jahrzahl 1778. H. 12 Z. 2 L. Br. 16 Z. 
Das genannte Blatt ist in dem Werke: Die Nümbergisvlaen Künstler 
naclr ihrem Leben und ihren Werken, II. S. 44, von J. A. Börner be- 
schrieben. Den Buchstaben N konnte er damals (1823) nicht deuten, 
nach einer neueren Mittheilung Börnerls bezieht er sich aber wahre 
scheiulich. auf den Maler C. J. Notte, nach welchem C. Guttenberg 
das Bildniss des John Paul Jones gestochen, und der vielleicht auch 
die satynsche Darstellung gezeichnet hat. - 
67. Charles Grignon, Zeichner und Kupferstecher, übte seine 
C G Kunst i_n Ifondonä und starb daselbst nach 177-1. Er 
  s 0- stach Bildnisse, historische Oompositionen, architekto- 
 Ja. nische Ansichten u. s. w. Auf einigen Blättern findet 
man die Initialen des Namens, besonders auf solchen mit Abbildungen 
antiker Steine in dem Werke von Lorenz Natter: Tmitä de la melhode 
antique de gravcr en pierres fines, comparäe avec la methodc moderne.  
37 pltmvhes. A Londres 1755, fol. Ein Theil dieser Blätter ist von 
Johann Sebastian Müller und Inigo F ougeron gestochen. 
68. Medailleure und Münzmcister, welche Gepräge mit den Ini- 
C G tialen  zeichneten: 
1'  Christian Gatter, Münzmeister in Eisleben, Stollberg und 
Ellrieh von 1577-1582. 
Gaspar Gieseler, Münzmeister in Morizburg bei Hildesheim 
1628  1634. 
Christian Guttmann, Münzmeister in Br0mberg_1642--1651. 
U. Grale, Medailleur, stand um 1657 in Diensten des Churfürsten 
Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Von ihm dürfte die mit C. G. 
bezeichnete Medaille auf die im Jahre 1657 erlangte Souveränität 
dieses Fürsten seyn. Eine andere Medaille mit dem geharnischten 
Brustbilde desselben ist von 1673. Sie ist ebenfalls mit C. G. signirt, 
es frägt sich aber, 0b Grale sie gefertiget habe, oder 0b diese Buch- 
staben auf 
Oaspar Geelhaar sich beziehen. Letzterer war nach Schlickeysen, 
Abkürzungen auf Münzen 8m. S. 74, 1667  1670 Münz-Inspektor zu 
Königsberg in Preussen. Dieser Geelhaar, auch Geelhaas genannt, 
war also nicht Künstler. (lrale ist aber zu den Stempelsehneidern zu 
zählen. Lochner V. S. 361 gibt eine von ihm gefertigte Medaille 
mit dem Bildnisse des Herzogs Georg Wilhelm von Braunschweig- 
Celle in Abbildung.  
033W;- Ggglhaar jun. wurde 1692 Wardein zirKönigsberg, sodann 
Münzmeister, und starb 172_8 als Münzrath. Beide Geelhaar sollen 
nach Schlickeysen C. G. gezeichnet haben.
        

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