Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561309
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1002. 
391 
man die gegebenen Monogramme auf historischen Gemälden und auf 
Portraiten, der erwähnte Schriftsteller macht aber kein Bild mit dem 
Zeichen namhaft. Das zweite Monogramm besteht aus den Buch- 
staben IDC. Die Erklärung desselben gibt das grosse Gemälde der 
thronenden Maria von Heiligen umgeben in der k. Pinakothek zu 
München. Es ist bezeichnet: Jaspar de Crayer fecit 1611-6. Er nannte 
sich also Jasparstatt Caspar. Auf andern Gemälden stehen die Buch- 
staben DC, so dass wir auf diesen Meister zurückkommen. 
Schliesslich ist noch zu bemerken, dass die Landschaften in seinen 
Gemälden grösstentheils von Ludwig de Vadder und von Lukas Acht- 
schelling gemalt sind. Der Künstler starb zu Gent 1669, und wurde 
in der Dominikaner-Kirche begraben. 
999. Unbekannter Kupferstecher, Welcher in der zweiten Hälfte 
. des 16. Jahrhunderts in Rom tbätig war. Man findet 
radirte und gestochene Blätter mit diesem Zeichen, 
m  meistens Copien nach Stichen von Marc Anton und 
1 anderen Meistern, welche nach Rafael gearbeitet haben. 
Eine schön radirtetCopie von Marc Anton's Blatt B. N0. 46, zeigt 
die hl. Jungfrau mit dem Kinde in einem Sessel, welcher auf Löwen- 
tatzen ruht. Nach Passavant liegt der Entwurf eines Schülers von 
Rafael zu Grunde. Mit dem Zeichen. I-I. 6 Z. 7 L. Br. 4 Z. 6 L. 
Ein radirtes und gestochenes Blatt gibt eine gegenseitige Copie des 
Blattes von Marc Anton, welches Bartsch N0. 63 La Vierge au berceau 
betitelt. Die hl. Familie befindet sich im Zimmer. Maria reicht das 
Kind der hl. Anna, welche sich über die Wiege neigt. Unten links 
bemerkt man das Monogramm. H. Ü Z. 3 L. Br. 6 Z. 4 L. 
Brulliot I. N0. 1182 glaubt, dass das gegebene Zeichen einem 
Verleger angehöre. In diesem Falle könnte man nur an Claudio 
Duchetti denken, für welchen wir aber nicht einstehen. 
1000 Charles David, Zeichner und Kupferstecher, wurde um 
I0: 1600 zu Paris geboren, und machte sich durch eine ziemliche 
Anzahl von Blättern bekannt. Auf den wenigsten steht aber das 
gegebene Zeichen des Künstlers. Ein. solches enthält die halbe Figur 
eines Soldaten nach Simon Vouet, mit der Schrift: Moy qui suis Nou- 
risson de Ballone elc., 8. David stach nach J. B. und Ph. de Cham- 
paigne, Blanehard, O. Vignon, Dumoustier, F. Villamena, J. Callot, 
S. Vouet, G. Honthorst 8m. 
1001- Delduo, Zeichner und Formschneider, trat um 1836 zu Paris 
[C [C als Künstler auf, und leistete fortan Tüchtiges in seinem Fache. 
Die Er schnitt nach den Zeichnungen von Trimolet die schönen 
Vignetten in folgendem Werke: Homäre, le Combat des rals et des gre- 
nouilles, traduit du Grec par M. Trianon. Paris 1841, 8. Auch in: 
Le Diable ä Paris. 2 Voll. Paris 1845. 46'. sind Holzschnitte von 
seiner Hand, und theils mit dem Monogramme bezeichnet. Eines 
dieser Blätter stellt die Statue Heinrich IV. auf dem Pont-neuf, das 
andere den Eingang des Ambigu-Theaters vor. Holzschnitte in: Les 
Frangais peints par euw-mämes am, sind mit_D-C bezeichnet. 
1002. Uaspar de Grayer behauptet unter dem Monogramm DC 
N0. 998 eine ausführliahe Stelle, und daher bemerken 
wir hier nur, dass sich die Initialen DC. auf einigen 
historischen Gemälden, und besonders auf Bildnissen 
' des Künstlers finden, wie Brulliot II. N0. 567 ver- 
D -  - sichert. Die kleinen Initialen stehen auf einem höchst 

        

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