Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557654
Seiten einer Monstranze vorgestellt sind, fol. Derselbe Name steht 
auch auf einem Blatte mit St. Bernhard, wie er die Passionswerkzeuge 
hält, kl. 4. Hier handelt es sich aber zunächst um eine F'0lge von 
sieben Blitttern mit der Geschichte der Susanna. Unter jeder Vor- 
stellung stehen zwei erklärende Zeilen in lateinischer Sprache, und 
das erste Blatt ist bezeichnet: Conradus Golzzius fesil Jan Bussm: ewc. 
N0. 4 n. 5 haben das Zeichen des Künstlers, nämlich die Blätter, 
wie Susänna vor den Richter geschleppt, und selbe von Daniel ver- 
theidiget wird. Auf zwei anderen Blättern stehen die Initialen C G, 
nämlich auf N0. 6 u. 7, worüber wir unten handeln. Im Stiche er- 
innern diese Blätter in etwas an Th. de Bry. H. 2 Z. 2 L. und 4L. 
Rand. Br. 3 Z. 2 L. 
Zu den schönsten Stichen des Meisters gehört das Brustbild der 
Maria in einer ArabeskenJilinfassung, nach Stradanus. kl. fol. Als 
Gegenstück dient das Brustbild des verkündendeu Engels. Dann er- 
wähnen wir auch noch einer Folge von 12 Blättern mit militärischen 
Figuren in den verschiedenen Chargen. Sie erscheinen im alten 
deutschen Costüme mit Ueberschriften: Hauptmann, Lewtenampt, 
Fähndrich, Prouost. Munsterschreibar, Ilelebardier, Ilaeckcnschittz etc. 
1m Grunde sind militärische Uebungen vorgestellt. Nur auf dem 
ersten Blatte mit dem Ilauptmann steht der Name des Künstlers, und 
die beiden Buchstaben C G sind so verschlungen, dass sie in dieser 
Form das Monogramm des Conrad Grahl bilden. Die Blätter des- 
selben sind aber von jenen des Cunrad Goltzius verschieden. Letzterer 
hat diese deutschen Militär-Costüme in der Weise des J. Amman 
radirt und gestochen, 16.  
Zu den Seltenheiten gehören verschiedene satyrische Darstellungen 
auf Zeitverhältnisse der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, welche 
im Verlage des J. Bnssemacher erschienen, fel. u. gr. qu. fol. Ein 
anderes grosses Blatt: Le vraye pourtrait de Pabus du monde, hat die 
Adresse: J. Galle ewcudit. 
55. Der unbekannte Formschneider oder Zeichner, welcher durch 
diese Initialen seinen Namen andeutete, gehört wahr- 
13 scheinlich der älteren sächsisfchenl Schule an. Brulliot 
II. N0. 404 ist der erste Schri tstel er, welcher ein Blatt 
C E) von seiner Hand beschreibt, und herausfand, dass es von 
demselben Meister herrühre, dessen Monogramm Bartsch X. tab. _8 
N0. 95 unter G0 gibt, und welches wir oben unter N0. 55 mit 
Beifügung anderer Zeichen wiederholt haben. Im siebenten Bande 
des Peintre-gruveur- p. 472 beschreibt Burtsch dann ein Blatt mit 
St. Hieronymus in der Zelle von 1520, ohne zu wissen, dass es in 
der berühmten Hnlberstäldter Bibel von 1:322  1523 vorkomme, 
woraus zu schlicssen ist, dass der Meister der sächsischen Schule 
angehöre. Es scheinen aber die Buchstaben nicht C G, sondern CD 
zu seyn, wir folgen aber der Ordnung bei Bztrtsch und Brulliot, da 
sie einmal geläufig ist. Ueber die erwähnte Bibel und ihre Illustration 
werden wir ebenfalls unter GC handeln, da. diess unser System er- 
fordert. Das Blatt mit den gegebenen Buchstaben kommt in derselben 
nicht vor, sondern mag als Vignette in einem anderen Werke dienen. 
Es stellt sieben. Kinder vor, welche keine strenge Gruppe bilden. 
sondern willkürlich vertheilt sind. Die Initialen mit der Jnhrzahl 
stehen auf einem Schilde. H. 4 Z. 6 L. Br. 7 Z.
        

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