Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561056
366 
955. 
dem ersten äahnliches Zeichen, nur etwas kleiner. H. 7 Z. 11 L. 
Br. 5 Z. ll L.  ' 
5) Eine vierte Fontaine in Tivoli: Fontana nel Giardino di Tiuoli 
inanti la faciata del Palazzo. Links neben dem Vierecke das erste 
Zeichen. H. 11 Z. 3 L. mit 5 L. Rand. Br. 7 Z. 9 L. 
6)  N0. 201] Die grosse Fontaine in Tivoli: Fontana Maggiore 
nel Giardirto di Tiuoli uicino all' Organo. Links unten am Steine das 
zweite Zeichen. H. 7 Z. 11 L. mit 5 L. Rand. Br. 11 Z. 6 L. 
Die Blätter mit den Fontainen in Tivoli gehören in folgendes 
Werk: Fontane diverse clte si ucdono nel Alma Cittä di Roma et altre 
parte d'Italia etc. Die Zeichnungen sind von Maggi und anderen 
Meistern.  
 7-8) Zwei Blätter mit Fontainen in Frascati. Sie gehören zu 
obigem Werke, und werden im Catalog Sternberg IV. N0. 791 ohne 
Angabe des Masses und der Unterschriften erwähnt. Sie sind aber 
nicht mit dem Monogramme bezeichnet. 
9) [R. -D. N0. 63] Herkules am Fnsse eines Baumes sitzend, in 
dessen Aesten sich die Schlange ringclt. Links unten ist das Mono- 
gramm des Künstlers, und im Rande steht: Hercules inter Hesperides 
in hortis Medicorü. H. 11 Z. mit 3 L. Rand. Br. 7 Z. 4 L. 
10)  N0. 64] Der Gipfel des Limonienbaumes in der Blüthe; 
Auf der Bandrolle: Limoniae Flores. Am Fusse des Baumes 
steht das Monogramm. H. 11 Z. 3 L. Br. 7 Z. 7 L. 
Diese letzten zwei Blätter gehören in folgendes Werk: Hcsperides, 
sive malorum Aureorum cultura et usus libri quatuor Jo. Baptistae 
Ferarij Senensis Societate Jesu. Romae, Hermartni Scheus, 1646, fol. 
955- Dirk de Bray von lilaarlem, Sa1omon's Sohn, wird von den 
.  vaterlandisc en Biographen Schilder, Teekenaar und 
 IEvZjWÜ-fi Figuursnydcr genannt, keiner erwähnt aber Gemälde 
von seiner Hand. Honbracken sagt zwar, dass Salomon_'s zweiter Sohn, 
d. i. unser Künstler, Blumen gemalt habe, wir finden aber in keinem 
Verzeichnisse ein Bild dieser Art erwähnt. Alle anderweitigen Nach- 
richten lassen nur vermuthen, dass D. de Bray als Formschneider für 
die berühmte Enschede'sche Buchdruckerei in Haarlem gearbeitet habe. 
Im Jahre 1656 wurde er Mitglied der Boeckverkoopers-Gild, und 1675 
kommt er als Sekretär der St. Lukas-Gilde vor. Später soll der 
Künstler in Brabant einemgeistlichen Orden beigetreten seyn. 
D. de Bray ist durch mehrere geistreiche Holzschnitte bekannt, 
welche fast alle zu den Seltenheiten gehören. In früheren Catalogen 
wird ihm auch ein radirtes Blatt zugeschrieben, die Ansicht der Ruinen 
des Schlosses von Brederode, welche aber nicht von ihm herrühren 
dürfte. Folgende Holzschnitte sind aber sein Werk: 
l) Das Bildniss des Salomon de Bray, Büste ohne Hände nach 
links, wo über dem Schlagschatten steht: 1664 Oud 67. Im Rande 
liest man: Salomon de Bray, Schilder en Bou-meester, tot Harlem. 
Rechts in der Ecke des durch eine starke Linie gebildeten Randes 
steht in Currentschrift der Name Braij. f., oder vielmehr J Braij , da 
die Buchstaben J B verschlungen zu seyn scheinen. Die Zeichnung 
zu diesem meisterhaften Blatte ist daher von Jakob de Bray. An den 
Buchstaben f. schliesst sich das zweite Zeichen an , welches aus den 
Oursivbuchstaben DB bestehen dürfte. H. 6 Z. 5 L. Rand 8 L. 
Dieses äusserst seltene Blatt werthet Weigel auf 20 Thlr. Es war 
für eine. Schrift des S. de Bray bestimmt: Bedenkingen OUGT het nit- 
leggen en vergrooten der stad Harlem 1667, 4- In R. WeigePs Pracht- 
werk: Holzschnitte berühmter Meister etc. III. N0. 11 ist eine sehr schöne 
Copie des Bildnisses.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.