Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561035
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949 
954. 
wurde 1531 berufen, und Domenico dürfte sich daher mehr an den 
ersteren Meister gehalten haben, da zwischen beiden Eifersucht herrschte. 
Uebrigens überlebte Primaticcio den Maitre Ronx um mehrere Jahre. 
949. Der unbekannte Meister mit diesem Zeichen ist im ersten 
Bande N0. 1755'eingeführt, da er auch unter 
w H B!) gesucht werden kann. Es steht übrigens 
,  das B eben so gut im D, als umgekehrt D in B. 
Das Weitere an der bezeichneten Stelle. 
950. Theodor Bang, oder ein anderer Meister aus der Familie 
Ü der Bang in Nürnberg, welche um 1580-1620 Goldschmiede und 
;Kupferstecher zählte. Hier handelt es sich um sieben Blätter, 
welche unter weiblichen Figuren in Landschaften die sieben freien 
Künste vorstellen, in ovalen , wenig verzierten, an Steiuwänden ange- 
brachten Rahmen. Unten am Rahmen ist der Name der vorgestellten 
Kunst, und gegen rechts die Plattennummer. Das achte Blatt, der 
Titel, hat in einem verzierten runden Rahmen die Schrift: DIE l 
VII. FRIIE l KVNSTE l Nurnberg j Hieronimus l Bange excudi.  Die 
Figuren sind ziemlich schlank, und erinnern in Etwas an V. Solis. 
Der Stich ist mager. Unten im Titelblatte von der Mitte nach rechts 
bemerkt man das gegebene Zeichen, dessen Buchstaben aber nur um- 
rissen, nicht ausgefüllt sind, so dass man sie schwer nachbilden kann. 
H. 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 5-6 L. 
Ueber diese Folge der freien Künste haben wir durch Hrn. Börner 
Nachricht. Die Bedeutung des Monogramms kennt er nicht, glaubt 
aber auf Theodor Bang aufmerksam machen zu müssen, da dieser 
auch Dietrich sich genannt haben könnte. Allein dieser Bang nennt 
sich auf einer Folge von Stickmustern wirklich Theodor Bang, und 
man findet auch Blätter mit einem aus TB gebildeten Monogramme. 
Börner ist daher nicht für die Deutung des Zeichens auf diesen 
Th. Bang. Es war indessen auch Hieronymus Bang Kupferstecher. 
Er stach mehrere Blätter mit Figuren in verzierten Rahmen, dann 
Ornamente, gewöhnlich auf dunklem Grunde. 
951- Domenico Bettini findet im ersten Bande N0. 1751 seine 
Stelle, da man eherBD, als DB lesen wird. Man findet dieses 
E Zeichen auf Gemälden des Künstlers. Näheres s. an der be- 
zeichneten Stelle.   
952- Dnmenico Maria Bonavcra, Kupferstecher von Bologna, ist 
E im ersten Bande unter N0. 1752 eingeführt, da man ebenso wohl 
BD, als DB lesen kann. Das Weitere ist 1. c. verhandelt. 
953- Giovannl Battista Dotti fand unter dem Monogramm N0. 1754 
des ersten Bandes bereits eine Stelle, und daher geben wir 
B1B) hier nur den Rückweis. Das Weitere ist in dem betreffenden 
Artikel gesagt. 
954. Dominiqua Barriere, Zeichner und Radirer von Marseille, 
hielt sich lange Zeit in Rom auf, und scheint daselbst 
 1674, oder bald darnach gestorben zu seyn. Das jüngste 
Datum auf seinen Blättern ist nämlich 1674, und aufwärts gezahlt 
begegnet uns der Künstler zuerst 1640. Es ist daher ein gesteigerter 
Irrthum, wenn man in den betreffenden Werken über Kunst und 
Künstler 1622, 1630 und 1637 als Geburtsjahr des Meisters-ange- 
geben findet. Einige nennen den D. Barriere Maler, Niemand kennt 
aber ein Gemälde von seiner Hand. Er scheint nur Zeichner gewesen 
zu seyn, und als solcher entwickelte er eine grosse Meisterschaft in
        

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