Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1561012
362 
944 
946. 
kommt die Schrift der zweiten Zeile vor. Eine Folge von sechs 
Radirungen hat den Titel: Sogetti diversi trani della Storia e dalla 
Favola. Mit Dedication an die Gräfin Durazzo, qu. fol. Eine andere 
Folge mit heroischer Staffage, und landschaftlichen Hintergründen mit 
Architektur, ist dem Grafen Dnrazzo gewidmet, kl. fol. In derselben 
Weise bezeichnet sind ferner die Blätter einer dritten Folge: Divers 
portraits graues d Feau-fqrte et dediäs d Mr. Dominique Corvi peintre 
uäläbre pur Jean David Gänois son Eläve d Venise 1775. Diese zwölf 
Blätter enthalten halbe Figuren und Kiliestücke im venetianischen 
Costüme, kl. fol. 
944. Unbekannter Kupferstacher oder Zeichner, dessen Lebens- 
Q zeit die beigefügte Jahrzahl angibt. Nach Brulliot I. N0. 893 
findet man dieses Zeichen auf einem Kupferstiche, welcher 
{QM einem tranzösischen Meister anzugehören scheint. Das Blatt 
stellt die Kreuztragung vor. Der Heiland kniet mit dem Kreuze nach 
rechts gewandt, wo Veronika, ebenfalls auf den Knieen, das Schweiss- 
tuch mit dessen Antlitz hält. Hinter ihr steht der Henker, welcher 
den Herrn am Stricke führt, und eine grosse Anzahl von Soldaten 
schliesst sich an. Das Zeichen steht unten rechts, und das Bild um- 
gibt eine leichte Bordure. Höhe mit dieser 2 Z. 8 L. Br. 4 Z. 
Den Zeichner oder Stecher dieses Blattes kennt man nicht, es 
gehört aber wahrscheinlich einem der Du Breuil an. Antoine Du Breuil 
war um 1588 thätig, und gleichzeitig lebten Louis und Toussaint 
Du Breuil. Alle drei waren Historienmaler. Sie arbeiteten in der 
Weise der Schule von Fontainebleau, und auch das erwähnte Blatt 
soll den Charakter derselben verrathen. 
945. Hendriok van der Borcht soll nach Bryan II. pl. 1 der 
Träger des gegebenen Zeichens seyn. Es lebten aber zwei 
E Künstler dieses Namens, Vater und Sohn, welche sich jedoch 
gewöhnlich eines aus ADB bestehenden Zeichens bedienten, 
wie I. N0. 412 zu ersehen ist. Hier scheint es sich aber um den 
jüngeren Hendrick van der Borcht zu handeln, wenn nicht um einen 
bisher unbekannten N. v. d. Borcht, welcher der Bruder desselben 
seyn könnte. H. v. d. Borcht kam 1636 in die Dienste des Grafen 
von Arundel zu London. Hier imitirte er die Zeichnungen, des Par- 
migianino, welche unter folgendem Titel erschienen: Librezto di diverse 
[igurine disegnate da Francesco Parmesano, e conservale nella Collezione 
Arondeliana. Henr. van der Borcht fecit 1638. Folge von 13 Blättern, 4. 
Nach Pannesano arbeitete aber auch ein N. van der Borcht. Seinen 
Namen trägt ein Blatt mit reitenden Männern. H. 5 Z. 4 L. Br. 7 Z. 9 L. 
Diess ist ungefähr die Grösse des erwähnten Libretto, und somit 
könnte der fragliche Künstler mit Hendrick van derBorcht in Be- 
rührung gekommen seyn. Das obige Monogramm kann in die Buch- 
staben N VD B zerlegt werden. Man wird weniger versucht H VDB 
zu lesen. 
946. J. G. R. Du Boys, Historienmaler, war um 1624 in Cöln 
thätig, indem in den Kirchen dieser Stadt Werke von seiner 
BB Hand sich finden. Merlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 56, 
zählt einige auf, und darunter eine Anbetung der Könige in lebens- 
grossen Figuren, welche 1843 aus der Kirche zum Pesch (St. Maria 
in pasculo) in den Dom gebracht wurde. Das Monogramm scheint 
aber mit dem Namen verbunden zu seyn. 
        

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