Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557629
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19) [B. No. 7] Ein verziertes Feld mit einem wilden Manne, 
dessen Arme und Beine in Blatterwcrk enden. In der Mitte unten 
ist ein Täfelchen mit dem Zeichen und der Jahrzalil 1534. H. 1 Z. 
41.. Br.2Z.11L.    
20) Ein in die Höhe sich ziehender Fries mit Delphinen, einem 
Widderkopf und einer Maske in Arabesken von Blättern. Mit dem 
Zeichen. H. 3 Z. 2 L. Br. 1 Z. 51], L.   
21) [B. N0. 6] Ein Rund init Ornamenten, in welchen vier kleine 
Büsten von Männern und Weibern zu bemerken sind. Ein sitzender 
und nach rechts gewendeter Bar blast die Bockpfeife. Links das 
Zeichen und die Jahrzahl 1534. Durchmesser 2 Z. 7 L. 
22) Der obere Theil einer jonischen Säule mit verziertem Capitiil. 
Am Schafte bemerkt man das Zeichen und die Jahrzahl 1535. 
II. 2 Z. 2 L. Br. 1 Z. 9 L. 
23) Ein Pilaster mit Capitiil in conipositer Ordnung mit phantasti- 
scher Verzierung von Blätterwerk. Rechts steht das Monogramm, 
links die Jahrzahl 11535. H. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 10 L.  
55. Unbekannter Kupferstecher. Unter diesem Zeichen führen 
Q wir einen holländischen Meister ein, welcher um 1530 thätig 
war. Auf seinen Namen müssen wir verzichten, nur das Mono- 
gramm ist richtig gegeben, da es bei Bartsch, Brulliot und Heller 
iast der Aehnlichkeit entbehrt. Vgl. auch N0. 70.  
Wir haben von diesem Monograniniisten eine Folge von sieben 
Blättern mit den Planeten, welche Bartsch, P. gr. IX. p. 16, beschreibt. 
Der Künstler stellte sie unter den mythologischen Gottheiten vor, 
dadurch, dass er das Zeichen des Thierkreises beifügte. Ueber jeder 
der stehenden Figuren steht der Name, wie unten angegeben. Links 
bemerkt man die Nummer, und rechts das Planetenzeichen. Die 
Platten besass in späterer Zeit der Kunsthändler F. de Widt. Im 
zweiten Drucke ist daher dem ersten Blatte die Adresse desselben 
aufgestochen. H. 2 Z. 10-11 L. Br. 1 Z. 11 L. 
1) Saturnus. Links zu seinen Füssen der Steinbock, rechts der 
Wassermann. 
2) Jupiter. Links zu seinen Füssen die Fische, rechts der Schütze. 
3) Mars. Links zu den Füssen der Widder, rechts der Scorpioii. 
4) S01. Zu den Füssen der Löwe. 
5) Venus. Links zu ihren Füssen der Stier, rechts die Waage. 
6) Mercurius. Links zu seinen Füssen die Zwillinge, rechts die 
Jungfrau.  
7) Luna. Zu ihren Füssen der Krebs. 
57. Gornelis Galle, Kupferstecher von Antwerpen, der Jüngere 
Q dieses Namens, wurde gegen 1600 "geboren, und von seinem gleich- 
namigen Vater unterrichtet. Man findet das Monogramm des 
Künstlers auf Bildnissen von Jesuiten und anderen Geistlichen, nach 
Zeichnungen von J. Francquart, ungefähr 30 an der Zahl. Auch 
einblematisclie Darstellungen sind mit dem Monogramme bezeichnet. 
In Francquaerüs Werk: Pompa funebris Optimi potentissimique Principis 
Alberti? Pii Archiditcis Austriae  Veris imaginibus earpressa a Jcobo 
Francquart  scriptore E. Putcano etc. Bruwellae 1623, gr, qu, f01_ 
sind ebenfalls Blätter von Galle. Wenigstens trägt das Titelkupfer 
seinen Namen.  G. Galle starb um 1655.
        

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