Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560924
908 
910. 
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ihm nur durch' zwei radirte Landschaften mit Vieh bekannt. Wir 
halten ihn für Eine Person mit dem Perspektivmalcr Desiderio, welcher 
zur Zeit des berüchtigten Cav. Belisario Corenzio in Neapel lebte. 
Letzterer soll auch Desideriois Landschaften mit kleinen und geist- 
reichen Figuren staffirt haben. In Neapel nannte man diesen Künstler 
Monsieur Desiderio, und wir glauben, _dass es sich hier um ihn handle. 
Man kennt von Francesco Desiderio da Pistoja eine Folge von 
acht radirten und geätzten Landschaften mit Hirten und Hirtinnen bei 
der Heerde , qu. 8. Diese Blätter sind theils mit dem Namen, theils 
mit der Abbreviatur: Fran. Desid. P-ist. fecit , bezeichnet. Im Catalog 
Sternberg I. N0. 4765 sind 18 Holzschnitte mit schönen Landschaften, 
theils mit Figuren der heiligen Geschichte, angegeben, qu. 12.  Diese 
Blättchen sind dem Camillo Rinuccini dedicirt, und mit dem Mono- 
gramme versehen. Letzteres haben wir nach dem Facsimile in dem 
erwähnten Cataloge copirt, da es uns ausserdem nicht vorkam. 
908- Pierre Dullos, Zeichner und Kupferstecher, ist nach Brulliot II. 
N0. 556 und 589 durch diese Buchstaben als Theilhaber ian 
w. der Illustration folgenden Werkes bezeichnet: Amiqua numis- 
ß! mata maximi moduli aurea, argentea, aerea cm Museo Atewandri 
 S.B.E. Card. Albani in vaticanam bibliothecam a Clemente XII. 
Pont. Opt. Max. trzmslata et a Rudolphino Venuto cortonensi notis il- 
lustrala. 2 Voll. fol. In diesem Werke sind kleine Vignetten mit rö- 
mischen Ansichten eingedruckt, welche theils mit D. f, und DF; be- 
zeichnet sind. Nach Brulliot lebte P. Duflos um 1760 in Rom, für das 
genannte Werk arbeiteten aber Stephan della Bella, Israel Silvestre 
undllraetano Piccini, und somit fällt seine Thätigkeit um 1660. Dieser 
Duiios wurde mit einem gleichnamigen Kupferstecher verwechselt, dessen 
-Werke um 1760-1790 entstanden sind. Gandellini schreibt einem 
F. Duflos 20 grosse Initialen des Alphabeüs zu, und im Cabinet 
Paignon-Dijonval werden 12 kleine Ansichten von Rom erwähnt, letztere 
mit Dedication an den Herzog von Saint Aignan. Auch auf solchen 
Blättern könnte der Buchstabe D. stehen.  
QÜQ. Fingirtes Zeichen , welches man auf einem radirten Blatte 
2 j 1,7; in der Weise des Salvator- Rosa findet. Dieses Blatt 
.9 stellt eine felsige Landschaft mit einem betenden Ein- 
siedler vor. Letzterer sitzt bei einem grossen, an den Todtenschädel 
gelehnten Buche. H. 6 Z. 9 L. Br. 5 Z. 11A L. Man könnte den 
Buchstaben D. auf Dietrich beziehen, allein der landschaftliche Theil 
ist von Ferdinand Kobell, und die Figur des Einsiedlers von Parizeau 
radirt, wie auch Brulliot II. N0. 590 nach einer Mittheilung des Herrn 
Börner benachrichtet. Dietricy hat wohl keinen Theil an der Zeichnung, 
da Stephan von Stengel im Catalogue raisonne des estampes de F. Kobell 
N0. 62 sagt, die Bezeichnung D f. weise diese Nachahmung Dietrich- 
lscher, in der 'Weise des S. Rosa gefertigter Radirungen den Impostures 
innocentes (unschuldigen Betrug) zu. 
910- Unbekannter Maler, welcher im 18. Jahrhunderte in Deutsch- 
land gelebt hat. Die gegebenen Buchstaben D f. iindet man 
 auf einem radirten Blatte mit dem Kopfe eines bärtigen 
Mannes, vielleicht jenem des hl. Franziskus, 8. Wir wagen 
es nicht, zu entscheiden, 0b der Buchstabe D auf C. W. E. Dietrich 
Sich beziehen soll, um allenfalls diesem Meister nachzuahmen. Von 
Bartolomäus Weiss- rührt das Blatt nicht her. Dieser Meister zeichnete 
ebenfalls einige Blätter mit D f., um sie dem Dietrich uuterzuschieben. 
Monogrammisten Bd. II. 23
        

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