Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560716
332 
CWM 
857 
860. 
Mit diesen Andeutungen müssen wir es bewenden lassen. Wer 
über den Künstler mehr wissen will, findet Aufschluss in seiner 
Selbstbiographie: Jllein Lebenslauf und mein Wirken im Fache der Kunst 
und der Sprache. Berlin 1825, gr. 8. Kolbe erhielt wegen seines Ver- 
dienstes um die deutsche Sprache  das Diplom eines Doctors der 
Philosophie. 
357- G. Wilborn von Münster (Claas oder Nicolaus Wilborn?) 
W scheint der Träger dieses Zeichens zu seyn. Brulliot II. N0. 545 
C, M hält ihn für einen unbekannten Stecher der italienischen Schule, 
weil die Blatter mit diesem Monogramme in der Weise des Jacob 
de Barbary, des sogenannten Meisters mit dem Schlangenstabe (Caduceus) 
gestochen sind. Allein J. de Barbary verlebte die grösste Zeit seines 
Lebens in Deutschland, und fand da. auch Nachahmer. Als solcher 
ist namentlich Nicolaus Wilborn von Münster zu betrachten, welcher 
auch einige Blätter des Meisters mit dem Schlangenstabe copirt hat. 
Er zeichnete gewöhnlich N WM, d. i. Nicolaus Wilbom Monasteriensis. 
Im Volksdialekte konnte er sich aber statt Nicolaus auch Claus oder 
Claas nennen, und somit ist es nicht zu gewagt, wenn man die Blätter 
mit obigem Zeichen dem Nicolaus Wilborn zuschreiben wollte, da sie 
überdiess in seiner Weise, nämlich in jener des J. de Barbary be- 
handelt sind. Im gegentheiligen Falle müssten wir einen bisher un- 
bekannten C. Wilborn vermuthen.  
1) Mars stehend in einer Nische mit der Lanze in der Linken, 
während er die Rechte auf den Schild stützt. Zu seinen Füssen be- 
merkt man einen Widder und einen Scorpion. Unten in einem Tafel- 
chen steht: MARS, und unter diesem sind die Buchstaben C WM ein- 
gestochen. H. 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 51A L.  
2) Diana in der Nische auf einem Baumstamm stehend mit dem 
Bogen in der Rechten. Zu ihren Füssen ist ein Krebs, und unten im 
Täfelchen steht: LUNA. Das Zeichen des Künstlers ist unter diesem 
Täfelchen eingestochen. H. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 5 L. 
Diese beiden, gleich grossen Blätter scheinen zu einer Folge 
der sieben Planeten zu gehören, oder wenigstens war eine solche 
beabsichtiget. 
358. Garl Wildericli Graf von Walderdorff, geb. zu Malsburg in 
Hessen 1799„ bezeichnete auf solche Weise ein von 
C ihm lithographirtcs Blatt nach Fr. Krüger, welches 
einen Mann zu Pferd vorstellt, wie er nach rechts galopirt, fol. Das 
Gemälde besass damals Herr Abbeg in Mannheim. Graf Waldcrdorif 
hat wahrscheinlich keinen zweiten lithographischen Versuch gemacht. 
Er war von 1834- 1842 herzoglich nassauischer Staatsminister. 
859. 
C X D. 
vorstellt. 
Unbekannter Kupferstecher, dessen Zeichen Heinecke, Dict. 
des Art. III. p. 34 , gibt. Man findet es_ auf einem Blatte 
nach C. Bloemaert, welches die halbe F1gur eines Narren 
860- Geronimo Yavarri, Maler von Madrid, war in den ersten 
Decennien des 17. Jahrhunderts thätig, ist aber selbst in Spanien 
Y fast unbekannt. Seiner gedenkt jedoch Cean Bermudez im 
Diccionario historico de los mns illustrcs profcssores etc. VI. p. 17. 
Das gegebene Zeichen findet man nach der gefälligen Mittheilung des 
Hrn. E. Harzen auf einem radirten Blättchen, welches einen geüügel- 
ten Genius als Harfenspieler vorstellt, 12. Die Jahrzahl 1621:- gibt
        

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