Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560475
308 
CVP 
GVQ- 
796 
798. 
Die kleinen Zeichen der ersten Reihe findet man auf Blättern mit 
Büsten von Männern und Frauen, Ovale in 12. Sie kommen wahr- 
scheinlich in einem Werke vor, vielleicht in folgendem: Les abus du 
mariage, Misbruick des Huwlyrw. Mit 50 männlichen und weiblichen 
Brustbildern in Medaillons, nebst holländischen, englischen und fran- 
'zösischen Versen, qu. 8. In der ersten, sehr seltenen Auflage ist Jahr 
und Druckort nicht angegeben. Die späteren Exemplare haben die 
Jahrzahl 1641 , so dass die Bildnisse von dem jüngeren G. de Passe 
herrühren müssten, was aber nicht der Fall ist. Das vierte und fünfte 
Zeichen, das erstere auch mit dem Beisatze excu., findet man auf 
6 Landschaften nach Hans Bol, welche mit Scenen aus der Parabel 
vom verlernen Sohne staffirt sind, kl. qu. fol. Das fünfte Zeichen 
steht auch auf einem Blatte mit der halben Figur des hl. Bruno, 
unten mit dem Wappen der Stadt Cöln, 4. Das sechste Monogramm 
ist dem Blatte mit dem Bildnisse des Bürgermeisters Johann von Lys- 
kirchen in Cöln aufgestochen, 8. 
795. Gornelis van Poelenburg bediente sich zur Bezeichnung 
C V P seiner Gemälde gewöhnlich der Initialen C. P., 
  - und C. P. F., und daher haben wir unter C. P. 
C_ V_ P_  No. 535 bereits über ihn gehandelt. Mit C. V.P. 
zeichnete er nur seltenf C. V.P. pinacit steht 
auf einem von J. G. Bronchorst radirten Blatte, welches die halbe 
Figur der Madonna mit dem Kinde vorstellt. Die Buchstaben J. G. B. 
fecit 1636 beziehen sich aufBronchorst. Oval. H. 6 Z.1 L. Br. 4Z. 8L. 
797- Orispln de Passe behauptet oben No. .795 eine ausführ- 
liche Stelle. Hier handelt es sich nur um ein einziges Blatt, 
Cyß welches die Charitas vorstellt, nach der eigenen Composition 
j f des Meisters, gr. 8. Unter dem Monogramm VCP werden 
V'  wir weiter über diesen Künstler handeln. 
793. Grispin van den aueboorn oder Queboren, Maler und Kupfer- 
stecher, wurde gegen 1600 im Haag geboren, und 
mßßlcjd machte sich daselbst durch zahlreiche Blätter bekannt, 
worunter die Bildnisse grösstentheils von entschiede- 
W VQQI nem Werthe sind. Einige beurkunden einen glück- 
liehen Sinn für malerische Behandlung. Der Nadel bediente sich aber 
Queboren sehr sparsam, da er den Stichel in seiner vollen Gewalt 
hatte, und mit diesem jede zarte Schneidarbeit unternehmen konnte. 
Seine Blätter sind daher durchschnittlich zart gestochen. Zu den 
Hauptwerken gehören die Bildnisse, welche in der Regel sehr lebendig 
aufgefasst sind, besonders wenn der Künstler unmittelbar nach der 
Natur gezeichnet oder gemalt hatte. Diess ist namentlich mit dem 
grossen Bildnisse des Grafen Heinrich Mathias von Thurn -Valsassina 
und Creutz der Fall, nach dem eigenen Gemälde des Künstlers von 
1624. Meisterhaft behandelt sind auch die Bildnisse des Königs Fried- 
rich von Böhmen und seiner Gemahlin Elisabeth von 1622, des Königs 
Willem I. von Oranien, der Königin Elisabeth von England mit der 
Krone 1625 (sehr selten), des Churfürsten Friedrich Wilhelm v. Branden- 
burg und seiner Gemahlin Elisabeth von Oranien, beide nach Hont- 
horst, des Admirals M. H. Tromp nach S. deVlieger u. s. w. Die 
historischen Blätter dieses Meisters sind von untergeorduetem Belang, 
abgerechnet das grosse radirte und gestochene Blatt mit der Geburt 
Christi nach" H. van Baelen (Balen). Auf kleineren Bildnissen, und 
auf vielen Blättern, welche C. van Queboren für den Buchhandel ge- 
stechen hatte, findet man das Monogramm in der gegebenen Form. Auf 
andern Stichen erscheint das C im V, so dass wir VCQ lesen müssen.
        

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