Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560368
GVA 
CVB. 
764 
766. 
297 
764- Christoph Victor Ayrer, Prediger in Nürnberg, stach meh- 
OV- rere Bildnisse, welche von geringem Werthe Sind. 
' jäö Die gegebene Abbreviatur steht auf jenem des Peter 
Obermaier mit der Jahr-zahl 1665. Der Maler, d. h. 
Heinrich Popp, bediente sich eines aus HP bestehenden Monogramms. 
Nach diesem Artikel ist jener bei Brulliot II. N0. 517 zu berichtigen. 
755- Grispin van den Broeck, Maler, Architekt, Kupferstecher 
V und Formschucider, wurde 1530 zu Ant- 
GÄRBÄÄ)  werpen geboren, und von Franz Floris unter- 
l l richtet. Im Jahre 1555 trat er als freier 
 67:5 Meister der Confraternität des hl. Lukas bei, 
l l I und von dieser Zeit an malte er eine be- 
deutende Anzahl von Bildern in der Weise des Meisters Floris, wel- 
chem er in der Richtung auf Idealität der Form fol und auch in 
der Technik ziemlich gleichkommt. Anderseits steiwr aber höher, 
als Floris, indem seine Figuren nicht so langweilig nn geistlos sind, 
als jene des sogenannten flaudrischen Rafael, welchem Alles fehlt, was 
innerlich den Menschen bewegt. Auf Gemälden kommt nnsers Wissens 
keines der gegebenen Zeichen vor, sondern nur auf Kupferstiehen und 
Formschnitten , welche theils von ihm selbst, theils von H. Collaert, 
J. de Gheyn, C. de Passe, H. Wierx, J. Sadeler, H. Müller u. Barbara 
van den Broeck herrühren. Letztere stach eines der Hauptwerke des 
Meisters, d_as jüngste Gericht im Museum zu Antwerpen. Auf diesem 
Gemälde steht: Crispian Fa. 1571. Auf wenigen andern Gemälden 
findet man ein aus CA VB bestehendes Monogramm, wie es Bd. I. 
N0. 2274 gegeben ist. Seine Zeichnungen scheinen zahlreich ge- 
wesen zu seyn, gegenwärtig findet man aber deren selten. Sie waren 
vermuthlich mit dem Monogramme versehen, da die Kupferstecher das- 
selbe beibehalten haben. Er trug ausserdem auch zur Illustration der 
bei Oh. Plantiu 1583 erschienenen Biblia sacra bei. Darin kommen 
Blätter mit dem Monogramme vor. Interessant und selten sind sechs 
Holzschnitte in Helldunkel, welche in Rundungen die Verkündigung 
Mariä, die Heimsuchung der Elisabeth, die Anbetung der Hirten, die 
Beschneidung des Jesuskindes, die Anbetung der Könige, und die Ver- 
ehrung der Maria vorstellen, fol. Die Beschneidung Christi dürfte zu 
den Originalformschnitten gehören. Er radirte aber das Bild auf 
Kupfer, und wendete dann zum Ueberdrucke Holzplatten an. Auf 
diesen schönen Blättern stehen die ersten drei Zeichen der zweiten 
Reihe. Die Beschneidung Jesu hatte der Künstler auch in kleinerem 
Formate radirt, und mit der Jahrzahl 1571 bezeichnet. Auf seinen 
eigenhändigen Blättern reiht sich an das Monogramm gewöhnlich der 
Buchstabe F, so dass wir es weiter unten geben müssen (N0. 773). 
G. van den Broeck starb nach einigen 1581, nach anderen 1587. 
Wer seine Lebenszeit bis 1601 oder 1602 ausdehnt, ist im Irrthnm. 
Man wollte wissen, dass der Künstler ein Alter v0n'71 Jahren er- 
reicht habe, so dass er also von 1530 -1601 gelebt hätte. Er starb 
wahrscheinlich 1587.  
766- Glaas van Breen oder Breen, Kupferstecher, war gegen 
w Ende des 16. Jahrhunderts in Haarlem thätig, und scheint 
nach 1610 nicht mehr gelebt zu haben. Er stach mehrere 
 Blätter in der Weise des JJ de Gheyn, auf welchen theils das 
Monogramm allein , theils in Verbindung mit dem Namen vorkommt. 
Einige machen aus Nicolaus Braen undClaas van Breen zwei Per- 
Sonen, was nicht anzunehmen ist, da Claas mit Nicolaus dieselbe Be- 
deutuug hat. Frenzel beharrt im Catalog Sternberg III. N0. 948 auf
        

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