Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560310
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753. 
illustrirte Werke, welche seit 1840 erschienen sind. Seinen Namen 
konnten wir noch nicht m_it Sicherheit herausfinden. Blätter mit dem 
Namen Vasey sind übßrllI der illustrirten Ausgabe von „Paul et Vir- 
ginie." Paris 1842, dann auch in der lllliSlirlliäßll englischen Ausgabe 
von „Tausend und einer Nacht." London, G. nigst, 1841. 
752. UgO da Garpi dürfte nach Bartsch, P. gr. XII. p. 22, der 
Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es _au_f einem Holzschnitte 
G] in Helldunkel von drei Platten, welcher das Opfer des Abel vor- 
stellt, wie er knieend vor dem Altare betet, auf welchem das Feuer 
brennt. Diese Composition diente zu einem der Bilder in Steinmosaik 
im Fussboden des Domes zu Siena, und Vasari scheint sie dem Do- 
menico Beccafumi zueignen zu wollen. Bartsch schreibt sie ihm ent- 
schieden zu, und nimmt auch keinen Anstand, den Holzschnitt "als 
Werk des Hugo da Carpi zu erklären, obgleich das Blatt für letzteren 
zu mittelmässig ist. Es sollte demnach aus der früheru Zeit des 
Künstlers stammen, was leichter gesagt, als bewiesen, überhaupt nur 
willkührliche und unkritische Annahme ist, da Hugo da Carpi mehrere 
Jahre vor dem Beginne der Arbeiten im Fussborlen des erwähnten 
Domes starb, nämlich 1520 oder bald darnach, wie aus den neuesten 
Forschungen des M. Gualandi erhellet. Die frühesten Steinmosaiken 
datiren erst von 1531 an, in welchem Jahre Giacomo di Pietro Galle 
und Giovanni d' Antonio Marinelli Hand an das Werk legten. Dem 
Vasari entgegen lassen andere den Domenico Beccafumi erst gegen 1546 
eintreten, indem von 1546-1547 Bernardo di Giacomo und Pellegrino 
di Pietro die musivische Ausschmückung des Domes leiteten. Unter 
diesen Verhältnissen könnte also Hugo da Carpi das Bild des knieen- 
den Abel nicht geschnitten haben, selbst wenn seine Tläätigkeit bis 
e en 1532 ereicht hätte wie man früher annahm, un von einer 
äuiendarbeitgdesselben ist,gar keine Rede. Der erwähnte Holzschnitt 
mit dem Zeichen C V. ist demnach als späteres Machwerk in der Weise 
des H. da Carpi zu betrachten, und das Monogramm wurde wohl zur 
Täuschung eingeschnitten. Man iindei esBaufgeiä Aibclrücken von drei 
und von einer Platte. H. 14 Z. 10  r.   
Ueber Hugo da Carpi werden wir unter dem Namen HVGO und 
VGO handeln. Was in früheren Werken über ihn gesagt ist, erweiset 
sich grösstentheils als unrichtig. Der Herausgeliifeiä des neuen Stutt- 
garter Künstler-Lexicons hatte noch keinen Begri avon. 
753. Garl Baron von Vittinghoif, Kunstliebhaber, geb. zu Press- 
burg 1727, gest. zu Wien 1826. Dieser geistreiche Di- 
MJQIÖ! j- lettant malte Landschaften mit Figuren und 'l'h1eren, und 
9'" 39' radirte eine grosse Anzahl von Blättern, welche zu den 
KLUVW-"f schönsten Erzeugnissen dieser Art gehören. Sie stellen 
1807 einzelne Thiere, und Gruppen von solchen vor, theils 
mit dem Namen, theils mit dem Monogramnie bezeichnet. Er wechselte 
aber mit der Bildung des letzteren, so dass wir unter VC. VvC und 
VJC auf ihn zurückkommen. Die gegebenen Zeißhßll findet man auf 
Bestandtheilen einer Folge von 27 geistreich radirten Blättern, mit 
Schweinen, Ziegen, Schafen, Böcken, Rindern, Eseln, Hunden, Katzen 8m. 
Das erste Blatt mit einer Viehheerde in der Landschaft hat den Titel: 
Der Natur gewidmet von Carl von Vittinghofffltc. 1807, qu. 12, qu. 8 
und 4. Das erste Heft enthält 19, das zweite 8 Blätter. Beide er- 
schienen im Frauenholz"schenflgerlagehziä Nürnlölifg- 131116 Mag: Ffggß 
umfasst 32 Blätter mit Thier a e n t ei s im iara er von  y. ie 
witzigen und reichen Thier-Conipdsitionen haben landschaftliche U_m- 
gebung, gr. qu. 8. Auch eine Folge von 15 Blattern mit Thierstudien
        

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