Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
CF - GI
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1557129
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1560291
290 
749. 
deutlichen S vor. Auf dem Blatte mit der Signatur aii j steht der 
Buchstabe: C. Das Monogramm" mit dem Messerchen findet man auf 
den Blättern mit der Taufe i-m Jordan, der Versuchung, der Aufer- 
Istehupg," der Hochzeit zu Gana und der Samariterin am Brunnehf 
749. Urse Graf, der bekannte Stempel- und Formschneider "von 
Basel, dürfte der Träger dieses Zeichens seyn, obgleichues dem 
  gewöhnlichen Monogramme desselben nicht ganz gleicht. Es 
U3! tritt aber keines der gegebenen Zeichen ganz deutlich hervor, 
und so konnte es leicht kommen, dass die Windung der alten Form 
des G, wie sich Urse Graf derselben bediente, als abgebrochenerscheint. 
Es handelt sich hier zunächst um eine Folge von acht Vorstellungen 
des Vater Unsers in Holbeixüs Weise, welche in Metallstöcke ge- 
schnitten zu seyn scheinen. Man nimmt sie aber gewöhnlich für Holz- 
schnitte eines unbekannten Meisters. Der erste, welcher darauf kurz 
aufmerksam macht, ist Brulliot I. N0. 1497, näher bezeichnet sie aber 
R. Weigel in B. von Rum0hr's Hans Holbein der jüngere S. 112. Für 
Urse Graf entscheidet dieser Schriftsteller in dem erwähnten Buche 
nicht, erst bei der weiteren Anzeige im Kunstkataloge No. 9931 spricht 
er seine Ueberzeugung aus, dass die Bitten des Vater Unsers Metall- 
schnitte des U. Graf seyn müssen. Im ersten, sehr seltenen Drucke 
kommen alle acht Bilder mit gedruckten Ueberschriften auf einem 
Bogen in qu. fol. vor, welcher aber zuweilen in die betreffenden Theile 
zerschnitten wurde. Die Exemplare ohne Ueberschriften, welche als 
Probedrucke zu betrachten sind, belaufen sich unsers Wissens nicht 
auf drei. Sieben Blätter sind mit dem Monogramme versehen, immer 
we-iss auf schwarzem Grunde, aber meistens nur mit Mühe zu erkennen. 
Dieselben Vorstellungen findet man auch in folgendem Buche: Precatio 
dominica in septem portiones distribula per D. Erasmum Roterodamum. 
Basileae ap-ud Jo-Beb (elium), 8. Dieses Werk erwähnt Weigel K. K. 
N0. 9931, ein zweites, ebenfalls mit Illustrationen, kennen wir durch 
Hrn. Professor Dr. Massmann: Precatio dominica in se l ptem portiones 
distributa, per D. Era l fmum Boterodamum. Opus Ilecms ac modo 
natum et mox eazeusum. I Cum pruilegio Caesareo. Basileae. Frobenius. 
Die Vorrede ist von 1523. Auf Blatt l steht das vierte Zeichen, auf 
Blatt 2 und 4 das dritte mit geringer Abweichung, auf Blatt 6 und 7 
das Monogramm auf schwarzem Grunde, und Blatt 3 und 5 ist ohne 
Zeichen. Daraus ergibt sich, dass die Bilder in Wiederholungen vor- 
handen seien. Wir haben nur jene mit dem in die Tiefe geschnit- 
tenen, also weissen Zeichen gesehen. Die Vorstellungen sind 3 Z. 
2-3 .L. hoch, und 2 Z. 5 L. breit. Der obere Rand mit der Schrift 
ist 5 L. breit.  
i) I-n der zeyl sprach Jesus zu. seinem Jüngem. So ir bettend, so 
söllen ir nit vyl reden. Sprecht also. Jesus steht links auf einer Er- 
höhung, und spricht zu den rechts vor einem Baume stehenden J üngern. 
Das Zeichen, sehr klein, ist links unten in der Ecke unter dem 
grossen Steine. 
2) Vatter unser der du bis: in den Himmeln, gelteiligedwerd dein 
nam. Oben in Wolken erscheint Gott Vater von Engeln umgeben mit 
dem Himmelsglobus in den Händen, und unten knieen Leute jeden 
Alters und Geschlechtes. Das Zeichen ist rechts unten in der Ecke. 
3) Zu kumm dein ryclul Der heilige Geist giesst sich über die 
versammeltenApostel aus, und in ihrer Mitte sitzt Maria. Ueber jedem 
Haupte schwebt ein Flämmchen. Das Zeichen bemerkt man rechts 
unten in der Ecke.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.